Umfrage zeigt: Diese Haushalte treiben die Energiewende besonders stark voran

In Deutschland wachsen immer mehr Kinder mit einer Solaranlage, einem Elektroauto oder einer Wärmepumpe im eigenen Haushalt auf. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Statista im Auftrag des Energieunternehmens Eon hervor. Die Ergebnisse der Befragung liegen dieser Redaktion exklusiv vor.

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Demnach verfügen Familien mit Kindern deutlich häufiger über Energiewende-Technologien als Haushalte ohne Nachwuchs. 40 Prozent der befragten Familien besitzen bereits eine Solaranlage, 34 Prozent eine Wärmepumpe und 30 Prozent ein Elektroauto. Damit sind Wärmepumpen und E-Autos in Familienhaushalten etwa doppelt so verbreitet wie bei Hausbesitzern ohne Kinder. Bei Photovoltaikanlagen beträgt der Vorsprung fünf Prozentpunkte.

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Immer mehr Familien setzen auf eine Wärmepumpe für die Wärmeversorgung

Zugleich zeigt die Umfrage, dass sich dieser Trend beschleunigt. Gegenüber der Vorjahresbefragung stieg der Anteil der Familien mit einer Wärmepumpe binnen eines Jahres um elf Prozentpunkte. Der Anteil der Haushalte mit Elektroauto legte um acht Prozentpunkte zu, bei Solaranlagen um drei Prozentpunkte. „Familien zeigen besonders deutlich, wie die Energiewende im Eigenheim ankommt“, sagte Martin Endress, in der Geschäftsführung von Eon Deutschland für das Kundengeschäft verantwortlich, dieser Redaktion. Sie investierten besonders häufig in Technologien, die Energiekosten und CO₂-Ausstoß senkten. „So prägt die Energiewende im eigenen Zuhause bereits heute die nächste Generation.“

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Auch bei geplanten Investitionen liegen Familien vorn. Fast jede zweite Familie ohne Photovoltaikanlage (46 Prozent) plant nach eigenen Angaben, erstmals eine Solaranlage anzuschaffen. Das sind zwölf Prozentpunkte mehr als bei Hausbesitzern ohne Kinder. Ein Viertel der Familien (25 Prozent) möchte zudem ein Elektroauto kaufen. In der Vergleichsgruppe sind es lediglich 15 Prozent. Jede fünfte Familie (20 Prozent) plant darüber hinaus den Einbau einer Wärmepumpe – fast doppelt so viele wie unter kinderlosen Hausbesitzern (11 Prozent).

Familien zeigen sich auch offen dafür, in neue Stromtarife zu wechseln

Offen zeigen sich Familien auch für neue Stromtarife. Knapp jede vierte Familie (24 Prozent) kann sich einen Wechsel zu einem dynamischen Stromtarif vorstellen. Dabei orientiert sich der Strompreis an den Börsenpreisen und verändert sich je nach Angebot und Nachfrage im Viertelstundentakt. Noch größer ist das Interesse an Festpreistarifen mit intelligentem Energiemanagement. Mehr als jede dritte Familie (36 Prozent) würde nach eigenen Angaben auf einen solchen Tarif wechseln, bei dem der Energieversorger den Stromverbrauch von Wärmepumpe, Batteriespeicher oder Elektroauto automatisch in günstige Zeiten verlagert und das Risiko schwankender Strompreise übernimmt. Bei beiden Tarifmodellen liegen Familien jeweils vor Haushalten ohne Kinder.

Für die repräsentative Umfrage befragte Statista im Auftrag von Eon bundesweit 2000 Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer.