Wespe, Biene, Hummel: Dicke Schnauze nach Insektenstich: Was hilft ihrem Haustier?

Wespe, Biene, Hummel Dicke Schnauze nach Insektenstich: Was hilft ihrem Haustier?

Berlin · Plötzlich schwillt die Pfote der Katze an oder die Schnauze des Hundes verformt sich scheinbar - das sieht schlimm aus und es schmerzt. Wie Tierhalter nach einem Insektenstich reagieren sollten.

13.07.2026 , 17:10 Uhr

Bienenstich in der Pfote? Sieht man einen Stachel, sollte man ihn vorsichtig herausziehen und die Pfote anschließend kühlen.

Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn

Gerade ist das Haustier noch entspannt oder neugierig über die Wiese gelaufen, und plötzlich rennt es wie verrückt durch die Gegend. Wenn Hunde oder Katzen sich plötzlich sonderbar benehmen, kann dies an einem Insektenstich liegen. 

Das Tier „kann den Schmerz nicht zuordnen und ist deshalb erst einmal richtig von der Rolle“, erklärt Tina Hölscher, Tierärztin bei Aktion Tier. Typisch ist etwa, dass das Haustier von jetzt auf gleich völlig sein Verhalten verändert, winselt oder schreit und zum Teil sogar desorientiert ist.

Häufig werden Haustiere am Kopf oder den Pfoten gestochen. Kurze Zeit nach dem Einstich treten meist Schwellungen auf. Gerade im Gesicht könne dies schlimm aussehen. „Erwischt es die Pfoten, laufen Hund und Katze plötzlich auf drei Beinen“, so die Tierärztin.

Was können Tierhalter dann tun?

Ruhe bewahren! „So dramatisch es zunächst aussieht, Insektenstiche heilen so gut wie immer problemlos ab“, beruhigt Hölscher. Häufig reiche es aus, die Stelle zu kühlen. Dafür kann ein Kühlakku, in ein Tuch gewickelt, hilfreich sein. Am besten beobachtet man das Tier nach einem Stich. 

Bienen haben übrigens einen Widerhaken am Stachel - daher bleibt dieser stecken und das Insekt stirbt. Sollte man einen Stachel sehen, könne man diesen vorsichtig mit einer Pinzette entfernen, so die Tierärztin.

Schnell reagieren und eine Tierarztpraxis aufsuchen sollte man laut Hölscher hingegen, wenn das Tier innerhalb des Mauls oder der Speiseröhre gestochen wurde. Oder wenn bekannt ist, dass das Tier allergisch auf Stiche reagiert.

Für den Fall hat Hölscher noch einen Vorsorge-Tipp: Wer weiß, dass sein Haustier auf Insektenstiche allergisch reagiert, könne sich über seinen Tierarzt eine Notfallspritze besorgen sowie deren Einsatz erklären lassen und diese etwa auf Spaziergänge mitnehmen. So könne man im Ernstfall Schlimmeres verhindern.

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