Wildes 2:1 im Letzigrund - Dank Joker Shaqiri, Hexer Salvi und VAR: Basel siegt im Klassiker

  • Basel bezwingt Zürich in der 4. Runde der Super League im Letzigrund 2:1.
  • Philippe Kény bringt das Heimteam früh in Führung. Kazeem Olaigbe und Zan Celar drehen die Partie aber in der zweiten Halbzeit.
  • In der emotionalen Nachspielzeit bleiben die Zürcher Offensivbemühungen unbelohnt.
  • Luzern feiert dank eines 1:0 gegen Lausanne den ersten Saisonsieg in der Super League.

Die Wogen in einem emotionalen Klassiker im Letzigrund gingen noch einmal richtig hoch, als Schiedsrichter Anojen Kanagasingam 10 Sekunden vor Ablauf der sechsminütigen Nachspielzeit auf Penalty für das Heimteam entschied. Jonas Harder hatte Flavius Daniliuc aus kurzer Distanz an den Arm geschossen. Nach VAR-Studium nahm Kanagasingam den Strafstoss zurück. Wenig später war der Sieg der Gäste – der bereits sechste in Folge gegen Zürich – im Trockenen. Nach dem Schlusspfiff gingen die Diskussionen indes weiter.

Der FCZ hatte in der Schlussphase noch einmal alles versucht. Umeh Emmanuel scheiterte aus kurzer Distanz an Keigo Tsunemoto (92.). Mirko Salvi verhinderte den 2:2-Ausgleich in extremis. Lindrit Kamberis Kopfball parierte er reflexschnell (94.).

Aufschwung nach Shaqiris Einwechslung

Basel war über die ganze Partie gesehen der verdiente Sieger. Neben Salvi hatte auch Xherdan Shaqiri grossen Anteil am Dreier. Der Basler Spielmacher kam in der 52. Minute auf den Platz. Zehn Minuten später glichen die Gäste zum 1:1 aus: Es war aber nicht Shaqiri, sondern Kazeem Olaigbe, der mit einem strammen Schuss via Lattenunterkante traf.

Shaqiri drückte dem Spiel je länger, je mehr den Stempel auf. Einen perfekt über die Mauer gezirkelten Freistoss wehrte Lindner bravourös ab. Den darauffolgenden Eckball Shaqiris setzte Asane Sow an den Pfosten (76.). Wenig später dann die letztlich spielentscheidende Szene: Im Anschluss an einen weiteren gefährlichen Shaqiri-Freistoss brachte Alexander Hack Akpe Victory zu Fall. Auch hier musste Kanagasingam auf den VAR zurückgreifen, bevor er auf Penalty entschied. Diesen verwandelte Zan Celar zum 2:1 (85.).

Kény bringt Zürich in Führung

Der FCB war von Beginn an um die Spielinitiative bemüht gewesen. In Führung ging in der 8. Minute aber der FCZ. Nach einer Kopfballverlängerung lupfte Miguel Reichmuth den Ball im Strafraum über Victory. Der Zürcher kam zu Fall, Schiedsrichter Anojen Kanagasingam entschied auf Penalty. Ob es tatsächlich einen Kontakt gab, war auf den TV-Bildern nicht zweifelsfrei zu ermitteln. Der VAR schaltete sich aber nicht ein.

Philippe Kény verlud Salvi vom Punkt souverän und traf zum 1:0. Basel kam nach dem frühen Schock erst zu Ende der ersten Halbzeit wieder auf. Sow scheiterte mit seinem Versuch aber an Kamberi. Kurz vor dem Pausentee klärte Bledian Krasniqi gegen Becir Omeragics Kopfball in höchster Not, indem er das Leder spektakulär zwischen seinem Kopf und der Latte einklemmte. Auf der Linie konnte Lindner dann eingreifen.

So geht es weiter

Für Basel steht am nächsten Samstag bei YB das nächste komplizierte Auswärtsspiel an (live bei SRF). Zürich gastiert am gleichen Tag bei Lausanne-Sport.

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