Viele entdecken erst jetzt, wozu dieses Plastikteil in der Waschmaschine dient

Stand: 07.10.2026, 13:50 Uhr

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Waschmaschine

Ein kleines Plastikteil im Waschmittelfach sorgt bei vielen für Rätselraten. © KI-generiert / Gemini

Ein kleines Plastikteil im Waschmittelfach sorgt bei vielen für Rätselraten. Dabei erfüllt die Klappe eine zentrale Funktion.

Wer die Einspülschublade der Waschmaschine herauszieht, entdeckt im Hauptwaschmittelfach häufig einen kleinen Kunststoffeinsatz oder eine bewegliche Barriere – oft in Blau oder einer Kontrastfarbe gehalten. Vielen Benutzenden ist jedoch nicht bekannt, welchen praktischen Nutzen dieses Detail hat – und wozu die Vorrichtung eigentlich gedacht ist.

Die kleine Trennwand ist speziell für den Einsatz von Flüssigwaschmittel konstruiert. Wird flüssiges Waschmittel in das Fach gefüllt, verhindert die heruntergeklappte Barriere, dass das Gel bereits vor Programmstart unkontrolliert in die Waschtrommel oder den Ablauf fließt. Erst wenn die Waschmaschine zu Beginn des Hauptwaschgangs Wasser einspült, wird das Waschmittel mitgenommen und gleichmäßig in der Trommel verteilt. Viele dieser Einsätze verfügen zudem über aufgedruckte Dosierhilfen und Milliliter-Skalen (oft von 50 bis 200 ml), die beim exakten Abmessen helfen.

Flüssigwaschmittel vs. Pulver: Auf die richtige Einstellung kommt es an

Damit die Wäsche gründlich sauber wird und die Waschmaschine keinen Schaden nimmt, muss die Klappe passend zum verwendeten Waschmitteltyp ausgerichtet werden:

  • Bei Flüssigwaschmittel: Die Klappe nach unten schieben bzw. arretieren, damit das flüssige Waschmittel im Fach zurückgehalten wird.
  • Bei Pulverwaschmittel: Die Trennwand nach oben klappen, nach hinten schieben oder ganz entnehmen. Bleibt die Klappe bei Pulver unten, verklumpt das Waschpulver leicht an der Kante und wird vom einlaufenden Wasser nicht vollständig in die Trommel gespült.
  • Was ist mit Waschmittel-Pods? Waschmittelkapseln und Discs gehören keinesfalls in das Einspülfach. Sie lösen sich dort nicht vollständig auf und können die Zuleitungen verstopfen. Kapseln werden stets direkt in die leere Waschtrommel gelegt, bevor die Schmutzwäsche eingefüllt wird.

Die drei Fächer im Einspülkasten der Waschmaschine richtig nutzen

Neben dem Hauptwaschfach besitzen die meisten Waschmaschinen zwei weitere Kammern, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingespült werden:

  • Fach I (Vorwäsche): Gekennzeichnet mit einer römischen Eins. Dieses Fach wird nur befüllt, wenn am Gerät explizit ein Vorwaschprogramm für stark verschmutzte Kleidung, Gardinen oder Berufsbekleidung aktiviert wird.
  • Fach II (Hauptwäsche): Gekennzeichnet mit einer römischen Zwei. Hierhin gehört das reguläre Waschmittel für den Hauptwaschgang samt Dosierklappe.
  • Fach mit Blumensymbol: Reserviert für Weichspüler oder pflegende Zusätze. Dieser Inhalt wird erst im letzten Spülgang freigegeben.

Richtig dosieren schützt Maschine und Geldbeutel

Die optimale Waschmittelmenge richtet sich stets nach dem Härtegrad des Leitungswassers, dem Verschmutzungsgrad der Textilien und der Beladungsmenge der Trommel. Eine Überdosierung schadet nicht nur der Umwelt, sondern hinterlässt oft unschöne Grauschleier auf Textilien und begünstigt Schimmelbildung im Gerät – ein typischer Fehler, der sich leicht vermeiden lässt.

Waschmittel- und Weichspülerrückstände bilden in der Schublade rasch einen Nährboden für Bakterien. Experten empfehlen daher, die gesamte Einspülschublade etwa einmal monatlich herauszunehmen und gründlich mit warmem Wasser und einer kleinen Bürste zu reinigen. Auch das Offenlassen der Schublade nach jedem Waschgang sorgt für die nötige Luftzirkulation und beugt Schimmelbildung zuverlässig vor. (Quellen: Archiv, index.hr)