Zverev gibt in hitziger Debatte nun sogar seinen ständigen Kritikern Recht
Stand: 16.10.2026, 06:30 Uhr
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Es war – neben der sportlichen Siegesserie samt Triumph – eines der großen Themen auf dem Weg zum zweiten Grand-Slam-Titel. Nun lenkt Zverev überraschend ein.
Shanghai – Der Erfolg lässt Alexander Zverev lockerer werden. Gleich zwei Grand-Slam-Titel in einer Saison, bald die Nummer eins der Welt, zudem noch die Chance auf den Davis Cup mit Deutschland. Und so hat der DTB-Star nun scheinbar kein Problem damit, in einer zuvor teils hitzigen Debatte einzulenken – mit seinem ersten eigenen Beitrag zur Diskussion.

Zverev einlenkend: Sein langes Balltippen vor dem Aufschlag sei unnötig. Nach dem Viertelfinalsieg gegen Alex de Minaur beim Masters in Shanghai sagte er: „Ich habe das Gefühl, dass es von meiner Seite aus etwas unnötig ist.“ Die Debatte um seine Routine war bei den US Open aufgekommen und hielt an. Zverev kann den Ursprung der Angewohnheit nicht erklären: „Ich weiß nicht warum, aber ich tippe den Ball in diesem Jahr sehr oft auf.“
Zverev gesteht Besserung in Balltipp-Diskussion: „Arbeite auf jeden Fall daran“
Es habe bei den US Open angefangen. Zugleich sei ihm das Verhalten inzwischen bewusst, und er versuche, daran zu arbeiten, seine Aufschlagroutine zu verkürzen. Während des Grand Slams kritisierten Gegner und Experten das lange Ritual vor Zverevs Aufschlag. Halbfinalgegner Karen Khachanov sagte: „Man weiß gar nicht, wie man sich auf den Aufschlag vorbereiten soll.“
Die Kritiker bemängelten, dass das ausgedehnte Tippen den Rhythmus störe und den Gegner lange warten lasse. Zverev sagte, er habe den Wirbel zunächst gar nicht mitbekommen, weil er während des Turniers offline gewesen sei: „Ich war mir dessen nicht bewusst, weil mein Telefon ausgeschaltet war. Ich habe weder die sozialen Medien noch irgendetwas anderes gesehen. Mir wurde es erst im Nachhinein klar und ich arbeite auf jeden Fall daran.“
Eine feste Zahl an Ballkontakten gibt es nach Zverevs Aussage nicht. Auf die Frage, ob er vor jedem Aufschlag gleich oft tippe, antwortete er: „Nein, ich schlage einfach auf, wenn es sich richtig anfühlt.“ Seinem Ritual folge kein fester Plan. Zugleich räumte er ein, dass es in New York besonders lang geworden sei. Auch die Regeln sind Teil der Debatte: Während die 25-Sekunden-Shotclock vor dem ersten Aufschlag läuft, gilt vor dem zweiten keine Zeitbegrenzung.
Boris Becker forderte deshalb: „Man braucht dringend eine Regeländerung, wie lange der Spieler Zeit hat vor dem zweiten Aufschlag.“ Diese Frage beschäftigt Spieler und Experten schon länger. Zverev betonte abschließend, die Routine bereits zu verkürzen: „Falls es Euch aufgefallen ist: Ich mache es mittlerweile weniger als in New York. Ich denke, dass es dort ein bisschen ins Extreme gegangen ist.“ (rele)