Sportfreunde Seligenstadt siegen nach Trennung von Wegmann – Sieben Spieler verlassen den Verein

Stand: 23.08.2026, 20:26 Uhr

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Fußball VL Gr. Süd.  SV Pars Neu-Isenburg : SG Rot-Weiss Frankfurt.Pars-Doppeltorschütze Savvas Konstantinitis (mitte) stürmt mit dem Ball gen Strafraum, Konstandin Petrovic (li.) versucht ihn zu stoppen.

Doppeltorschütze des SV Pars. Savvas Konstantinitis (rechts) stürmt mit dem Ball in Richtung Strafraum. Konstandin Petrovic (links) von Rot-Weiss Frankfurt versucht, ihn zu stoppen. Das klappte nur bedingt. © Leo F. Postl

Die Sportfreunde Seligenstadt gewinnen ihr erstes Spiel nach der Trennung von Trainer Nico Wegmann mit 4:2 gegen Rot-Weiß Darmstadt. Gleichzeitig haben sieben Spieler den Verein verlassen.

Offenbach – Der SV Pars Neu-Isenburg verteidigte in der Fußball-Verbandsliga Süd durch einen 3:0-Sieg gegen Rot-Weiss Frankfurt seine Tabellenführung. Der FC Germania Ober-Roden bleibt nach dem 0:0 gegen den SV Bosnien Herzegowina ebenfalls ungeschlagen. Im ersten Spiel nach der Trennung von Nico Wegmann gewannen die Sportfreunde Seligenstadt mit 4:2 gegen Rot-Weiß Darmstadt. Unterdessen haben gleich sieben Spieler den Verein verlassen. Die Spvgg. 03 Neu-Isenburg verlor auch ihr fünftes Saisonspiel, hatte beim 2:3 im Aufsteigerduell in Ginsheim viel Pech.

SV Pars Neu-Isenburg - RW Frankfurt 3:0 (1:0). „Mit dem Ergebnis war ich zufrieden, mit der ersten Hälfte nicht“, meinte Pars-Trainer Dejan Alempic. Boubacar Barry, der nach einer Verletzungspause erstmals wieder spielte, und Sinisa Alempic hatten eine gute Doppelchance zur Pars-Führung (17.), das 1:0 fiel fünf Minuten später: Taha Azaitouni traf auf Vorarbeit von Sinisa Alempic per Dropkick. Rot-Weiss hatte nach einer halben Stunde eine Ausgleichschance. Sonst habe es wenige Chancen gegeben, berichtete Alempic. „In der zweiten Hälfte waren wir dann tonangebend.“ Savvas Konstantinidis sorgte mit einem Doppelschlag für die Entscheidung. In der 64. Minute traf der Zugang aus Bad Homburg auf Vorarbeit von Azaitouni. Drei Minuten später flankte Zubayr Amiri, Barry legte zurück und Konstantinidis erzielte das 3:0. Yassin El Haddoudi hatte Pech bei einem Pfostenschuss (82.). In der 87. Minute hielt Torhüter Nino Suserski in seinem zweiten Spiel für den SV Pars den dritten Elfmeter. Er parierte nicht nur den Strafstoß von Badreldin Miss, sondern auch dessen Nachschuss.

Germania Ober-Roden - SV Bosnien/Herzegowina Frankfurt 0:0. Nach dem 0:0 gegen Bad Homburg blieb auch das zweite Heimspiel der ungeschlagenen Germania, die auswärts vier Punkte holte, torlos. „Die Bosnier haben gut angefangen, sind aber auch nicht gefährlich zum Abschluss gekommen. Nach einer Viertelstunde konnten wir uns dann öfter befreien“, berichtete Germania-Trainer Fabian Bäcker. Paul Bickel hatte eine gute Chance zur Germania-Führung. In der 36. Minute sah Frankfurts Husejn Mevkic nach einer rüden Grätsche in die Achillessehne von Mo Ashriam die Rote Karte. Danach machte die Germania in Überzahl das Spiel, die Bosnier zogen sich zurück. „Die haben sich ein bisschen in die Pause gerettet. Wir haben uns in der Halbzeit einen Plan gemacht, wie wir sie mit einem Mann mehr bespielen wollen. Das wäre auf Dauer in die Richtung gegangen, dass wir mehr Chancen gehabt hätten, zu gewinnen“, meinte Bäcker. Allerdings sah Luka Beric, der bereits kurz vor der Pause verwarnt worden war, kurz nach Wiederanpfiff bei seinem Pflichtspieldebüt für die Germania seine zweite Gelbe Karte. Vor den Toren passierte in der Folge nicht mehr viel. „Das 0:0 geht in Ordnung“, sagte Bäcker.

Sportfreunde Seligenstadt - RW Darmstadt 4:2 (1:1). „Das war ein hochverdienter Sieg“, sagte Sportfreunde-Abteilungsleiter Sven Kittler, der die Mannschaft nach der Trennung von Nico Wegmann gemeinsam mit Michael Ashcroft interimsmäßig betreute. Die Sportfreunde legten einen Blitzstart hin. Robin Weber brachte die Gastgeber bereits in der dritten Minute in Führung. „In den ersten 25 Minuten hat das Team genau das umgesetzt, was wir vorgegeben haben. Das war die ersten 25 Minuten überragender Fußball, was die Mannschaft eigentlich die ganze Zeit schon hätte leisten können“, meinte Kittler. „Dann haben wir es zunächst etwas schleifen lassen.“ Darmstadt glich zum 1:1 aus. Im zweiten Abschnitt das gleiche Spiel: Marvin Heinz (61.) brachte Seligenstadt erneut in Führung, Rot-Weiß traf zum 2:2 (63.). Dank des zweiten Treffers von Robin Weber (73.) und einem erfolgreich abgeschlossenen Konter von Manuel Konaté Lueken setzte sich Seligenstadt mit 4:2 durch. „In der zweiten Hälfte waren wir die dominante Mannschaft. Unsere Tore waren top herausgespielt“, berichtete Kittler, der noch in dieser Woche einen Nachfolger für Nico Wegmann präsentieren möchte. Der wird wohl mit einem kleineren Kader zurechtkommen müssen. Laut Kittler haben im Zuge der Trennung von Wegmann in Luca Dähn, Johannes Pex, Clay Verkaj, Robin Rosenberger, Daniel Müller, Nils Kolhbacher und Esref Su gleich sieben Spieler den Verein verlassen.

VfB Ginsheim - Spvgg. 03 Neu-Isenburg 3:2 (1:0). „Das kann keiner verstehen, dass wir wieder als Verlierer vom Platz gegangen sind“, sagte der Sportliche Leiter Stephan Adam, der die Neu-Isenburger Mannschaft ein weiteres Mal gemeinsam mit Luca Borrelli interimsmäßig trainierte. „Wir hatten die ersten 30 Minuten die volle Kontrolle über das Spiel“, berichtete Adam. Die größte Chance zur Führung hatte Aziz Bidou, der den Innenpfosten traf (35.). Kurz danach erzielten die Ginsheimer „mit ihrem ersten Torschuss“ (Adam) das 1:0. Beim zweiten Ginsheimer Treffer sah Torhüter Timon Köhler nicht gut aus, die Ginsheimer legten sogar noch einen dritten Treffer nach. Durch zwei verwandelte Elfmeter von Ahmed Diack kamen die Neu-Isenburger aber zurück. „In der Schlussphase haben wir auf ein Tor gespielt, der Ausgleich wäre verdient gewesen“, ärgerte sich Adam.

VfR Fehlheim – FC Hanau 93 6:4 (3:3). Es wurde nichts mit einem Geburtstagsgeschenk für Giuseppe Scopelliti. Der Trainer des Fußball-Verbandsligisten FC Hanau erlebte an seinem 34. Ehrentag mit seinem Team ein wildes Spiel beim Aufsteiger VfR Fehlheim, das mit einer 4:6-Niederlage endete. „Wir haben es gut gemacht und dreimal geführt. Doch wenn man auswärts vier Tore schießt, muss man ein Spiel gewinnen“, haderte Scopelliti. Durch die dritte Niederlage im vierten Rundenspiel nistet sich der Hessenliga-Absteiger zunächst in der Abstiegszone der Verbandsliga Süd ein. Aufsteiger Fehlheim bleibt oben dran.