Wirkungsvolles Natur-Aroma Andrücken und ab ins Säckchen: Würzen mit Wacholderbeeren
Bonn · Den Duft von Nadelwald als Aroma ins Essen bringen - das klappt mit Wacholderbeeren. Diese Tipps machen die Würze in Wildgericht, Sauerkraut und Co. perfekt.
21.09.2026 , 08:02 Uhr
Wacholderbeeren verfeinern mit ihrem harzig-würzigen Aroma besonders deftige Gerichte.
Foto: Tobias Hase/dpa-tmn
Harzig, leicht süßlich und etwas pfeffrig, so lässt sich die Würze von Wacholderbeeren umschreiben. Ihre besondere Note geben sie klassischerweise Wildgerichten und Sauerkraut. Aber auch Soßen, Suppen oder Eingelegtes profitieren von den kleinen dunklen Kügelchen, heißt es vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).
Leicht andrücken vor dem Kochen
Damit ihre ätherischen Öle optimal an die Speisen abgegeben werden können, raten die Ernährungsexperten, die Beeren vor dem Kochen leicht anzudrücken. Dosiert werden sie eher sparsam, denn Wacholderbeeren haben ein intensives Aroma.
Am Ende sollen die Beeren natürlich nicht im Essen schwimmen. Daher gibt man sie zum Mitgaren am besten in ein Kräutersäckchen oder Tee-Ei. So lassen sie sich vor dem Servieren einfach entfernen.
Kühl und dunkel lagern
Im Handel gibt es Wacholderbeeren, denen traditionell auch nachgesagt wird, Speisen bekömmlicher zu machen, meist als getrocknete, ganze Beeren. Um ihr Aroma zu behalten, müssen sie kühl, dunkel und trocken gelagert werden. Seltener kann man sie auch in gemahlener Form kaufen.
Die Beeren, die man laut dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) Berlin botanisch korrekt Zapfen nennt, kann man nach dem ersten Frost auch selbst sammeln. Aber Achtung: Nur Beeren pflücken, wenn es sich sicher um den Gemeinen Wacholder handelt. Denn die meisten Wacholdergewächse, unter anderem der im Alpenraum vorkommende Sadebaum (Juniperus sabina), sind laut Nabu sehr giftig.
© dpa-infocom, dpa:260921-930-717972/1
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