13-Jährige von Barrakuda gebissen – lockte ihr Schmuck den Raubfisch an?

Ein 13-jähriges Mädchen wurde am ersten Tag ihres Familienurlaubs Ende Juli auf den Turks- und Caicosinseln in der Karibik von einem Barrakuda attackiert und verletzt. 

Im flachen Wasser von Barrakuda gebissen

Die US-Amerikanerin Claire Macdonel aus Sugar Land im Bundesstaat Texas erinnerte sich im Interview mit dem Sender FOX26 an den Tag, der entspannt am Strand begann und in einem traumatischen Erlebnis endete. Im flachen Wasser machte die Jugendliche in einer Tiefe von etwa 1,20 bis 1,50 Metern einen Handstand unter Wasser, als sie von dem Raubfisch gebissen wurde: „[Ich] spürte plötzlich einen starken Druck, als ob meine Hand in einem Maul feststecken würde. Ich spürte einen heftigen Biss, und als ich meine Hand wegnahm, war er weg.“ 

Von glänzendem Armband angelockt?

Claire berichtete, an dem verletzten Arm ein „glänzendes Armband“ getragen zu haben. Am anderen Handgelenk trug sie ebenfalls Schmuck, allerdings ein „schlichtes Armband“. Geistesgegenwärtig drehte sie sich nach dem Angriff um und erkannte einen „großen, silbernen Schwanz“, ein typisches Merkmal eines Barrakudas, die für ihre scharfen Zähne bekannt sind. Möglicherweise hatte der Fisch das reflektierende Schmuckstück für eine Beute gehalten.

Mutter: „Ich sah überall Blut“

Im Interview mit KHOU11 sprach die 13-Jährige über das Ausmaß der Verletzung: „Ich sah überall Blut. Es lief meinen ganzen Arm hinunter, es war wie in einem Horrorfilm.“ Ihre Mutter Jen Macdonel, die ihre Tochter sofort ans Ufer brachte, war außer sich vor Sorge. Gegenüber FOX26 schilderte sie die dramatischen Minuten: „Zuerst dachte ich, sie würde verbluten. Ich habe noch nie so viel Blut gesehen, und selbst mit dem Tourniquet im Krankenwagen konnte man die Blutung zunächst nicht stoppen.“ 

Nach Angaben des US-Magazins People befand sich unter den Badegästen am Strand zufällig eine Krankenschwester, die versuchte, die Blutung mithilfe eines Abbindeverbands zu stoppen. 

Notaufnahme und Operation

Die 13-Jährige verbrachte mehrere Stunden in der Notaufnahme, wo Ärzte versuchten, sie zu stabilisieren und das Infektionsrisiko zu minimieren. Inzwischen konnte die Familie nach Texas zurückkehren, wo Claire noch eine Operation zur Reparatur ihrer verletzten Sehnen bevorsteht. Mit einem eindringlichen Appell richtet sich ihre Mutter an Strandurlauber: „Seien Sie vorsichtig, denn es besteht ein Risiko. Legen Sie Ihren gesamten Schmuck ab, bevor Sie ins Wasser gehen.“

Wie gefährlich sind Barrakudas für Menschen?

Experten zufolge greifen Barrakudas Menschen nur selten an. Die Raubfische können unter Umständen zubeißen, wenn sie sich bedroht fühlen oder glänzende Gegenstände wie Schmuck oder Uhren mit Beutetieren verwechseln. Austin Kirwin, Leiter der Strandwache von Galveston Island, erklärte gegenüber FOX26: „Wenn Sie im flachen Wasser unterwegs sind, sollten Sie Ihre Füße immer schleifen lassen. Diese Bewegung auf dem Sand schreckt Tiere ab, die sich im Sand oder im Wasser aufhalten. Ich empfehle, keine auffälligen oder reflektierenden Gegenstände wie Armbänder oder Ohrringe zu tragen, da diese Fische anlocken könnten.“

kurier.at, mka  |  30.07.2026, 7:29