„Wirtschaftliches Schredder-Programm“: Söder schießt vor Wahl in Sachsen-Anhalt gegen AfD
Stand: 24.08.2026, 21:33 Uhr
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Die CDU hinkt in den Umfragen in Sachsen-Anhalt hinterher, Söder soll Schützenhilfe leisten. Dabei attackiert der CSU-Chef die Pläne der AfD.
Wernigerode – Knapp zwei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem CDU-Regierungschef Sven Schulze in Wernigerode den Rücken gestärkt. „Es ist in diesen Zeiten einfach gut, einen als Ministerpräsident zu haben, der von Wirtschaft eine Ahnung hat“, sagte Söder vor mehreren Hundert Zuschauern.

Die CDU liegt in Umfragen deutlich hinter der AfD – der Auftritt des bayerischen Schwergewichts soll Schulze Rückenwind verschaffen.
Nach Weidel-Interview: Söder knöpft sich AfD-Pläne vor
Söder ging scharf ins Gericht mit der AfD. Deren Co-Vorsitzende Alice Weidel hatte zuletzt bekräftigt, ihre Partei wolle im Falle einer Regierungsübernahme aus dem Euro aussteigen und das Schengener Abkommen aufkündigen. Weidel sagte im ZDF-Sommerinterview, die AfD stehe zu dem Satz im Bundestagswahlprogramm, dass Deutschland aus dem Eurosystem austreten müsse. Deutschland sei es vor der Euro-Einführung „deutlich besser“ gegangen. „Wir sehen eine breite Verarmung arbeitender Bevölkerungsschichten.“
Söder bezeichnete das als „das schlimmste wirtschaftliche Schredder-Programm, das wir machen können“. Mit der Ablehnung Europas komme man nicht weiter. Wichtig sei, zu wissen, wo man anrufe, um etwas zu erreichen – und das gelte auch in Europa. Söder betonte zudem: „Ich finde, der Osten muss auch in der Bundespolitik eine größere Rolle spielen.“
Schulze sieht Bayern als Vorbild für Sachsen-Anhalt
Schulze bringt tatsächlich ungewöhnliche Qualifikationen für das Amt mit: Der Wirtschaftsingenieur arbeitete in der Privatwirtschaft, saß im Europaparlament und leitete das Wirtschaftsministerium in Sachsen-Anhalt, bevor er im Januar dieses Jahres Ministerpräsident wurde. Genau diese Vernetzung hob Söder hervor.
Der CDU-Politiker selbst nutzte die gemeinsame Bühne, um Bayern als Orientierungspunkt zu benennen. „Ihr habt in Bayern echt was erreicht, echt was geschafft. Und ehrlich gesagt, das ist auch ein Stück weit Vorbild für uns“, sagte er Richtung Söder. Bayerns Aufstieg sei kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Anstrengung. „Und das ist für mich der Punkt, der enorm wichtig ist. Man muss hart arbeiten.“ Das Motto der Veranstaltung lautete: „Wirtschaft ist Chefsache. Wie viel Bayern kann Sachsen-Anhalt?“ (Quellen: dpa, AFP) (nak)