„Verrat“: Trump-Berater attackiert Medien nach Ausschluss aus dem Weißen Haus

Stand: 21.09.2026, 13:52 Uhr

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Trump schließt drei Medien aus – sein Berater verteidigt die Entscheidung.

Washington – US-Präsident Donald Trump und sein Team verschärfen den Konflikt mit großen Medienhäusern. Nachdem Trump CNN, MS NOW und Politico aus dem Weißen Haus ausgeschlossen hat, verteidigt sein Berater Peter Navarro den Schritt mit drastischen Worten: Negative Berichte über Trump, die Wirtschaft oder den Iran-Krieg seien teilweise „Verrat“.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.

Navarro äußerte sich am Samstag (19. September) im Podcast „War Room“ des früheren Trump-Beraters Steve Bannon. Medien, die aus seiner Sicht falsche negative Berichte über die Wirtschaft, Trumps Zölle oder den Krieg im Iran verbreiteten, bezeichnete der Trump-Berater teilweise als „Verrat“.

„Verrat“: Trump-Berater attackiert Medien nach Ausschluss aus dem Weißen Haus

Trump schließt drei Medien aus – sein Berater verteidigt die Entscheidung. © © IMAGO / ZUMA Press / Archivbild

Solche Berichte drückten die Stimmung und könnten sich dadurch selbst verstärken, erklärte Navarro. Er unterstellte den betreffenden Medien außerdem politische Absichten vor den Wahlen. „Sie wollen, dass das passiert. Sie wollen vor der Wahl eine schlechte Wirtschaft“, sagte er.

Reporter kommen nicht mehr ins Weiße Haus

Noch schärfer äußerte sich Navarro zur Berichterstattung über den Krieg: „Und was die Sicherheitsfrage angeht: Diese Leute handeln verräterisch. Ich meine, das ist so etwas wie: ‚Der Krieg läuft schlecht.‘ Was auch immer man von diesem Krieg hält – man sagt nichts, was anschließend sofort von den iranischen Medien aufgegriffen wird.“

Er verglich Trumps Vorgehen gegen Medien zudem mit Maßnahmen des früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln während des Bürgerkriegs.

Am Wochenende zeigte sich, dass Trumps Ankündigung unmittelbare Folgen hatte. Reporter von CNN, MS NOW und Politico wurden am Samstag am Weißen Haus abgewiesen. Ihre Presseausweise waren deaktiviert worden.

Trump spricht von „Fake News“

Trump hatte den Ausschluss der drei Medien bereits am Freitag auf seiner Plattform Truth Social angekündigt. CNN, MS NOW und Politico verbreiteten ständig „Fake News“, schrieb der Präsident. Medien dürften keine „Fiktion und Lügen“ über ihn, seine Regierung oder die USA verbreiten.

Auch gegenüber Reportern begründete Trump seine Entscheidung mit angeblich falscher Berichterstattung. CNN verbreite „einfach Fake News“, sagte er. Ähnlich äußerte er sich zu MS NOW und Politico. Zugleich deutete Trump an, dass weitere Medien ihren Zugang verlieren könnten.

In seinem Beitrag auf Truth Social griff Trump Politico außerdem wegen eines Abonnements der US-Regierung an. Unter seinem Vorgänger Joe Biden seien dafür acht Millionen Dollar gezahlt worden – umgerechnet rund 6,9 Millionen Euro –, schrieb der Präsident. Das Geld sei „illegal“ geflossen und habe Politico nach seiner Darstellung „am Leben halten“ sollen. „Das klingt für mich nach Korruption“, fügte Trump hinzu. Belege nannte er keine.

Medien kündigen Widerstand an

Die betroffenen Redaktionen widersprachen dem Vorgehen des Präsidenten. Politico-Chefredakteur Jonathan Greenberger erklärte, das Medium werde seine Rechte aus dem ersten Zusatzartikel zur US-Verfassung „entschlossen verteidigen“.

CNN kündigte ebenfalls an, sich durch den Ausschluss nicht davon abhalten zu lassen, Regierung und andere öffentliche Institutionen zu kontrollieren. MS NOW erklärte, alle notwendigen Schritte zum Schutz der Pressefreiheit prüfen zu wollen.

Trump hat bereits angedeutet, dass auch die New York Times und die Washington Post künftig vom Weißen Haus ausgeschlossen werden könnten. Quellen: The Huffington Post, Donald J. Trump / Truth Social, nif/red.