Meeresbiologe Lehmann wütet nach Pressekonferenz zu Buckelwal Timmy: „Öl ins Feuer der Schwurbler gegossen“

Wirbel um Buckelwal Timmy: Meeresbiologe Robert Marc Lehmann rechnet mit Tierärztin der Rettungs-Initiative ab

Stand: 23.07.2026, 12:52 Uhr

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Auch Monate nach seiner Strandung gibt es Streit um Buckelwal „Timmy“. Laut einer Tierärztin stimme die DNA nicht mit dem gestrandeten Wal überein.

Hamburg – Der Buckelwal „Timmy“, der sich in die Ostsee verirrte, sorgte wochenlang für Aufsehen im ganzen Land. Nachdem eine Rettungsaktion stattgefunden hatte, wurde an der dänischen Küste der Kadaver eines Wals entdeckt. Viele fragten sich: Ist der tote Wal „Timmy“? Eine DNA-Analyse sollte Klarheit schaffen, doch die Experten sind uneins und widersprechen sich.

Obduktion des Buckelwals

Die DNA-Ergebnisse von Buckelwal „Timmy“ sorgen für Streit. Laut einer Tierärztin könne es sich nicht um „Timmy“ handeln, andere Experten wiedersprechen deutlich. (Symbolbild) © Kai Moorschlatt/dpa/Robert Marc Lehmann/Instagram

In Hamburg äußerte sich Tierärztin Kirsten Tönnies auf einer Pressekonferenz. Sie erklärte, die analysierte DNA weiche so stark von der des gestrandeten Buckelwals „Timmy“ ab, dass es sich um eine andere Spezies handeln müsse, berichtete die Deutsche Presseagentur (dpa). Tönnies sprach allein zu den Medien, ohne Unterstützung von Experten oder anderen Mitgliedern der Initiative. Sie nannte nicht das Labor, das die Analyse durchführte, erwähnte jedoch, dass es in China sei. Dies führte zu scharfer Kritik von Fachleuten.

„Diese Pressekonferenz war eine Katastrophe“: Scharfe Kritik an Tierärztin von „Timmys“ Rettungs-Initiative

Der Meeresbiologe Robert Marc Lehmann äußerte sich auf Instagram kritisch: „Diese Pressekonferenz war eine Katastrophe.“ Er bemängelte insbesondere die Schlussfolgerungen der Tierärztin. „Dass sich da jemand hinsetzt, der wirklich überhaupt keine Ahnung von DNA hat und versucht, das einzuordnen … das ist nicht gut. Das ist kontraproduktiv.“ Lehmann betonte: „Man hätte das nicht machen dürfen.“ Schon während der versuchten Walrettung hatte sich Lehmann mehrfach zu Wort gemeldet.

Lehmann erklärte weiter, dass die Pressekonferenz keine Aufklärung über das Schicksal des Buckelwals brachte. „Diese Pressekonferenz hat Öl ins Feuer der Schwurbler gegossen. Und jetzt brennt das ganze Internet“, sagte er. Die Frage nach dem Überleben des Buckelwals stelle sich nicht, da der Wal sicher tot sei.

Auch Tierärztin Dr. Anne Herrschaft, die an der Rettungsinitiative beteiligt war, zweifelte nicht daran, dass die Überreste zu „Timmy“ gehören: „Auch wenn es traurig ist, es ist leider unser Wal“, sagte sie der dpa. Schon während der Rettungsaktion gab es Konflikte. Für die versuchte Wal-Rettung stellte das Ministerium sogar eine Rechnung. Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern bestätigte: Tracker, Größe, Art und Bewegungsdaten ergäben „ein schlüssiges Gesamtbild“. (Quellen: Deutsche Presseagentur, Instagram) (kiba)