„Viel Wind kommen muss …“ Alte Bauernregel wagt jetzt eine große Vorhersage
Stand: 20.09.2026, 07:00 Uhr
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Ein klarer Lostag, stürmische Böen und eine alte Vorhersage: Der Blick auf das Wetter der kommenden Woche fällt überraschend aus. Wie ist das einzuordnen?
Der kalendarische Sommer geht in seine letzten Tage, und vielerorts richtet sich der Blick bereits auf den Herbst. Noch können milde Nachmittage und klare Nächte für spätsommerliche Stimmung sorgen. Zugleich erinnern erste kräftige Schauer und böiger Wind daran, dass die ruhige Jahreszeit nicht überall angekommen ist. Genau in diese Übergangsphase fällt der Lostag des heiligen Mauritius. Eine alte Wetterregel verbindet sein Gedenkdatum mit einer auffälligen Aussicht auf das kommende Jahr.

Am 22. September wird des heiligen Mauritius gedacht. Für diesen Lostag sind mehrere Bauernregeln überliefert: „Klares Wetter an Mauritius, im nächsten Jahr viel Wind kommen muss.“ Eine weitere Fassung lautet: „Zeigt sich klar Mauritius, viele Stürm’ er bringen muss.“ Auch der Reim „Ist Sankt Mauritius hell und klar, stürmt der Winter, das ist wahr“ folgt derselben Idee.
Wetterregel am 22. September: Was sagt Mauritius voraus?
Ein klarer Himmel soll demnach auf viel Wind und Stürme im Folgejahr hindeuten. Solche Reime machen aus einer kurzen Beobachtung ein merkbares Jahreszeichen. Sie geben dem Übergang vom Sommer zum Herbst eine Bedeutung. Wichtig ist: Der Lostag beschreibt eine historisch gewachsene Erwartung, keine direkt überprüfte Wetterrechnung.
Die DWD-Prognose (Deutscher Wetterdienst) für Deutschland vom 20. bis 27. September beginnt wechselhaft. Im Norden werden Schauer, einzelne Gewitter und an den Küsten stürmische Böen erwartet. Am 22. September selbst soll sich das Wetter nach den unruhigeren Tagen bereits beruhigen: Nach Nebelauflösung wird es vielfach heiter und trocken. Die Höchstwerte liegen meist zwischen 17 und 24 Grad. Das ist eher ein freundlicher als ein flächendeckend stürmischer Eindruck. Regional bleibt der Wind aber deutlich spürbar.
Damit passt die Vorhersage nur in Teilen zum Mauritius-Spruch. Wind und einzelne stürmische Böen gehören vorwiegend im Norden und an der See zum Auftakt, während im Binnenland bald ruhigere Phasen folgen. Ein klarer Tag ist also möglich, aber nicht als Signal für ganz Deutschland. Aus Sicht der Regel könnte das dennoch als Vorzeichen für ein windreiches Jahr gelesen werden.
Wie solche Bauernregeln meteorologisch zu bewerten sind
Als verlässliches Wetterinstrument eignen sich einzelne Gedenktage natürlich nicht. Hinzu kommt, dass die Klimakrise historisch gewachsene Wettermuster zunehmend durcheinanderbringt. Dadurch haben alte Bauernregeln für heutige Wetterverläufe noch weniger Aussagekraft, auch wenn sie als Orientierung im Jahreslauf interessant bleiben. Passend zum Thema: Diese Bauernregel ist wissenschaftlich fundiert und lässt sich jeden Tag anwenden.
Wer war der heilige Mauritius?
Mauritius gilt in der kirchlichen Überlieferung als römischer Befehlshaber und Anführer der Thebäischen Legion. Der Überlieferung nach wurde er im 3. Jahrhundert bei Agaunum, dem heutigen Saint-Maurice in der Schweiz, getötet, nachdem er sich einer Christenverfolgung widersetzt haben soll.
Meteorologie betrachtet nicht nur einen einzelnen Lostag, sondern längere Zeiträume und statistische Zusammenhänge. Selbst seriöse Wetterprognosen reichen nur ungefähr zehn Tage voraus. Aus der Wetterlage am 22. September lassen sich daher keine belastbaren Rückschlüsse auf die Witterung ganzer Wochen und Monate ziehen. Für Reiselustige: Dieser Traumsee mit Trinkwasserqualität ist das Juwel eines ganzen Bundeslandes.