Umkämpfte „Battlegrounds“ bei den Midterms 2026: Diese Bezirke entscheiden die US-Zwischenwahlen

Stand: 22.10.2026, 08:20 Uhr

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Freiheitsstatue und US-Flagge

Bei den Midterms könnten sich die Machtverhältnisse in der US-Politik massiv verschieben. © Collage: Ippen.Media | Foto: Tom Weller / picture alliance / dpa

Bei den Midterms 2026 zeichnet sich ein enges Rennen zwischen Republikanern und Demokraten um die Mehrheit im US-Kongress ab. Ein Blick auf die umkämpften „Battlegrounds“.

Washington, D.C. – Anfang November stimmen rund 250 Millionen Wahlberechtigte über einen neuen US-Kongress ab. Bei den Midterms werden beide Kammern, der Senat und das Repräsentantenhaus, gewählt. Ein Begriff, der primär durch US-Wahlen geprägt wurde, aber auch bei den Midterms mittlerweile relevant ist, ist „Battleground“. Damit sind besonders umkämpfte Gebiete in den USA gemeint, die besonders großen Einfluss auf den Ausgang der Wahl haben. Bei den Präsidentschaftswahlen bezieht sich das in der Regel auf komplette Bundesstaaten, bei den Midterms hingegen auf Wahlbezirke.

„Battleground Districts“ und „Senate Battlegrounds“ bei den Midterms 2026

Im Repräsentantenhaus sind sogenannte Distrikte wichtig. In abgewandelter Form werden die „Battlegrounds“ deshalb auch „Battleground Districts“ genannt. Der Gegenpart beim Senat wird als „Senate Battlegrounds“ bezeichnet.

Senatswahl bei den Midterms 2026 – Wo es knapp wird

Im Senat müssen die Demokraten 13 Sitze verteidigen, die Republikaner hingegen 22 Sitze. Für die Mehrheit benötigen die Demokraten vier weitere Sitze. Umfragen zu den Midterms sehen die Demokraten im Senat derzeit vorn. Folgende Tabelle zeigt die zwölf umkämpftesten Staaten bei der Wahl des US-Senats bei den Midterms 2026:

US-BundesstaatBisheriger Sitz
AlaskaRepublikaner
IowaRepublikaner
MaineRepublikaner
MontanaRepublikaner
NebraskaRepublikaner
North CarolinaRepublikaner
OhioRepublikaner
TexasRepublikaner
GeorgiaDemokraten
New HampshireDemokraten
MichiganDemokraten

Ein spannendes Beispiel ist der US-Bundesstaat Texas: Die Wahl dort könnte über die Mehrheitsverhältnisse im US-Senat entscheiden. Präsident Donald Trump reiste bereits mehrfach dorthin, um den Republikaner-Kandidaten zu unterstützen. In aktuellen Umfragen aus Texas liegt jedoch sein Konkurrent vorn.

Midterms in den USA: Die „Battlegrounds“ bei der Wahl zum Repräsentantenhaus

Ähnlich wie im Senat, sehen aktuelle Umfragen vor den Midterms Anfang November die Demokraten im Vergleich mit den Republikanern auch im Repräsentantenhaus vorn. Wie bereits erwähnt, sind bei der Wahl zum US-Repräsentantenhaus „Districts“ von zentraler Bedeutung. Die überparteiliche Nonprofit-Organisation Ballotpedia nennt insgesamt 50 umkämpfte Distrikte für die Midterms 2026. Die folgende Tabelle zeigt sie:

US-BundesstaatWahlbezirk
ArizonaWahl zum 1. Kongresswahlbezirk
ArizonaWahl zum 6. Kongresswahlbezirk
KalifornienWahl zum 4. Kongresswahlbezirk
KalifornienWahl zum 7. Kongresswahlbezirk
KalifornienWahl zum 11. Kongresswahlbezirk
KalifornienWahl zum 13. Kongresswahlbezirk
KalifornienWahl zum 22. Kongresswahlbezirk
KalifornienWahl zum 34. Kongresswahlbezirk
KalifornienWahl zum 40. Kongresswahlbezirk
KalifornienWahl zum 41. Kongresswahlbezirk
KalifornienWahl zum 45. Kongresswahlbezirk
KalifornienWahl zum 48. Kongresswahlbezirk
ColoradoWahl zum 5. Kongresswahlbezirk
ColoradoWahl zum 8. Kongresswahlbezirk
FloridaWahl zum 14. Kongresswahlbezirk
FloridaWahl zum 22. Kongresswahlbezirk
FloridaWahl zum 25. Kongresswahlbezirk
IllinoisWahl zum 4. Kongresswahlbezirk
IowaWahl zum 1. Kongresswahlbezirk
IowaWahl zum 3. Kongresswahlbezirk
MaineWahl zum 2. Kongresswahlbezirk
MichiganWahl zum 7. Kongresswahlbezirk
MichiganWahl zum 8. Kongresswahlbezirk
MichiganWahl zum 10. Kongresswahlbezirk
MontanaWahl zum 1. Kongresswahlbezirk
NebraskaWahl zum 2. Kongresswahlbezirk
NevadaWahl zum 1. Kongresswahlbezirk
NevadaWahl zum 3. Kongresswahlbezirk
New HampshireWahl zum 1. Kongresswahlbezirk
New JerseyWahl zum 7. Kongresswahlbezirk
New JerseyWahl zum 9. Kongresswahlbezirk
New MexicoWahl zum 2. Kongresswahlbezirk
New YorkWahl zum 3. Kongresswahlbezirk
New YorkWahl zum 4. Kongresswahlbezirk
New YorkWahl zum 17. Kongresswahlbezirk
New YorkWahl zum 19. Kongresswahlbezirk
North CarolinaWahl zum 1. Kongresswahlbezirk
North CarolinaWahl zum 11. Kongresswahlbezirk
OhioWahl zum 7. Kongresswahlbezirk
OhioWahl zum 9. Kongresswahlbezirk
PennsylvaniaWahl zum 7. Kongresswahlbezirk
PennsylvaniaWahl zum 8. Kongresswahlbezirk
PennsylvaniaWahl zum 10. Kongresswahlbezirk
TexasWahl zum 15. Kongresswahlbezirk
TexasWahl zum 28. Kongresswahlbezirk
TexasWahl zum 34. Kongresswahlbezirk
VirginiaWahl zum 2. Kongresswahlbezirk
VirginiaWahl zum 7. Kongresswahlbezirk
WashingtonWahl zum 3. Kongresswahlbezirk
WisconsinWahl zum 3. Kongresswahlbezirk

Die Umfragen vor den Midterms 2026 zeigen derzeit noch keine klare Trendprognose. Es zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Demokraten und Republikanern ab. Derweil sinken Trumps persönliche Umfragewerte auf neue Tiefststände. Der US-Präsident schwenkte, unter anderem deshalb, bei seiner Meinung zur Briefwahl um.

Wann erste Ergebnisse der Midterms 2026 erwartet werden

Der „Wahlabend“ selbst dürfte sich in die Länge ziehen, es wird in insgesamt sechs Zeitzonen am 3. November gewählt: Erste Prognosen und Hochrechnungen für die Ergebnisse der Midterms werden in den Morgenstunden des 4. November erwartet (hier finden Sie den kompletten Zeitplan für die US‑Zwischenwahlen). (Quellen: CNN, ZDF, Ballotpedia, AFP, eigene Recherche) (tu)