„Nein, der kriegt’s nicht“: Jonas Urbig erteilt Manuel Neuer nach DFB-Debüt eine Absage

Urbig verrät besondere Motivation vor seinem DFB-Debüt

Stand: 02.10.2026, 18:37 Uhr

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Der erste Einsatz im deutschen Tor ist geglückt. Doch bereits vor Anpfiff freute sich DFB-Torhüter Jonas Urbig besonders über eine Nachricht.

München – Jonas Urbig hat sein erstes Länderspiel für die deutsche Nationalmannschaft gefeiert. Beim 2:0-Sieg gegen Serbien in der Nations League stand der 23‑jährige Bayern-Keeper in der heimischen Allianz Arena im Tor und hielt dieses auch souverän sauber. Vor Anpfiff gab es sogar etwas Zusatzmotivation aus den eigenen Reihen.

Jonas Urbig im DFB-Tor

Jonas Urbig behielt gegen Serbien eine weiße Weste im DFB-Tor. © picture alliance/dpa | Christian Charisius

Denn vor dem Spiel meldete sich sein Teamkollege Manuel Neuer bei ihm – mit einer persönlichen Nachricht. Auch Bayerns dritter Torwart, Sven Ulreich, schickte freundliche Worte. „Der Manu und der Ulle haben mir beide vor dem Spiel geschrieben und mir viel Erfolg gewünscht und dass sie sich sehr freuen, dass ich debütieren darf“, sagte Urbig nach der Partie. „Über die Nachrichten habe ich mich sehr gefreut.“

Bayerns Urbig feiert DFB-Debüt

Damit hatte Urbig bereits vor dem Anpfiff Rückendeckung aus München erhalten. Die Geste kam für Urbig aber nicht völlig überraschend. Schon auf der Abschlusspressekonferenz vor dem Spiel hatte er angedeutet, dass er mit einer Nachricht rechne. „Wir sind grundsätzlich immer in einem sehr guten Austausch“, sagte Urbig über sein Verhältnis zu Neuer. „Ich denke, dass er mir morgen vielleicht noch eine Nachricht schreiben wird.“

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Neuer folgte dieser Erwartung. Für Urbig ist das Verhältnis zu seinem Stammtorhüter beim FC Bayern mehr als nur kollegial. Er nennt Neuer als wichtige Bezugsperson für seine Entwicklung. Was er sich von ihm abgeschaut habe? „Die Überzeugung in die eigenen Fähigkeiten und dieses stetige Vorwärtskommen und Verbessern wollen.“

Beim FC Bayern gibt Urbig hinter Neuer die Nummer zwei. Dennoch hat er seit seinem Wechsel vor 1,5 Jahren bereits fast 40 Spiele für den deutschen Rekordmeister bestritten. Immer mal wieder bekommt der Youngster den Vorzug vor dem Altmeister und wird von Vincent Kompany langsam aufgebaut. Bundestrainer Jürgen Klopp stellte damit also nicht nur den Neuer-Vertreter, sondern perspektivisch wohl auch den Neuer-Nachfolger beim FC Bayern ins DFB-Tor.

Das Spiel selbst verlief für Urbig ruhig. Deutschland kontrollierte die Partie über weite Strecken. Serbien forderte den Debütanten kaum ernsthaft. Urbig blieb ohne Gegentor und feierte als 997. Spieler überhaupt ein gelungenes Debüt für die deutsche A-Nationalmannschaft. Auf die Frage, ob er Neuer sein erstes Deutschland-Trikot schenken wolle, antwortete er lachend: „Nein, der kriegt‘s nicht.“ Der Weltmeister von 2014 wird’s wohl verkraften können.

Ob Urbig nach seinem DFB-Einstand auch in der letzten Nations-League-Begegnung der XXL-Länderspielpause – bei der Revanche in Thessaloniki gegen Griechenland – im Tor steht, ist noch offen. Zum erweiterten Torwart-Aufgebot gehören außerdem Noah Atubolu von Eintracht Frankfurt sowie Finn Dahmen vom FC Augsburg. (hbr)