Stand: 12.08.2026, 19:07 Uhr
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Uslar – Auf dem Friedhof in Uslar wird jetzt auch ein Kolumbarium für Urnen als neue Bestattungsform angeboten. Die ersten Fächer sind bereits reserviert, eine Bestattung gab es jedoch noch nicht. Der Großteil ist frei, sagte gestern Pastor Max Apel auf Anfrage der Sollinger Allgemeinen. Die Elemente für das Kolumbarium wurden auf einem extra gepflasterten Platz im Halbrund von der evangelischen St.-Johannis-Kirchengemeinde als Eigentümerin des Friedhofs aufgestellt, die das jetzt auch in einer Broschüre zusammen mit allen anderen möglichen Bestattungsformen bewirbt.
Bei der Einweihung mit Andacht, Segen und Musik sagte Jürgen Sauthoff vom Kirchenvorstand und als Mitglied des Friedhofsausschusses, dass es unterirdische Kolumbarien schon im alten Rom gab. Er hat das Projekt maßgeblich betreut. Der lateinische Begriff „Kolumbarium“ bedeutet „Taubenschlag“, weil die Grabnischen der damaligen Zeit an einen solchen erinnerten. Mit einer Andacht und Segnung weihten Pastorin Astrid Jasper und Pastor Max Apel die Anlage ein. Apel sorgte mit Christina Gehrke und Walter Haffke zudem für die musikalische Begleitung.
Erste Überlegungen für diese Bestattungsform zur Erhöhung der Qualität des Friedhofs gab es im Kirchenvorstand schon 2023 angesichts vieler Urnenbestattungen. 2024 besichtigte der Kirchenvorstand bei seinem Konvent in Erfurt ein Kolumbarium, im Herbst 2025 wurden Angebote eingeholt und über die Gestaltung diskutiert. In diesem Frühjahr wurde das Projekt im oberen Bereich des Friedhofs realisiert. Mit zwei Bänken davor und einem Apfelbaum. Ausgeführt hat die Arbeiten die Firma von Mario Böhm aus Uslar. Gekostet hat das Kolumbarium rund 60.000 Euro.
Das neue Kolumbarium besteht aus fünf Urnenstelen mit 36 Urnenkammern. Jede Urnenkammer bietet Platz für zwei Urnen und kann somit auch als Doppelgrab genutzt werden. Die Urnenkammern können mit individuell gestaltbaren Verschlussplatten versehen werden und die Ruhezeit beträgt 15 Jahre.