- Im ersten Zürcher Derby der Saison gibt es keinen Sieger: GC und der FCZ trennen sich in der 7. Runde der Super League 2:2.
- Der FCZ geht zwei Mal in Führung. Bujar Pllana gleicht in der 96. Minute zum viel umjubelten Schlussstand von 2:2 aus.
- Am frühen Abend fährt Vaduz einen Heimsieg (3:1) gegen Lausanne-Sport ein und YB und Luzern trennen sich 3:3 remis.
Seit der 80. Minute lag der FC Zürich im 295. Stadtzürcher Derby mit 2:1 in Führung. Bei GC schien danach die Luft draussen zu sein. Erst spät in der sechsminütigen Nachspielzeit kamen die «Hoppers» nochmals zu einem Freistoss: Der nimmermüde Samuel Krasniqi trat diesen auf den zweiten Pfosten, wo Bujar Pllana völlig freistehend zum Kopfball kam, zum 2:2 einnickte und für Ekstase bei den GC-Fans sorgte.
FCZ kommt nach schwacher 1. Halbzeit stark aus der Kabine
Obwohl das Zustandekommen des Unentschiedens für den FCZ bitter ist, ist die Mannschaft Marcel Kollers mit dem Unentschieden sehr gut bedient. Denn GC hatte losgelegt wie die Feuerwehr. Nicolas Muci (6.) und Samuel Krasniqi (7.) vergaben schon früh allerbeste Möglichkeiten auf das 1:0. Vom nominellen Gast kam in der 1. Halbzeit bis auf einen Pfostenschuss Miguel Reichmuths (19.) wenig. Voll auf der Höhe war Torhüter Silas Huber, der den FCZ kurz vor dem Seitenwechsel gegen Muci und kurz danach mirakulös gegen Samuele Bengondo (44.) vor einem Rückstand bewahrte.
In der Pause schien Koller die richtigen Worte gefunden zu haben, denn der FCZ war plötzlich die aktivere Mannschaft. Die starke Phase trug schnell Früchte: Kevin Spadanuda vollendete eine herrliche Vorarbeit Bledian Krasniqis zum 1:0. Die Führung aus der 54. Minute hatte nur kurz Bestand: In der 58. Minute profitierte Samuel Krasniqi von einem Bock des Super-League-Debütanten Doron Lichtenstein und glich aus.
Morandi will es zu genau
Nur 7 Minuten nach dem Ausgleich bot sich dem eingewechselten Giotto Morandi die grosse Chance, GC erstmals in Führung zu bringen: Nach einem Foul Spadanudas im Strafraum trat der Rückkehrer zum Elfmeter an – und verschoss. Morandi erlebte allgemein ein missglücktes Comeback im Letzigrund. Dem Tessiner wollte kaum eine Aktion gelingen.
Das Derby hielt auch nach Morandis Fehlschuss noch einiges bereit für die über 17'000 Fans im Letzigrund. Umeh Emmanuel brachte den FCZ im Anschluss an einen Einwurf erneut in Führung, hatte damit aber nicht das letzte Wort. Dieses war Pllana vorbehalten.
Vertrag mit Perea aufgelöst
Box aufklappen Box zuklappen
Beim Auswärtsspiel in Lausanne waren FCZ‑Stürmer Juan Jose Perea und Trainer Marcel Koller aneinandergeraten. Nun ist klar, dass der Kolumbianer nicht mehr für den FCZ auflaufen wird. Sein bis 2028 gültiger Vertrag wurde aufgelöst. Perea kam im Sommer 2024 erst leihweise zum FCZ, lief 54 Mal für die Zürcher auf und erzielte dabei 9 Tore.
So geht's weiter
Die Grasshoppers gastieren am kommenden Samstag in Thun. Der FCZ hat gleich das nächste kapitale Spiel vor der Brust: Am Sonntag in einer Woche empfängt Kollers Team am frühen Nachmittag den FC Vaduz im Letzigrund.