In dem Eckhaus an der Maxstraße 56 in der Essener City hat es am Freitagabend (10. Juli) schon wieder gebrannt. Das leerstehende Gebäude gilt als Problemimmobilie, in der Vergangenheit gab es dort mehrere Brände. Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Nico Blum wurden die Einsatzkräfte um 20.34 Uhr alarmiert. Einmal mehr war in dem Haus Müll in Brand geraten.

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte waren laut Blum eine deutliche Rauchentwicklung und Flammen im ersten Obergeschoss zu sehen. Außerdem habe sich noch eine wohnungslose Person im Gebäude aufgehalten, die herausgeholt worden und unverletzt geblieben sei. Die Feuerwehr habe das Feuer dann zügig löschen können, sodass der Einsatz nach etwa einer Stunde beendet gewesen sei. Zwei Löschzüge und zwei Rettungswagen waren vor Ort.
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Das Feuer brach im ersten Obergeschoss der Immobilie in der Essener City aus. © WTVnews | WTVnews
Im Problemhaus in der Essener City halten sich Wohnungslose und Drogenkranke auf
In dem Haus halten sich regelmäßig wohnungslose und drogenkranke Menschen auf. Seit Jahresbeginn hat es dort schon mehrere Polizei- und Feuerwehreinsätze gegeben. Im Frühjahr kam es in dem leerstehenden Haus sogar zu zwei Todesfällen: Am 16. April und am 6. Mai wurden dort die Leichen zweier Männer entdeckt, die mutmaßlich der Drogenszene angehörten. Obwohl sich der Konsumraum der Essener Suchthilfe nur wenige Meter entfernt befindet, weichen Suchtkranke immer wieder in das Eckhaus an der Maxstraße aus, um dort Drogen zu konsumieren.
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Die verwahrloste Immobilie sollte eigentlich am 21. Mai zwangsversteigert werden, wobei das Essener Amtsgericht den Verkehrswert auf zwei Millionen Euro festgesetzt hatte. Bei dem Termin fand sich jedoch kein Bieter. Ein neuer Versteigerungsversuch ist zwar geplant, wurde vom Amtsgericht Essen bislang aber noch nicht terminiert. Eigentümer des Gebäudes ist eine Berliner Immobilienfirma. Bis zum Jahr 2018 war dort noch die Jugendgerichtshilfe der Stadt Essen untergebracht.