Umfrage-Dämpfer nach Mail-Leak der AfD: Weidel stürzt in Ranking ab – Dobrindt größter Gewinner
Stand: 26.10.2026, 21:25 Uhr
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In einem aktuellen Politikerranking verliert AfD-Chefin Weidel an Boden und fällt sogar aus den Top 10. Doch es gibt noch weitere Veränderungen.
Berlin – Im aktuellen Politikerranking des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag der Bild-Zeitung verliert AfD-Chefin Alice Weidel drei Plätze und fällt von Rang acht auf Platz elf zurück – und damit aus den Top 10. Während sie in früheren Erhebungen noch zeitweise ausgewählte Unions- und Grünen-Spitzenpolitiker überholte, verzeichnet sie nun deutliche Einbußen. Zuvor geriet die Parteivorsitzende durch Veröffentlichungen aus einem Datenleck unter Druck.
Hintergrund sind Hacker-Veröffentlichungen von mehr als 420.000 internen AfD-E-Mails, über die unter anderem WDR, NDR, ZDF und der Spiegel berichteten und die bundesweit für Diskussionen über Parteifinanzen sorgten. Den Recherchen zufolge legen die Dokumente nahe, dass Weidel früher als bislang dargestellt von umstrittenen Parteispenden aus der Schweiz im Vorfeld des Bundestagswahlkampfs 2017 gewusst haben könnte. Die AfD betonte zu dem Datenleck, dass Postfächer widerrechtlich kopiert worden seien.
Pistorius behauptet Spitzenplatz – Merz bleibt Schlusslicht
An der Spitze des INSA-Rankings steht weiterhin Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Dahinter schieben sich Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) auf Rang zwei und Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst (CDU) auf Rang drei vor.
Die mecklenburg-vorpommersche Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), in der Vorwoche noch auf Rang zwei, fällt auf Platz vier zurück. Noch stärkere Einbußen verzeichnet Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge, die vier Plätze verliert und nun auf Rang 17 geführt wird. Den größten Zuwachs der Woche verbucht Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), der um vier Positionen auf Rang acht klettert. Für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bringt die Erhebung keine Veränderung: Er belegt unverändert Platz 20 und bleibt damit am Ende des Tableaus.
Das Ranking im Überblick:
Sonntagsfrage: AfD behauptet Vorsprung trotz Verlusten – Union holt auf
Trotz der Verluste ihrer Parteichefin im Personenranking führt die AfD die bundesweite Sonntagsfrage weiter an. Im ZDF‑Politikbarometer schmolz der Vorsprung auf die Union jedoch. In der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forschungsgruppe Wahlen kommt die AfD auf 26 Prozent und verliert zwei Prozentpunkte; CDU/CSU machen hingegen zwei Prozentpunkte gut und kommen auf 23 Prozent.
Die SPD verbessert sich auf 14 Prozent (plus eins) und steht damit wieder auf Platz drei. Die Grünen verloren zwei Prozentpunkte und kamen noch auf 13 Prozent. Auch die Linke wird mit elf Prozent (minus eins) leicht schwächer gesehen. Die FDP würde mit unverändert drei Prozent weiter an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. (Quellen: Bild-Zeitung, INSA, ZDF, dpa) (nak)