Wann darf ich mit dem Velo auf der Busspur fahren?

Pro Velo ist der nationale Dachverband für die Interessen der Velofahrenden in der Schweiz. Für Blick beantwortet Pro Velo regelmässig Leserfragen rund ums Thema Velofahren.

Publiziert: 06:00 Uhr

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • Velos dürfen Busspuren nutzen, wenn Signalisation oder Markierung dies erlaubt
  • Auch schnelle Elektrovelos sind ohne speziellen Hinweis auf Busspuren erlaubt
  • Velofahrer sollten auf Gelb markierten Busspuren Vorsicht und Rücksicht walten lassen

Pro-Velo-Experten-Team

Darf ich mit dem Velo auf der Busspur fahren, auch wenn dort kein Velosymbol aufgemalt ist?
G. Spirig, per Mail 

Velos dürfen auf Busspuren fahren, sofern es entsprechend signalisiert oder aufgemalt ist. Busspuren sind gelb markierte Fahrstreifen, die mit dem Wort «BUS» gekennzeichnet sind. Manchmal steht am Anfang der Spur auch das blaue, runde Signal mit dem weissen Bus darin. Diese Spuren sind dem öffentlichen Busverkehr vorbehalten, können aber auch für andere Fahrzeugarten freigegeben werden, wie etwa Velos oder Taxis. Diese sind dann ebenfalls mit einem Symbol oder in Buchstaben aufgemalt oder beim Signal als «ausgenommen» vermerkt.

Wo Velos Busspuren befahren dürfen, gilt dies auch für langsame und schnelle Elektrovelos. Dies auch, wenn nicht ausdrücklich «Motorfahrräder gestattet» signalisiert beziehungsweise auf der Spur aufgemalt ist (auch interessant: neue Signale für Elektrovelos).

Damit sind Busspuren wertvolle Abschnitte im Velowegnetz, wo keine eigenen Velostreifen oder separaten Velowege möglich sind. Beim Nebeneinander von Bussen und Velos ist jedoch Vorsicht und Rücksicht geboten. So sollen bei Bushaltestellen stehende Busse nur vorsichtig überholt werden. Denn Buschauffeure sehen wegen des toten Winkels überholende Velos nicht immer gut. 

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