"Warnsysteme funktionieren"Dobrindt zieht nach Testalarm positive Bilanz
10.09.2026, 13:41 Uhr
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Um 11 Uhr haben die Behörden getestet, ob sie die Gesellschaft bei einem Notfall rechtzeitig warnen können. Innenminister Dobrindt und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz zeigen sich nach dem Probealarm zufrieden. Dass der Warntag wie geplant verläuft, war nicht immer so.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zieht eine positive Bilanz des sechsten bundesweiten Warntags. "Unsere Warnsysteme funktionieren zuverlässig, erreichen unsere Bevölkerung auf den unterschiedlichsten Wegen und sind wichtiger Teil unseres leistungsstarken Bevölkerungsschutzes", erklärte der CSU-Politiker in einer ersten Einschätzung.
Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wertete den Warntag als Erfolg. Es habe zeigen können, "dass unser Bundeswarnsystem und die daran angeschlossenen Warnkanäle zuverlässig funktionieren und im Ernstfall Millionen von Bürgerinnen und Bürgern warnen", erklärte BBK-Präsidentin Grit Tüngler.
Bei einem deutschlandweiten Probealarm hatte die Menschen um 11 Uhr Warnmeldungen auf Handys und Tablets bekommen, die dabei lautstarke Alarmtöne von sich gaben. In vielen Orten heulten die Sirenen; auch über Fernsehen, Radio und digitale Anzeigetafeln wurde die Bevölkerung informiert. 45 Minuten später kam - wie geplant - die offizielle Entwarnung.
Der Alarm schreckte neben der Bevölkerung auch die Teilnehmer der Bundestagssitzung in Berlin auf. Die Debatte wurde wegen des Lärms schrillender Handys für etwa eine halbe Minute unterbrochen. Alle Abgeordneten im Plenum hätten "digitale Kompetenz bewiesen", scherzte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig, die zu dem Zeitpunkt gerade eine Rede hielt.
Bei der Premiere im September 2020 war so viel schiefgegangen, dass der Warntag für ein Jahr ausgesetzt wurde. Seit 2022 findet der deutschlandweite Probealarm aber einmal jährlich statt. Die Behörden wollen auf diesem Weg testen, ob sie die Bevölkerung im Notfall gut erreichen - etwa bei einer Naturkatastrophe oder einem militärischen Angriff auf die Bundesrepublik. Auf der Webseite warntag-umfrage.de können Bürgerinnen und Bürger ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Warntag mitteilen.
Im vergangenen Jahr erreichten die Probewarnungen des Warntags laut Befragungen mehr als 90 Prozent der Bevölkerung, wie das BBK mitteilte. Die größte Reichweite hatten demnach Warnapps, der Mobilfunkdienst Cell Broadcast sowie Sirenen. Sirenen erreichten laut BBK zwei von drei Befragten.
Quelle: ntv.de, lar/dpa/AFP