Fünf Pleiten, null Punkte: Warum die Gladbach-Krise auch unter Alexander Blessin anhält

An der Einstellung lag es diesmal zwar sicherlich nicht, das dokumentierte auch die von Blessin bejubelte Abwehrgrätsche von Neuhaus. Doch die zweite Kernforderung des Trainers, nach Ballgewinnen schnell umzuschalten und den Torabschluss zu suchen, blieb zu oft unerfüllt.

Auf der linken Seite blieben Lukas Ullrich und Robin Hack immer wieder hängen. Rechts kam Joe Scally, der auch den zwischenzeitlichen Ausgleich köpfte, zwar mehrfach bis zur Kölner Grundlinie durch, doch dann flogen seine Hereingaben entweder ins Niemandsland oder waren für den FC simpel zu verteidigen, weil entweder Genauigkeit oder Schärfe fehlten.

Gladbach-Mittelstürmer Lidberg weitgehend isoliert

Aus dem zentralen Mittelfeld, das Blessin mit Philipp Sander als "Holding Six" und Neuhaus als Kreativspieler besetzte, über die gesamte Partie ebenfalls zu wenig an Überraschungsmoment und Torgefahr. Neuhaus unterlief auch noch der entscheidende Ballverlust vor dem Konter, den El Mala zum Siegtreffer nutzte.So war auch Mittelstürmer Isac Lidberg weitgehend vom Geschehen isoliert und kam insgesamt nur auf 22 Ballkontakte. Zum Vergleich: Sein Torwart hatte mit 46 mehr als das Doppelte.

Hoffnung durch die jungen Einwechselspieler

Bei der Laufleistung schaffte die Elf vom Niederrhein zwei Kilometer mehr als der FC, auch die jungen Einwechselspieler sorgten nochmal für enormen Druck: Der Japaner Zento Uno empfahl sich für die Startelf, Fritz Fleck machte bei seiner Bundesligapremiere richtig Alarm, auch Wael Mohya riss die Kollegen nochmal mit. Am nächsten Sonntag (18.10.2026, 17.30 Uhr, Audio-Stream auf wdr.de) reichen einige wenige gute Ansätze aber auf keinen Fall: Der Tabellen-17. Hoffenheim kommt zum Tabellen-18. Gladbach, da tröstet dann auch die Defensiv-Grätsche eines Kreativspielers niemandem mehr.

Quellen:

  • Eindrücke des WDR-Reporters

Sendung WDR.de, Analyse - Auch Blessin bleiben überall Baustellen 11.10.2026, 19.30 Uhr