Waldbrände in Spanien: Zwei neue Waldbrände in Spanien ausgebrochen

In Spanien kämpfen Rettungskräfte gegen neue Feuer in Extremadura und Katalonien. In der nordwestlichen Region Kastilien-León hilft auch eine deutsche Waldbrand-Einheit.

Quelle: DIE ZEIT, dpa,

cf

Aktualisiert am 2. August 2026, 13:23 Uhr

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Waldbrände Spanien Extremadura Cáceres Evakuierung
Seit Wochen wüten verheerende Feuer in Spanien, immer wieder werden Brände durch Wind neu angefacht. Spanische Behörden forderten im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens Hilfe an. © Ana Beltran/​Reuters

In Spanien sind zwei neue Feuer ausgebrochen. Am Samstag griffen Flammen in der Provinz Cáceres im Westen des Landes schnell auf die Vegetation über, nachdem ein Lastwagen in Brand geraten war. Das schrieb die Polizeieinheit Guardia Civil in einem Post auf der Kurznachrichtenplattform X. Mehr als 800 Einwohner und Einwohnerinnen der Orte Casas de Millán und Grimaldo wurden evakuiert. Der Brand in der an Portugal grenzenden autonomen Region Extremadura wird derzeit in der niedrigsten Gefahrenstufe 1 geführt.

Außerdem haben starke Winde einen Waldbrand nahe Lleida in der autonomen Region Katalonien im Nordosten Spaniens wieder angefacht. Das Feuer dehnte sich auf weitere Flächen aus, wie die dortige Feuerwehr in einem Post auf X mitteilte. Nahe dem Ort Senet brenne es in Schluchten mit sehr steilem Gefälle. Der höchste Punkt des Brandes liegt Berichten der Nachrichtenagentur Europa Press zufolge auf etwa 2.300 Meter Höhe. Bisher musste niemand in Sicherheit gebracht werden.

Laut einem spanischen Waldbrandportal sind in ganz Spanien derzeit 43 meist kleinere Waldbrände aktiv – unter anderem in Kastilien und León, Katalonien, Valencia und Kastilien-La Mancha. Letzte Woche mussten aufgrund verheerender Feuer in den Regionen Madrid, Ávila und Toledo  Zehntausende Menschen in Sicherheit gebracht werden. Diese Waldbrände sind inzwischen weitgehend eingedämmt, die meisten Evakuierungsbefehle und Ausgangsbeschränkungen wurden aufgehoben.

Waldbrandeinheit aus NRW hat Einsatz in Spanien begonnen

In der nordwestlichen Region Kastilien-León unterstützt eine spezialisierte Waldbrandeinheit aus Nordrhein-Westfalen ihre spanischen Kollegen bei den Löscharbeiten. Derzeit seien die Einsatzkräfte damit beschäftigt, Glutnester aufzuspüren und abzulöschen, teilte Frank Frenser, Sprecher der Feuerwehr Bonn, mit.

Die Feuerwehrleute mussten mit ihren 21 Fahrzeugen knapp 2.000 Kilometer Anreise zurücklegen. Sie kommen aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Königswinter und Ratingen. Unmittelbar nach der Ankunft am Samstag habe ein Team sofort mit der Arbeit begonnen und spanischen Einheiten bei der Bekämpfung eines Brandes in einem Naturschutzgebiet geholfen. Die spanischen Behörden hatten die Waldbrandeinheit im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens angefordert.

Waldbrände in Europa

Neben Spanien sind auch Südfrankreich und Griechenland von schweren Waldbränden betroffen. Die Feuer werden durch Hitze, Dürre und Winde immer wieder angefacht. Die Bedingungen für Waldbrände werden durch den Klimawandel verstärkt geschaffen, die einzelnen Feuer werden zudem in den meisten Fällen durch menschliches Handeln wie Brandstiftung oder den Funken einer Maschine ausgelöst.