Stand: 03.09.2026, 08:30 Uhr
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Maximilian Ulbrich gewinnt bei der Deutschen Meisterschaft mit dem Kleinkaliber fünf Medaillen. Im Dreistellungskampf macht ihm jedoch der neue Finalmodus zu schaffen.
Wilzhofen/München – Als noch alles so wie gewohnt lief, hatte Maximilian Ulbrich eine Medaille fest im Visier. Der Sportschütze aus Wilzhofen beendete den Vorkampf im Kleinkaliber 3 × 20 als Dritter. Mit seinen 589 Ringen blieb er nur drei Zähler unter dem deutschen Rekord und nur einen einzigen Ring hinter seinen schärfsten Widersachern Maximilian Wolf und Max Ohlenburger, für die jeweils eine 590 zu Buche stand. „Das war ein bisschen überraschend, weil bei ihm das Gefühl noch nicht so richtig da ist“, räumte sein Vater Alois Ulbrich ein. „Er kann nicht sagen, ob er bei einem Neuner oder bei einem Zehner rauskommt.“
Obwohl sich sein Filius erst noch an die neuen Schießklamotten gewöhnen muss, die ihm vom Internationalen Verband (ISSF) vorgeschrieben werden, bildeten seine aktuellen Leistungen die der vergangenen Jahre ungefähr ab. Stehend kann ihm national niemand das Wasser reichen. Seine 196 Ringe auf dieser Position waren dafür verantwortlich, dass er weit nach vorn kam. Liegend (197) verschenkte er im Vergleich zur nationalen Konkurrenz den einen oder anderen Zähler, während er mit einer 196 kniend zwar nicht Spitze, aber ganz vorn dabei war.
Wettkampfzeit im Finale auf 22 Minuten verkürzt
Es wäre bei den Deutschen Meisterschaften in München-Hochbrück wohl alles so wie gehabt verlaufen, wenn die ISSF nicht die Regeln für das Finale geändert hätte. Neuerdings sind nur noch 22 Minuten Wettkampfzeit veranschlagt, was die Teilnehmer erheblich unter Druck setzt, weil sie sich in kurzer Zeit in drei Positionen einrichten und auch noch die erforderlichen Probeschüsse abgeben müssen. Der Modus bevorzugt die Schnellen und Wagemutigen, die ins Risiko gehen und darauf hoffen, dafür belohnt zu werden. Die gewissenhaften Schützen, die viel Aufmerksamkeit darauf verwenden, ihre Schüsse sauber abzugeben, haben das Nachsehen.
Im Dreistellungskampf reicht es für Maximilian Ulbrich nur zu Platz sieben
„Was den anderen etwas taugt, taugt dem Maxi nicht“, hat sein Vater erkannt. Das Finale war für seinen Sohn schneller wieder beendet, als es begonnen hatte. Als Siebter verließ er schließlich den Wettbewerb. „Er muss das noch üben“, betont Alois Ulbrich, dass sich sein Filius in den kommenden Monaten bis zur Weltmeisterschaft in Doha ein schnelleres Tempo angewöhnen muss, wenn er eine Chance gegen die Speed-Schützen haben will. Zeit ist bis zum November zwar genug, aber es geht auch um eine andere mentale Einstellung zum Final-Schießen mit dem Kleinkaliber.
Ulbrich gewinnt zweimal Gold mit der Mannschaft
Immerhin durfte der Sportpolizist mit der Mannschaft den einen oder anderen Titel im Kleinkaliber bejubeln. Mit Maximilian Dallinger (587) und David Koenders verpasste er im Dreistellungskampf mit insgesamt 1761 Ringen den deutschen Rekord nur um einen Zähler, holte sich aber souverän Gold. Die zweite Meisterschaft gewann das Trio von der FSG Der Bund München im Liegendkampf. Wieder übertraf Ulbrich (624,0) seine Teamgefährten Koenders (623,7) und Dallinger (619,1). Seine persönliche Ausbeute bescherte ihm sogar Bronze in der Einzelwertung, ringgleich mit dem Zweiten. „Das war für ihn überraschend“, räumte sein Vater ein. Sein Sohnemann leistete sich nur eine Serie, bei der er etwas liegen ließ, ansonsten lieferte er eine konstante und anspruchsvolle Leistung ab.
Im „Kleinkaliber 3 x 40“ Bronze, aber auch Schwächen im Liegendanschlag
Ebenfalls der dritte Platz sprang für ihn in der Disziplin „Kleinkaliber 3 × 40“ heraus. Mit 1177 Ringen schrammte er nur um zwei Zähler an Gold vorbei. Knieend (395) und stehend (389) befand er sich auf Titelkurs, büßte seine solide Basis jedoch liegend (393) wieder ein. Mit dem Team mussten sich Ulbrich, Koenders (1179) und Dallinger (1175) wie bereits im vergangenen Jahr wieder dem Schützenverein Mannheim Rheingau geschlagen geben und sich mit Silber begnügen.