Stand: 23.08.2026, 20:28 Uhr
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Fußball-Kreisligist VfL Wildeshausen II hat das Nachbarschaftsderby gegen den Harpstedter TB durch einen Treffer von Abdal Mirza Silo mit 1:0 gewonnen. Dabei spielten die Krandel-Kicker nach dem Platzverweis von Marcel Fiedler knapp eine Stunde in Unterzahl.
Landkreis – Der Joker hat gestochen: Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung erzielte Abdal Mirza Silo das 1:0 für den Fußball-Kreisligisten VfL Wildeshausen II – es war der einzige Treffer im Nachbarschaftsderby gegen den Harpstedter TB. Trotz ordentlicher Leistung unterlag der TV Dötlingen dem SV Achternmeer mit 2:3.
VfL Wildeshausen II – Harpstedter TB 1:0 (0:0): Die Krandel-Kicker bestimmten zunächst das Geschehen, während die Gäste vorwiegend auf eine sichere Defensive bedacht waren. In der 36. Minute schwächten sich die Gastgeber dann selbst: Marcel Fiedler kam an der Mittellinie gegen Noah Wehrmann zu spät und erwischte den Harpstedter mit offener Sohle an der Wade. „Keine Diskussion! Das war eine klare Rote Karte“, akzeptierte VfL-Coach Stephan Strenger klaglos die Entscheidung von Schiedsrichter Jörn Peters (Delmenhorster TB). „Ansonsten war es aber ein faires Spiel.“ Die Wildeshauser kompensierten die Unterzahl durch erhöhten läuferischen Einsatz, taten sich nun aber noch schwerer, aussichtsreich vor das Tor zu kommen. Das galt allerdings auch für die Gäste. „Die Defensive stand, und alle haben eine gute Einstellung gezeigt. Was bei uns fehlt, sind die Torchancen“, haderte Harpstedts Trainer Alexander Geisler. Ein paarmal wurde es doch gefährlich. Allerdings zögerte Ole Brand zu lange mit dem Abschluss (75.), während Matthes Barenbrügge das Tor knapp verfehlte (80.). Stattdessen spielte Wildeshausen den kurz zuvor eingewechselten Abdal Mirza Silo frei, der von halbrechts flach zum 1:0 traf (81.). „Es war nicht einfach. Harpstedt hat es ordentlich gemacht. Ich freue mich, dass wir es trotzdem geschafft haben, das eine Tor zu schießen“, meinte Strenger. „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Wenn wir ein bisschen gefährlicher gewesen wären, wären auch drei drin gewesen“, fand Geisler.
TV Dötlingen – SV Achternmeer 2:3 (1:1): Aufsteiger Dötlingen lieferte dem Kreispokalsieger eine Partie auf Augenhöhe. „Am Ende war Achternmeer einen Tick effizienter und kaltschnäuziger“, erklärte TVD-Coach Marco Büsing. Seine Crew war durch Andreas Kari früh mit 1:0 in Führung gegangen (4.). Doch Nexhdet Berisha (13./51.) und der Ex-Wildeshauser Maximilian Ehle (83.) nutzten die kleinen Unaufmerksamkeiten in der Dötlinger Defensive gnadenlos aus. „Die Gegentore müssen wir nicht kriegen“, ärgerte sich Büsing. In puncto Einstellung und Moral konnte er seiner Crew aber keinen Vorwurf machen. Mit einem abgefälschten Distanzschuss erzielte Joost Hoffrogge in der Nachspielzeit das 2:3 (90.+3). Und fast wäre Jonas Krumland sogar noch der Ausgleich gelungen. Der Innenverteidiger traf in der letzten Aktion des Spiels aber nur den Querbalken. „Wir müssen daraus lernen und unsere Hausaufgaben machen“, sagte Büsing.