Stand: 12.08.2026, 19:48 Uhr
Mario Götze und Leipzig-Coach Martin Demichelis verbindet ein besonderer Moment. Selbst deutsche Fans erinnern den Argentinier bis heute daran.
Frankfurt/Leipzig – Mehr als zwölf Jahre ist es her, doch ein Moment verbindet Mario Götze und Martin Demichelis bis heute. Während der heutige Eintracht-Profi mit seinem Treffer im WM-Finale 2014 zum deutschen Helden wurde, erlebte Demichelis auf der anderen Seite einen der bittersten Augenblicke seiner Karriere. In der Verlängerung stand der damalige argentinische Innenverteidiger selbst auf dem Platz, als Götze Deutschland zum Weltmeister schoss.

Dass ihn diese Szene auch Jahre später begleitet, verriet Demichelis nun im Interview mit der Sport Bild. Immer wieder werde er von deutschen Fans gebeten, ausgerechnet ein Foto von Götzes entscheidendem Treffer zu unterschreiben. Das lehnt der 45-Jährige konsequent ab. „Es ist sein positiver Moment, nicht mein negativer“, erklärte Demichelis und betonte zugleich, dass er sich inzwischen mit dem Ausgang des Endspiels abgefunden habe.
Eintracht-Weltmeister Götze vor Wiedersehen mit RB-Trainer Demichelis
Inzwischen kreuzen sich die Wege der beiden in der Bundesliga. Demichelis soll RB Leipzig nach seiner Übernahme als Trainer wieder in die gewünschte Richtung führen und muss dabei direkt einen personellen Umbruch begleiten. Besonders schwer wiegt der Abschied von Yan Diomande. Der Offensivspieler wechselte nach langem Hin und Her zu Real Madrid und hinterlässt damit eine große Lücke im Leipziger Angriff.
Auch Götze startet mit Eintracht Frankfurt in eine neue Saison mit veränderten Vorzeichen. Der mittlerweile 34-Jährige gehört weiterhin zu den erfahrensten Spielern im Kader der Hessen und soll der Mannschaft mit seiner Ruhe und Spielintelligenz helfen. Nach dem Umbruch im Sommer wartet auf die Eintracht die Aufgabe, sich möglichst schnell als Team zu finden und ihre Ambitionen unter Adi Hütter in der Bundesliga zu untermauern.
Spätestens beim direkten Duell (5. Spieltag) wird die gemeinsame Vergangenheit von Götze und Demichelis wieder zum Thema werden. Persönlichen Groll hegt der Argentinier gegen den Frankfurter allerdings nicht. Nach eigener Aussage sei für ihn als Spieler nach dem Schlusspfiff ohnehin alles vergessen gewesen. Nur bei einem ganz bestimmten Foto dürfte Götze auch beim Wiedersehen besser nicht nach einer Unterschrift fragen. (brg)