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Seit Lindsey Buckingham einen der größten Rocksongs über Trennungen schrieb, verlässt Fleetwood Mac keine Bühne mehr ohne ihn.
Fleetwood Mac | Vor 50 Jahren: Fleetwood Mac proben „Rumours“ in Ohio
Foto: Michael Ochs Archives. Michael Ochs Archives. All rights reserved.

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„Das ist ein Song, den ich vor ein paar Wochen geschrieben habe“, sagte Lindsey Buckingham dem Publikum in der Mitte des Fleetwood-Mac-Konzerts in Winston-Salem, North Carolina, am 20. November 1975. „Er wird auf unserem neuen Album sein.“
Er sprach von „Go Your Own Way“, einem der ersten Songs, die für „Rumours“ entstanden – das Album sollte erst im Februar 1977 erscheinen. Der Song steckte noch in den Kinderschuhen, und die gesamte zweite Strophe – die Stevie Nicks seit 50 Jahren zur Weißglut treibt – war offenbar noch gar nicht geschrieben.
Der Herzschmerz über die kurz zuvor zerbrochene Beziehung zu Nicks ist noch deutlich spürbar („Loving you isn’t the right thing to do/But I can’t ever change things that I feel/If I could, baby, I’d give you my world/But I can’t when you won’t take it from me“), auch wenn er die Worte noch etwas schleifen und vor allem das Gitarrensolo am Ende zu einem der eindrucksvollsten Belege seines Könnens ausbauen musste.
Als sie im Jahr darauf ins Studio gingen, um „Rumours“ aufzunehmen, war Nicks vom Beginn der neuen Strophe entsetzt: „Tell me why everything turned around/Packin‘ up, shackin‘ up’s all you wanna do.“ „Ich habe es ihm sehr, sehr übelgenommen, der Welt zu erzählen, dass ich nur daran interessiert sei, mit wechselnden Männern herumzumachen“, sagte sie 1997 gegenüber dem ROLLING STONE. „Er wusste, dass das nicht stimmte. Es war einfach etwas, das er im Zorn gesagt hat. Jedes Mal, wenn diese Zeilen auf der Bühne kamen, hätte ich ihn am liebsten umgebracht.“
Nicks musste diese Zeilen auf der Bühne ziemlich oft ertragen, denn „Go Your Own Way“ verschwand von dem Moment an, als „Rumours“ erschien, praktisch nie mehr aus Fleetwood Macs Setlist. Laut setlist.fm gibt es 963 Live-Versionen – und das ist mit Sicherheit eine eher konservative Schätzung, da die Aufzeichnungen vieler Shows aus den Siebzigern und Achtzigern lückenhaft sind. Bei einem beträchtlichen Teil dieser Auftritte war Buckingham allerdings nicht dabei, und während einer turbulenten Phase Mitte der Neunziger fehlte auch Stevie Nicks. Das bedeutete, dass zwei andere Sänger die realen Emotionen, aus denen der Song entstanden war, bühnentauglich nachspielen mussten.
Um fünf Jahrzehnte „Packin‘ up and shackin‘ up“ zu durchforsten, werfen wir einen Blick auf 24 Versionen von „Go Your Own Way“ – von Fleetwood Mac und Lindsey Buckingham solo –, dazu eine Handvoll der bemerkenswertesten Coverversionen.
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Fleetwood Mac — Early Studio Take 1976
Diese faszinierende frühe Aufnahme aus den „Rumours“-Sessions zeigt Buckingham im Ringen mit den Texten („You can go your own way/You can roll like thunder“), beim Experimentieren mit einem Falsett-Part, den er klugerweise wieder fallen ließ, und noch ohne die „Shackin‘ up“-Zeile, die seine ohnehin angespannte Beziehung zu Nicks nach der Trennung weiter angeheizt hätte. Auch das aufsteigende E-Gitarrensolo am Ende fehlt noch. Es wurde schließlich von „Rumours“-Produzent Ken Caillat aus mehreren Takes zusammengesetzt, während Buckingham seinen Weihnachtsurlaub am Lake Tahoe verbrachte.
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Fleetwood Mac — Master Recording 1976
Fleetwood Mac verbrachten sieben Monate damit, „Rumours“ im Jahr 1976 aufzunehmen – immer dann, wenn ihr vollgepackter Tourplan es zuließ. (Das „Fleetwood Mac“-Album war im Juli 1975 erschienen, zündete aber erst im Februar 1976 richtig, als „Rhiannon“ herauskam.) Die lange Entstehungszeit gab der Band die Möglichkeit, neue Songs zu schreiben und ihre Arbeit sorgfältig zu verfeinern. So konnte „Go Your Own Way“ langsam in seine endgültige Form wachsen. Auf einem Album voller Hits wählten sie ihn klugerweise als erste Single aus. („Silver Springs“ wurde auf die B-Seite verbannt. Das bedeutete, dass Nicks nicht nur die Demütigung hinnehmen musste, dass ausgerechnet der „Shackin‘ up“-Song die erste Auskopplung war – auch ihre eigene Sicht auf das Ende ihrer Beziehung, einer der besten Songs, den sie je geschrieben hat, schaffte es nicht mal aufs Album.)
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Fleetwood Mac 1977
Das „Fleetwood Mac“-Album von 1975 machte die Band zu Superstars, die Arenen füllten. Aber nichts hatte sie auf die Reaktion auf „Rumours“ vorbereitet. Plötzlich zierten sie das Cover des ROLLING STONE und headlineten die größten Venues in Amerika, während ihre Singles monatelang die Charts dominierten. Und obwohl „Dreams“ und „Don’t Stop“ die größeren Hits waren, wurde „Go Your Own Way“ jeden Abend der „Rumours“-Tour zum absoluten Höhepunkt. Sie spielten in jenem Jahr mehr als 100 Shows und hoben den Song meist für kurz vor Ende des Hauptsets auf. In diesem Video von einem Auftritt in Japan kann man den Koks förmlich riechen.
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Fleetwood Mac 1980
Der naheliegende Schritt nach „Rumours“ wäre ein Nachfolger gewesen, der genauso klingt – wieder mit lyrischer Inspiration aus ihrem chaotischen Privatleben. Stattdessen schlugen sie eine völlig andere Richtung ein und forderten ihre Fans mit „Tusk“ heraus, einem Doppelalbum, das nichts hatte, was einem „Gold Dust Woman“, „Don’t Stop“ oder „Go Your Own Way“ ähnelte. Auf der langen „Tusk“-Tour, die weit ins Jahr 1980 reichte, zeigten sie sich jedoch deutlich kompromissbereiter gegenüber dem Mainstream. „Go Your Own Way“ stand bei allen 110 Stopps auf dem Programm. Lindsey hatte offensichtlich das Memo gelesen, das am 1. Januar 1980 an alle Rockstars verschickt wurde, und sich die langen Haare abschneiden lassen.
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Fleetwood Mac 1982
Das Kräfteverhältnis innerhalb von Fleetwood Mac verschob sich 1981 ein wenig, als „Bella Donna“ und die Hits „Edge of Seventeen“ und „Stop Draggin‘ My Heart Around“ Stevie Nicks zum Solostar machten. Sie hätte problemlos den Diana-Ross-Weg einschlagen und die Band verlassen können, entschied sich aber für die seltene Phil-Collins-Variante: beides unter einen Hut bringen – die Band und ihre eigene Karriere. Als sie 1982 für „Mirage“ zur Gruppe zurückkehrte, nahmen sie ein Album mit weit mehr kommerziellem Potenzial als „Tusk“ auf, das mit „Gypsy“ und „Hold Me“ zwei Hits hervorbrachte. Auf Tour spielten sie trotzdem fast das gesamte „Rumours“-Programm, wie sie es in den nächsten Jahrzehnten bei nahezu jeder Tour tun sollten. Was damals niemand ahnte: Nach dem Ende der Tour würden sie noch 15 Jahre lang mit einem Lindsey-Ersatz auskommen müssen.
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Fleetwood Mac 1987
Die meisten hätten gewettet, dass Stevie Nicks irgendwann in den Achtzigern bei Fleetwood Mac aussteigen würde, um sich auf ihre Solokarriere zu konzentrieren. In Wirklichkeit war es Lindsey Buckingham, der das Handtuch warf. Er hatte im Laufe des Jahrzehnts eine gewisse Abneigung gegen Tourneen entwickelt – sein Solo-Album „Go Insane“ von 1984 tourte er nicht einmal – und bockte, als die Band einer 69-Stationen-Tour zur Promotion von „Tango in the Night“ von 1987 zustimmte. Buckingham war die kreative Schlüsselfigur hinter dem Album, doch die Sessions waren angespannt, und Nicks war dem Prozess gegenüber weitgehend desinteressiert. Er hatte schlicht genug. Als Ersatz verpflichteten sie Billy Burnette, den Sohn von Rockabilly-Ikone Johnny Burnette, sowie Gitarrist Rick Vito. „Wir hatten eine großartige Version von ‚Go Your Own Way‘ mit der Band“, sagte Burnette 2022 gegenüber dem ROLLING STONE. „Die Band, mit der Rick und ich unterwegs waren, war wirklich toll. Lindsey war natürlich einer meiner Lieblingsgitarristen und -künstler auf der ganzen Welt. Das war der schwierige Teil.“
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Fleetwood Mac 1990
Die „Tango in the Night“-Tour war für Fans eine Herausforderung, weil Buckingham fehlte – aber immerhin tourten sie für ein großartiges Album, das die Hits „Big Love“, „Little Lies“, „Everywhere“ und „Seven Wonders“ hervorgebracht hatte. Das war drei Jahre später anders, als sie für das durch und durch enttäuschende „Behind the Mask“ von 1990 wieder auf die Straße gingen – das erste Fleetwood-Mac-Album seit über 25 Jahren ohne Lindsey Buckingham, auch wenn er auf dem Titeltrack akustische Gitarre spielte. Auf der Tour standen gerade mal drei Songs von „Behind the Mask“ auf dem Programm, dafür sechs von „Rumours“. Der Tradition folgend beschlossen sie den Hauptset mit „Go Your Own Way“, wieder mit Burnette und Vito, die das Lindsey-große Loch so gut es ging zu füllen versuchten. Als die 101-Daten-Tour im Forum in Inglewood, Kalifornien, endete, kam Buckingham selbst für eine Handvoll alter Hits auf die Bühne – darunter „Go Your Own Way“. Die von allen ersehnte Reunion-Tour ließ aber noch einige Jahre auf sich warten. Was als Nächstes kam, war eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte von Fleetwood Mac.
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Lindsey Buckingham 1992
Nach der Veröffentlichung von „Go Insane“ im Jahr 1984 legte Lindsey Buckingham eine ausgedehnte Pause von seiner Solokarriere ein und brauchte nach seinem Abgang bei Fleetwood Mac 1987 lange, um wieder in Tritt zu kommen. 1992 meldete er sich schließlich mit dem Solo-Album „Out of the Cradle“ zurück. Es war der Höhepunkt der Grunge-Bewegung, und das Interesse an Fleetwood Mac war damals gering – an Buckingham solo erst recht, das Album stieg nur auf Platz 128 ein. Immerhin brachte es ihn zum allerersten Mal als Solokünstler auf die Bühne. Das Set war schwer mit Fleetwood-Mac-Songs bestückt, darunter ein rasantes „Go Your Own Way“, bei dem ihn die Gitarristinnen Janet Robin und Steve Ross begleiten.
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Fleetwood Mac 1995
Fleetwood Mac hätten sich nach dem Ende der „Behind the Mask“-Tour problemlos auflösen können, als Stevie Nicks die Band verließ. Aber Mick Fleetwood und John McVie verfolgen seit der Gründung der Gruppe im Jahr 1967 eine „Niemals aufgeben“-Haltung, und es ist schwer zu argumentieren, dass die Männer, die das „Fleetwood“ und das „Mac“ in Fleetwood Mac verkörpern, die Band nicht weiterführen dürften. Zwei Jahrzehnte nachdem sie Nicks und Buckingham an Bord geholt hatten, verpflichteten sie Dave Mason von Traffic und Bekka Bramlett – Tochter von Delaney und Bonnie Bramlett. Christine McVie blieb, um an dem unglückseligen Album „Time“ von 1995 mitzuwirken, entschied sich aber gegen die Tour. Das war wohl klug, denn sie teilten die Bühne mit REO Speedwagon und Pat Benatar. Es ist die einzige Tournee in der Geschichte von Fleetwood Mac, bei der „Go Your Own Way“ ohne Stevie und ohne Lindsey gespielt wurde. Und zur Ehrenrettung: Bramlett und Burnette waren beeindruckend. (Sie wiederholten zudem die Geschichte, indem sie auch abseits der Bühne miteinander anbändelten.) Aber diese Version von Fleetwood Mac war eine, die das Publikum nie akzeptieren würde. „Wir hatten am Ende eine Reihe talentierter Menschen, die gute Musik machten, aber sie hätten nicht als Fleetwood Mac touren sollen“, schrieb Mick Fleetwood in seiner Autobiografie „Play On“ von 2014. „Diesmal fehlten zu viele wesentliche Teile des Räderwerks.“
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Fleetwood Mac 1997
1997 hatten die megaerfolgreichen Reunion-Touren der Eagles, Kiss, Jimmy Pages und Robert Plants und sogar der Sex Pistols bewiesen, dass die 20-Jahres-Nostalgie-Regel durchaus ihre Gültigkeit hat. Also übernahmen Fleetwood Mac das Eagles-Playbook bis ins kleinste Detail: Sie buchten ein Filmstudio in Los Angeles, holten das Lineup der Classic-Ära für ein Konzert zusammen, das sie durch mehrere Takes perfektionieren konnten, veröffentlichten es als TV-Special und Live-Album und gingen auf Arenen-Tour. Es lief makellos. „The Dance“ begeisterte nicht nur ältere Fans, die Fleetwood Mac kaum noch auf dem Schirm gehabt hatten, sondern machte auch eine völlig neue Generation mit ihrem Werk vertraut. Buckhinghams jüngste Soloauftritte hatten seine Fähigkeiten auf Hochglanz poliert, und er lieferte an jenem Abend und auf der kurzen Tour eine weitere furiose Version von „Go Your Own Way“.
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Fleetwood Mac 2003
Fleetwood Mac spielten auf der „Dance“-Tour gerade mal 47 Shows, ausschließlich in amerikanischen Arenen. Sie hätten die Tour rund um den Globus führen und wohl weitere 150 Konzerte spielen können – aber Christine McVie weigerte sich schlicht. Sie träumte seit Jahren von der Rente, und kein Geldbetrag der Welt hätte sie umgestimmt. Erst als sie 2001 bei einer Show im Weißen Haus auftraten, um Präsident Clinton zu verabschieden und ihm dafür zu danken, dass er „Don’t Stop“ mit seinem Wahlkampf von 1992 wieder zum Hit gemacht hatte, erkannte die Band, dass es einen Weg vorwärts ohne McVie gab. Das führte zur Entstehung des Doppelalbums „Say You Will“ von 2003 und einer Reihe von Touren, bei denen Stevie und Lindsey die Band allein anführten – und sogar „Stand Back“ aus Stevies Solokarriere spielten. Wie immer schloss „Go Your Own Way“ den Hauptset ab.
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Lindsey Buckingham/Carrie Underwood 2007
Bei allem Respekt für Bo Bice, Constantine Maroulis und die anderen „American Idol“-Kandidaten von 2005 – sie hatten schlicht keine Chance, sobald Carrie Underwood in den Wettbewerb einstieg. Wenn Wissenschaftler in 10.000 Jahren einen perfekten Cyborg entwerfen würden, der in der Zeit zurückreist und „American Idol“ gewinnt, er wäre nicht anders als Carrie Underwood. Das bewies sie erneut bei Fashion Rocks 2007, als sie die erste Strophe von „Go Your Own Way“ sang und Buckingham dann auf die Bühne bat, um den Song mit ihr zu Ende zu bringen. An die Chemie zwischen Stevie und Lindsey kommt das natürlich nicht heran – aber es ist trotzdem eine beeindruckende Interpretation des Songs.
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Lindsey Buckingham 2008
In den 2000er-Jahren fand Buckingham die Balance, nach der er jahrzehntelang gesucht hatte: Solo-Alben veröffentlichen und auf Tour gehen, wann immer Fleetwood Mac pausierte. 2008 ging er hinter seinem Solo-Album „Gift of Screws“ auf die Straße. Die Band war deutlich schlanker als 1993 – nur Gitarrist Neale Heywood, Bassist und Keyboarder Brett Tuggle sowie Perkussionist Walfredo Reyes. Dass „Go Your Own Way“ den Set beschließen und das Gitarrensolo dabei in entsprechende Höhen aufsteigen würde, verstand sich zu diesem Zeitpunkt von selbst.
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Fleetwood Mac 2013
2013 ging die Mac wieder auf Tour, offiziell zur Promotion ihrer neuen EP „Extended Play“ mit dem unterschätzten Klassiker „Sad Angel“ – tatsächlich aber einfach, weil es Zeit war, wieder die Arenen zu bespielen. Christine McVie war seit 15 Jahren abwesend, und eine Rückkehr schien völlig ausgeschlossen. „Ich würde sagen, die Chancen dafür sind nicht größer als die, dass ein Asteroid auf die Erde trifft“, sagte Stevie Nicks kurz vor dem Tourstart gegenüber dem ROLLING STONE. „Sie ist fertig damit. Man sieht es jemandem ins Gesicht an, oder? Sie will es nicht mehr.“ Am Ende der Tour schlug der Asteroid tatsächlich ein: McVie kam auf die Bühne, spielte „Don’t Stop“ und stimmte einer weiteren Tour zu. Zuvor mussten sie jedoch die Welttour 2013 zu Ende bringen. Und ja, „Go Your Own Way“ war der letzte Song des Hauptsets. Bei vielen Shows wurde „The Chain“ von Position eins auf zwei verschoben – aber der Platz von „Go Your Own Way“ rückte nie.
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Fleetwood Mac 2015
Hätte Christine McVie ihrer Rückkehr nicht zugestimmt, hätte Fleetwood Mac nach der Tour 2013 wohl einige Jahre pausiert. Aber die Begeisterung über das Wiedersehen der „Rumours“-Fünf war so groß, dass sie eine 120-Daten-Tour buchten, die vom 30. September 2014 bis zum 22. November 2015 lief. Die Reunion ermöglichte es ihnen endlich, Songs wie „Little Lies“, „Songbird“, „You Make Loving Fun“ und „Everywhere“ wieder ins Programm zu nehmen, die seit 1997 nicht mehr gespielt worden waren. Um Platz zu schaffen, mussten einige zuletzt etablierte Nummern weichen – darunter Stevies Solo-Hit „Stand Back“. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass „Go Your Own Way“ gestrichen oder seines Ehrenplatzes als Set-Abschluss beraubt werden würde, war gleich null. Und jetzt konnten sie endlich wieder die exakt gleiche Harmonie wie auf der Originalaufnahme reproduzieren.
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