Stand: 11.09.2026, 14:43 Uhr
Der SV Werder Bremen tritt am Samstag (18.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) beim 1. FC Köln an - und will den zweiten Saisonsieg einfahren!
Bremen – Es gibt da diesen 16. Februar 2024, der die Bilanz zumindest ein wenig aufhübscht. Weil Justin Njinmah nach 70 Minuten ein Tor erzielt hatte und damit einen 1:0-Auswärtserfolg des SV Werder Bremen beim 1. FC Köln sicherte. Ansonsten gab es zuletzt jedoch wenig zu feiern, wenn es für den grün-weißen Tross an den Rhein ging, die Gastgeber verloren nämlich zwölf der vergangenen 13 Duelle vor eigener Kulisse gegen Werder nicht. In der Tabelle liegen beide Vereine aktuell nahezu gleichauf im Mittelfeld – für den Sieger der Begegnung würde sich die Momentaufnahme nach drei Spieltagen also recht erfreulich lesen. Daniel Thioune rechnet bei der Umsetzung allerdings mit viel Arbeit.

Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FC Köln - Daniel Thioune: „Es kann gut sein, dass wir den Kölnern erst einmal die Spielführung geben“
„Wir fahren nach Köln, 18.30 Uhr, Rhein-Energie-Stadion – und Energie, das passt. Das haben wir letztes Jahr zu spüren bekommen“, sagt der Trainer des SV Werder Bremen vor dem erneuten Duell mit dem 1. FC Köln (live im TV). Im vergangenen April war seine Mannschaft schon einmal unter seiner Regie in der Domstadt gefordert, am Ende setzte es ein enttäuschendes 1:3. Doch zu sehr will der 52-Jährige nicht zurückblicken, sagt stattdessen: „Energie kann man dann auch mit Energie bekämpfen.“
Die Marschroute ist also klar. Werder Bremen will ähnlich körperlich und intensiv auf dem Rasen unterwegs sein wie zuletzt beim Sieg gegen RB Leipzig. Und womöglich darf der Gegner auch wieder vornehmlich mit dem Spielgerät am Fuß sein Glück probieren. „Es kann gut sein, dass wir den Kölnern erst einmal den Ball und die Spielführung geben“, kündigt Thioune an, „aber in den Räumen wollen wir wieder maximal aggressiv sein, um dann unser Spiel aufzuziehen.“
Werder Bremen im Live-Ticker gegen den 1. FC Köln: Trainer Daniel Thioune erwartet Gegner mit einer „komplett anderen Qualität“ als RB Leipzig
Auffällig war, dass dieses Spiel mitunter auch aus weit geschlagenen Bällen bestand. Werder griff bislang 99 Mal auf dieses Mittel zurück, was ein Spitzenwert der Liga ist, Köln folgt als Dritter (92.). Thioune betont aber, dass es dabei überwiegend um Befreiungen gegangen sein dürfte, der eigentliche Ansatz sei ein anderer: „Wir würden gern Linien brechen mit dem Ball, dann auch flach. Die drei Spieler im Zentrum würden es wahrscheinlich nicht begrüßen, wenn der Ball nur über ihre Köpfe fliegt.“ Namentlich besteht das genannte Trio aus Youri Regeer, Ludovit Reis und Chuki, nach einer weiteren gemeinsamen Trainingswoche seien weitere Fortschritte bei der Abstimmung nach Angaben des Coaches klar erkennbar.
Andererseits habe der Erfolg gegen Leipzig generell für Rückenwind gesorgt. „Wenn man so viel Lob bekommt, dann kann es auch ein Auftrag sein. Und das hat die Mannschaft angenommen. Als Trainer fällt es einem natürlich auch etwas leichter, Inhalte zu platzieren, weil die Mannschaft in der Lage ist, maximal intensiv arbeiten zu können“, sagt Thioune. „Vor uns liegt aber ein Spiel mit einem komplett anderen Gegner, mit einer komplett anderen Qualität. Wir müssen uns dieses Lob deshalb wieder aufs Neue verdienen.“ (mbü)