Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Nach Klagen über Missstände: US-Flugzeugträger wird abgelöst
Weniger Impfempfehlungen: WHO kritisiert USA scharf
Klage gegen Trump wegen Premium-Zugang zu Truth-Social-Posts
Medien: USA zweifelten an iranischer Bedrohung für Trump
Hegseth: Kolumbien stimmt gemeinsamen Militäreinsätzen zu
Gericht weist Antisemitismus-Klage der Trump-Regierung gegen Harvard ab
Richter Richard G. Stearns vom US-Bezirksgericht in Massachusetts hat eine Klage wegen Antisemitismus gegen die Harvard-Universität abgewiesen und damit den Bemühungen der Trump-Regierung, die Universität zu einem Vergleich zu zwingen, einen Rückschlag versetzt. Das berichtet die New York Times.
Der Richter gab dem Antrag von Harvard auf Abweisung der Klage statt und erklärte, die in der Klage der Regierung angeführten antisemitischen Vorfälle seien „zu vereinzelt und episodisch“, um einen Verstoß Harvards gegen das Gesetz nachzuweisen.
Der Konflikt ist Teil einer größeren Auseinandersetzung zwischen der Trump-Regierung und mehreren Spitzenuniversitäten. Das Weiße Haus wirft Teilen der Hochschullandschaft eine linksliberale Ausrichtung sowie unzureichende Maßnahmen gegen Antisemitismus vor. Harvard war dabei besonders unter Druck geraten. Der Universität waren zeitweise staatliche Forschungsgelder entzogen worden.
Lorenz Zeck
Kennedy Center möchte Trumps Namen an Fassade anbringen
Der Vorstand des John F. Kennedy Centers hat laut einem Bericht der New York Times beschlossen, den Namen von Präsident Trump unterhalb des Hauptschilds am Gebäude anzubringen. Erst im Juni wurden die Großbuchstaben „Donald J. Trump and“ über der Zeile „John F. Kennedy Center for the Performing Arts" an der Fassade auf richterliche Anordnung hin abgebaut. Nun soll der Schriftzug “Restored and Renovated by President Donald J. Trump.” unter dem Namen des Centers stehen. Laut der New York Times fordert der trumpfreundliche Vorstand mit dem Vorgehen die Anordnung eines Bundesrichters offen heraus.
Weniger Impfempfehlungen: WHO kritisiert USA scharf
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) reagiert mit Sorge und scharfer Kritik auf die Kinderimpf-Politik der US-Regierung. US-Präsident Donald Trump verfügte zuletzt in einem Dekret, die Zahl der empfohlenen Impfungen zu reduzieren. Außerdem fordert er die Aufteilung von Kombi-Impfungen auf mehrere Arztbesuche. Dies stehe „nicht im Einklang mit dem Stand der Wissenschaft“, konterte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.
„Impfpolitik sollte sich an einer fundierten, unabhängigen und transparenten Bewertung des besten verfügbaren Kenntnisstandes orientieren und nicht an politischer Einflussnahme“, forderte Tedros in einer Pressekonferenz. Die aktuelle Beweislage sei eindeutig: Impfstoffe - einschließlich des MMR-Impfstoffs gegen Masern, Mumps und Röteln - seien sicher, so Tedros. Die Präparate würden keinen Autismus verursachen, betonte er. Trump hatte seinen neuen Kurs erneut in einen Zusammenhang mit der stark gestiegenen Zahl von Autismus-Diagnosen gestellt.
WHO-Fachleute wiesen darauf hin, dass mit der MMR-Kombinationsimpfung auf einfache Weise viele Kinder geschützt würden. Die Aufteilung auf mehrere Stiche und Termine würde hingegen den Aufwand für Eltern erhöhen. Dies könne dazu führen, dass Kinder nicht alle Teilimpfungen erhielten und steigere das Krankheits- und Sterberisiko, warnten sie. „Das geht genau in die falsche Richtung“, sagte WHO-Chefwissenschaftlerin Kate O'Brien über die US-Politik.
Klage gegen Trump wegen Premium-Zugang zu Truth-Social-Posts
US-Präsident Donald Trump ist wegen des kostenpflichtigen Schnellzugangs zu seinen Beiträgen auf der Plattform Truth Social verklagt worden. Zwei Medienorganisationen werfen Trump vor, zahlenden Kunden bevorzugten Zugang zu offiziellen Regierungsinformationen zu verschaffen und damit gegen die US-Verfassung zu verstoßen, wie aus der Klageschrift hervorgeht.
Die Truth-Social-Mutter TMTG bewarb das Produkt als B2B-Datenfeed, der Truth-Social-Beiträge innerhalb von „Millisekunden an unsere Kunden“ übermittelt. Kürzlich erst hatte der amtierende Chef der TMTG, Kevin McGurn, erklärt, Truth Social habe bereits mehr als zehn Kunden für den umstrittenen Schnellzugang gewonnen. Dabei soll es sich größtenteils um Firmen handeln, die auf superschnellen Handel an Börsen und Finanzmärkten spezialisiert sind. Sie zahlen dafür meist zwischen 60 000 und 100 000 US-Dollar pro Monat (etwa 52 000 bis 86 600 Euro). Man sei in Gesprächen mit weiteren potenziellen Kunden etwa aus dem KI-Bereich.
Trump nutzt Truth Social routinemäßig für wichtige Ankündigungen - etwa zu Zöllen oder militärischen Konflikten. Ein früherer Zugang zu solchen Beiträgen bei dem Online-Netzwerk kann für Investoren ein Marktvorteil sein. Der Plan, den Schnellzugang zu Posts von Trump und anderen wichtigen Nutzern unter dem Namen Truth API zu vermarkten, löste deswegen zum Teil heftige Kritik in den USA aus. Auch der bereits in Medienberichten genannte Preis von bis zu 100 000 Dollar monatlich trug dazu bei.
Das Modell sei zutiefst korrupt, verfassungswidrig und schade den Klägern etwa durch verzögerten Zugang, hieß es in dem Gerichtsdokument, das im Namen von „The Intercept Media“ und „Freedom of the Press Foundation“ eingereicht wurde.
Medien: USA zweifelten an iranischer Bedrohung für Trump
Die USA haben Medienberichten zufolge Zweifel an einer iranischen Bedrohung für US-Präsident Donald Trump gehabt, sich aber dennoch für das Täuschungsmanöver auf seinem Heimweg vom Nato-Gipfel in der Türkei entschieden. Die Washington Post und das Wall Street Journal berichteten, Israel habe den USA Geheimdienstinformationen übermittelt, nach denen Iran Trumps Leben bedrohe.
Mitarbeiter des US-Auslandsgeheimdienstes CIA hätten diese als nicht überzeugend einstuft, berichtet die Washington Post unter Berufung auf aktuelle und ehemalige US-Beamte, die mit den Geheimdienstinformationen vertraut sind. Laut Wall Street Journal hatte Israel Informationen dazu gesammelt, dass iranische Stellvertreter darüber sprachen, Trump während seines Aufenthalts in der Türkei zu töten. Die Informationen seien vage gewesen und von vielen Mitarbeitern Trumps nicht als vollständig glaubwürdig eingestuft worden, zitiert die Zeitung Regierungsbeamte.
Einige vermuteten demnach, dass Israel versucht habe, Trump dazu zu bewegen, den Iran-Krieg zu eskalieren. Auch die Washington Post zitiert einen aktuellen und einen ehemaligen US-Beamten mit der Aussage, manche US-Geheimdienstmitarbeiter hätten in der Warnung vor Bedrohungen für Trump weniger eine Informationsweitergabe Israels als vielmehr den Versuch gesehen, Einfluss auf die US-Politik in der Region zu nehmen.
Nach Informationen des Wall Street Journal sammelten die USA kurz darauf ihre eigenen Geheimdienstinformationen über die mögliche Bedrohung. Konkret ging es dabei demnach um das Szenario, dass iranische Vertreter bei Trumps Abflug aus Ankara eine schultergestützte Rakete auf sein Flugzeug hätten abfeuern können. US-Beamte hätten jedoch Zweifel an der angeblichen Verschwörung gehegt. Letztlich habe der Secret Service aber kein Risiko eingehen wollen und sich daher für das Täuschungsmanöver entschieden, berichten beide US-Medien übereinstimmend.
Mehr über das Täuschungsmanöver lesen Sie hier:
Hegseth: Kolumbien stimmt gemeinsamen Militäreinsätzen zu
Kolumbien hat nach US-Angaben gemeinsamen Militäreinsätzen der beiden Staaten zur Bekämpfung des Drogenhandels zugestimmt. Das südamerikanische Land habe die USA gebeten, sich dem „Kampf gegen den Drogenterrorismus anzuschließen und gemeinsame Militäreinsätze zur Zerschlagung terroristischer Netzwerke genehmigt“, erklärte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth.
Kolumbien sei als 19. Land einem US-geführten Bündnis für den Kampf gegen die Drogenkartelle (A3C) beigetreten, sagte Hegseth bei einem Treffen der Partnerstaaten in Panama-Stadt. Hegseth brüstete sich mit dem geplanten militärischen Vorgehen gegen Drogenkartelle: „Wir tun schlechten Menschen Schlechtes an.“ Vor Soldaten sprechend, fügte er hinzu, man werde „sehr fähig sein, gegen Drogenkartelle und als terroristisch eingestufte Organisationen Gewalt auszuüben».
Kolumbien wird seit wenigen Tagen vom rechten Staatschef Abelardo de la Espriella regiert, den US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf unterstützt hatte. Der kolumbianische Verteidigungsminister Jorge Mora bestätigte auf der Plattform X die Unterzeichnung eines bilateralen Abkommens mit den USA. Dieses solle dazu beitragen, „die operative Wirksamkeit im Kampf gegen die terroristischen und kriminellen Organisationen zu steigern“. Mora würdigte zudem „die positive Reaktion der USA auf die Einladung von Präsident de la Espriella, die Planung, Koordinierung und Ausführung von Einsätzen gegen gemeinsame Bedrohungen zu vertiefen“.
US-Behörde ICE plant Kauf von Elektroschock-Handschuhen
Die umstrittene US-Einwanderungsbehörde ICE plant die Anschaffung von Elektroschock-Handschuhen. Diese sollten als „Deeskalationsgeräte“ eingesetzt werden, hieß es in einer entsprechenden Bekanntmachung des Heimatschutzministeriums. Für den Kauf seien zehn bis 20 Millionen US-Dollar (etwa 8,7 bis 17,3 Mio. Euro) eingeplant, bis Ende März 2027 solle die Anschaffung abgeschlossen sein.
Mit der Neuanschaffung solle sichergestellt werden, dass die Einsatzkräfte „über die notwendigen Mittel und Ausrüstungen verfügen, um kriminelle, illegal eingereiste Ausländer sicher festzunehmen und aus unserem Land abzuschieben“, zitierten Medien einen Sprecher des Heimatschutzministeriums. Die Vorgehensweise von ICE-Mitarbeitern hat in der Vergangenheit immer wieder für Kritik gesorgt.
Die Handschuhe mit dem Akronym G.L.O.V.E. („Generated Low Output Voltage Emitter“) werden nach Herstellerangaben über einen Tastendruck aktiviert und geben beim Anfassen von Personen Elektroschocks ab. Die Bekanntmachung ließ offen, unter welchen konkreten Bedingungen sie eingesetzt werden sollen.
Die New Yorker Gouverneurin Kathy Hochul und die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates, Letitia James, beide Demokratinnen, kritisierten die Pläne. James sagte: „Wir prüfen die Ausschreibung noch, aber sie scheint willkürlich – und sachlich nicht gerechtfertigt zu sein. Sie scheint gegen eine Reihe von Gesetzen zu verstoßen, und auch gegen unsere Verfassung.“ Hochul gab zu bedenken: „Auf den ersten Blick erscheint es als Verletzung der Bürgerrechte, einer Person einen derartigen körperlichen Schaden zuzufügen – unabhängig davon, worin das Vergehen bestehen mag.“
Bereits Mitte Juli hatte ICE für Aufsehen gesorgt, als ein Plan zur Anschaffung von Bodycams bekanntgegeben wurde. Auch hierfür wurde ein Budget von zehn bis 20 Millionen US-Dollar eingeplant. Zwar sollen die Kameras, die am Körper der Einsatzkräfte befestigt werden, ihre Vorgehensweisen bei Einsätzen dokumentieren. Kritiker stellten allerdings infrage, ob das Heimatschutzministerium in für Agenten brisanten Fällen tatsächlich das Videomaterial veröffentlichen würde.
US-Militärhubschrauber stürzt in Texas ab – zwei Tote
Ein Hubschrauber des US-Militärs ist in Texas abgestürzt. Die zwei Piloten an Bord kamen dabei ums Leben, wie der US-Sender CNN und lokale Nachrichtensender übereinstimmend unter Berufung auf die zuständige Polizeibehörde berichteten. Der Absturz des Apache-Hubschraubers ereignete sich demnach in der Nähe des Militärstützpunkts Fort Hood der US-Landstreitkräfte auf einem Feld nahe der Ortschaft Salado, wo der Crash einen Flächenbrand auslöste.
Warum der Hubschrauber verunglückte, ist noch unklar. Der Militärstützpunkt Fort Hood bestätigte den Absturz in einer Stellungnahme, ohne Bezug auf die Todesopfer zu nehmen. "Unsere Gedanken sind mit der Crew und ihren Familien, während wir auf weitere Informationen warten", sagte der kommissarische kommandierende General, Ethan Diven, laut der Mitteilung. Das Pentagon äußerte sich nicht zu dem Absturz.
Trump: Sprecherin Leavitt hört zum Monatsende auf
US-Präsident Donald Trump hat den Abgang seiner Sprecherin Karoline Leavitt zum Ende des Monats verkündet. Sie werde dann mehr Zeit haben, sich um ihre kleinen Kinder und um ihre Familie zu kümmern, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social zur Begründung.
Nach Darstellung Trumps habe sich Leavitt für diesen Schritt entschieden, den er „voll und ganz“ verstehe und respektiere, hieß es weiter. Wer auf sie folgt, ist bisher nicht bekannt. Leavitt werde nun zu einer seiner „wichtigsten externen Beraterinnen und eine einflussreiche Stimme“ innerhalb der republikanischen Partei, schrieb Trump weiter. Die 28-Jährige war die bisher jüngste Präsidenten-Sprecherin in der US-Geschichte.
Leavitt brachte Anfang Mai ihr zweites Kind zur Welt. Nach der Geburt ihrer Tochter kehrte sie zunächst wieder zu ihrer Arbeit als Trump-Sprecherin zurück. Die gläubige Christin ist für ihre Scharfzüngigkeit in Pressekonferenzen im Weißen Haus bekannt. Medien rügte und attackierte sie regelmäßig und beschuldigte Redaktionen, Falschnachrichten zu verbreiten. Die Politik des US-Präsidenten verteidigte sie eisern.
(Text: Januar 2026)
US-Medien: Konkrete Bedrohung durch Rakete Grund für Trumps Täuschungsmanöver
Die Bedrohung durch eine Rakete soll laut US-Medien der Grund für das Täuschungsmanöver auf dem Rückflug von US-Präsident Donald Trump vom Nato-Gipfel in der Türkei gewesen sein. Der Fernsehsender CNN berichtete unter Berufung auf einen Informanten von einer konkreten Bedrohung durch eine schultergestützte Rakete, die New York Times berichtete unter Hinweis auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen von einer konkreten Bedrohung durch eine Boden-Luft-Rakete gegen die Präsidentenmaschine Air Force One. Zudem sei in der Nähe des Nato-Gipfels eine Person mit einer schultergestützten Rakete gesichtet worden.
Laut CNN befürchteten die Beamten, dass der US-Präsident in höchster Gefahr sei. So habe Iran „offenbar detaillierte Informationen über Trumps Aufenthalt in der Türkei“ gehabt. Den Informationen der New York Times zufolge wusste Teheran zudem „genau, wo sich Trump in Ankara aufhielt, einschließlich des Stockwerks.“
Die Washington Post hatte am Montag (Ortszeit) enthüllt, dass das Weiße Haus im Juli nach dem Nato-Gipfel nur vorgetäuscht hatte, dass Trump mit einer Regierungsmaschine aus Ankara abgeflogen war. Der 80-Jährige stieg dort vor laufenden Kameras in die Regierungsmaschine ein, stieg dann unbemerkt in einen seitlich an dem Flugzeug platzierten Catering-Container. Dessen Laster brachte ihn auf dem Flughafen inkognito zu einem kleineren US-Militärflugzeug, mit dem er nach Großbritannien flog.
Schwester von verstorbenen Senator Lindsey Graham liegt bei republikanischer Vorwahl vorn
Bei innerparteilichen Vorwahlen im US-Bundesstaat South Caroline ist die Schwester des verstorbenen Senators Lindsey Graham in die Stichwahl eingezogen. Darline Graham erreichte mit etwa 33 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis aller Kandidaten. Keiner der zehn Kandidaten bekam die nötige absolute Mehrheit von 50 Prozent.
Die 62-jährige Graham, die bis zum vergangenen Monat nie für ein Wahlamt kandidiert oder ein solches bekleidet hatte, war in den Senat berufen worden, nachdem ihr Bruder, der langjährige Senator Lindsey Graham, im letzten Monat verstorben war. Graham war von Präsident Trump unterstützt worden. Kritiker sprachen von dem Versuch einer „Krönung“ allein aufgrund des bekannten Namens.
Als politische Quereinsteigerin versuchte Darline Graham rasch, sich den republikanischen Wählern sowohl als Verbündete Trumps als auch als Außenseiterin zu präsentieren, die mit den Sorgen der Wähler in South Carolina vertraut ist. „Ich bin keine Politikerin. Ich bin keine Millionärin. Ich verstehe die alltäglichen Nöte amerikanischer Familien“, sagte sie. Sie sprach sich für konservative Positionen in den Bereichen Einwanderung, Gender-Fragen, Iran-Konflikt und Waffenrechte aus.
Die Siegerin oder der Sieger der Stichwahl wird bei der Kongresswahl am 3. November gegen die demokratische Kandidatin Annie Andrews um einen der Senatorensitze für den Bundesstaat konkurrieren. Die Ergebnisse in South Carolina, Minnesota, Wisconsin und Alabama gelten als wichtiger Test für den Einfluss von Präsident Donald Trump auf die Republikanische Partei und zeigen zugleich die tiefen Gräben innerhalb der Demokraten.
Trump zu Täuschungsmanöver: Habe auf Secret Service gehört
Das Täuschungsmanöver auf dem Rückflug von US-Präsident Donald Trump aus der Türkei ist seinen Angaben zufolge auf Weisung seiner Personenschützer erfolgt. Er richte sich nach deren Vorgaben, sagte der Republikaner auf Nachfragen von Reportern. „Das liegt allein beim Secret Service.“ Das gelte auch für das Militär. „Ich tue, was sie sagen.“ Der Secret Service ist unter anderem für die Sicherheit des Präsidenten zuständig.
Zum Hintergrund der Entscheidung machte Trump keine genauen Angaben. Er sagte: „Ich nehme an, dass es eine Bedrohung gab.“ Er habe nicht weiter nachgefragt. Zugleich schien der Präsident bemüht, dem Fall keine große Bedeutung beizumessen: „Ich bekomme viele Drohungen.“ Er ergänzte: „Jeder Präsident, der etwas bewirkt, ist mit zahlreichen Drohungen konfrontiert. Präsidenten, die nichts bewirken, bekommen keine Drohungen.“ Der Grund für das ungewöhnliche Täuschungsmanöver soll eine konkrete, von Iran ausgehende Bedrohung gewesen sein.
Mehr zu Trumps Flucht im Catering-Container lesen Sie hier:
US-Kampfjets fangen Flugzeug bei Trump-Besuch in Ohio ab
Ein Flugzeug ist im US-Bundesstaat Ohio bei einem Besuch von US-Präsident Donald Trump in eine temporäre Flugverbotszone eingedrungen. Kampfflugzeuge vom Typ F-16 hätten das zivile Flugzeug abgefangen und es sicher aus dem gesperrten Luftraum eskortiert, teilte das zuständige Militärkommando (Norad) mit. Dabei seien auch Leuchtraketen eingesetzt worden, um die Aufmerksamkeit des Piloten zu erlangen. Trump hatte am Dienstagabend in Ohio im Ort Geneva ein Sportevent besucht.
Zum Schutz des US-Präsidenten werden an seinen Aufenthaltsorten häufig zeitlich befristete Sperrzonen für den Flugverkehr verhängt. Dabei gibt es gelegentlich auch Zwischenfälle, meist eher mit kleineren Flugzeugen.
Gericht stoppt Trumps Briefwahl-Pläne im ganzen Land
Weniger als drei Monate vor der Parlamentswahl in den USA hat eine Bundesrichterin die Pläne von Präsident Donald Trump zur Verschärfung der Briefwahlregeln vorläufig blockiert – mit bundesweiter Wirkung. Das Gericht in Boston weitete ein bisher vorläufiges Verbot der geplanten Regeln von bislang 23 auf alle 50 Bundesstaaten aus, wie aus der einstweiligen Verfügung hervorgeht. Außerdem sprach es der Regierung das Recht ab, Wahlen zu regulieren.
Trump will sein Vorhaben noch vor den Kongresswahlen im November durchsetzen. Während er die geplanten Änderungen damit begründet, angeblichen Wahlbetrug verhindern zu wollen, vermuten Kritiker als Motiv eher eine gezielte Benachteiligung der demokratischen Wählerklientel. Das letzte Wort in der Sache wird der Supreme Court haben: Das Justizministerium hatte sich jüngst per Eilantrag an den Obersten Gerichtshof gewandt, um grünes Licht für die umfassenden Änderungen im Wahlrecht zu bekommen.
Trump hatte Ende März verfügt, dass der US-Postdienst USPS Briefwahlunterlagen nur noch an Personen übermitteln soll, die auf einer von den Bundesstaaten erstellten Liste stehen. Der Postdienst würde damit vom reinen Zusteller der Wahlunterlagen zu einem Kontrolleur im Wahlverfahren. Genaue Regeln sollten noch ausgearbeitet werden. Das Gericht untersagte USPS in der einstweiligen Verfügung, Trumps Anordnung umzusetzen.
Die Richterin in Boston betonte, dass der Status quo für die Wahl aufrechterhalten bleiben müsse. Es bliebe immer weniger Zeit, Wähler aufzuklären, wie sich die Regelverschärfung auf sie auswirken könnte, wenn sie per Briefwahl abstimmen wollen. Trumps Anordnung stifte Verwirrung, es drohe Chaos. Geklagt hatten überparteiliche Organisationen, die nach eigenen Angaben die Wahlbeteiligung steigern wollen.
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