Absoluter Geheimtipp: Einer der besten Horrorthriller aller Zeiten läuft im Free-TV

Stand: 20.09.2026, 07:30 Uhr

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Der Pakt der Wölfe - Der furchtlose Chevalier Grégoire de Fronsac (Samuel Le Bihan) macht Jagd auf die Bestie.

Der Pakt der Wölfe - Der furchtlose Chevalier Grégoire de Fronsac (Samuel Le Bihan) macht Jagd auf die Bestie. © Studiocanal

Action, Grusel, Romantik: „Der Pakt der Wölfe“ zählt zu den besten Horrorthrillern aller Zeiten.

Eine Wolfsjagd im 18. Jahrhundert: Unbedingt spannend klingt das nicht. Wenn aber ein Irokese in eben dieser Zeit europäischer Vormachtstellung im königlichen Frankreich auf Beutefang geht, ist das schon wieder ungewöhnlich. Aber wiederum auch nur ein kleines Detail in einem wilden und gewagten Genremix aus Thriller und Horror. Der SWR zeigt am Sonntag, 20. September, 22.55 Uhr, die französische Bilderflut „Der Pakt der Wölfe“ aus dem Jahr 2001.

Der Pakt der Wölfe - Die zwielichtige Schönheit Sylvia (Monica Bellucci) beginnt eine verhängnisvolle Affäre mit einem Wissenschaftler.

Der Pakt der Wölfe - Die zwielichtige Schönheit Sylvia (Monica Bellucci) beginnt eine verhängnisvolle Affäre mit einem Wissenschaftler. © Studiocanal

Besagter Irokese, wird vom Hawaiianer Mark Dacascos dargestellt. In dessen Filmografie - pardon - Videografie finden sich grenzwertige Machwerke wie „Drag Strip Girl“ (1994), „The Base“ (1998) oder „Instinct To Kill“ (2001). Zwischen genanntem Action-Krampf glänzt aber auch eine Perle: die grandiose Martial-Arts-Mangaverfilmung „Crying Freeman“ aus dem Jahr 1995.

Grandios deshalb, weil spektakuläre Action mit einer bis dahin kaum gesehenen Bildästhetik einherging. Dacascos brillierte trotz oder gerade wegen seines unschuldigen, fast schon kindlichen Ausdrucks als tätowierter Triaden-Killer. Das Meisterwerk der Actionkunst geht auf das Konto des französischen Regisseurs Christophe Gans. Bei seinem Zweitling „Pakt der Wölfe“ transportiert er den „Freeman“ in die Zeit der Regierung des Königs Ludwig XV., paart ihn mit der Eleganz der Historienfilme, vermengt das Ganze mit dem Horror von „Sleepy Hollow“ und verquirlt alles noch einmal mit der Coolness von „Matrix“.

Unnachahmliche Action in grandiosen Bildern

Aus dem Shaker kommt ein mit 35 Millionen Dollar geradezu lächerlich kostengünstiges Epos, das in Frankreich allein fünf Millionen Zuschauer in den Kinosesseln geplättet hat. Überraschenderweise verliert die Jagd nach einer Bestie, die in einer dünn besiedelten Region in Südfrankreich bereits Hunderte von Frauen und Kindern dahingemetzelt hat, auch auf dem „kleinen“ TV-Bildschirm nichts von ihrer Wirkung. Wenngleich man Gans, der auch das Videogame „Silent Hill“ recht eindrucksvoll verfilmte, wohl vorwerfen darf, dass er seine Schauermär ein paar Handlungsstränge zu weit spinnt.

In deren Zentrum steht neben dem Indianer Mani der Wissenschaftler Grégoire de Fronsac (Samuel Le Bihan), der sich zwischen Aufklärung und konservativen Wertvorstellungen, Nebenbuhlern und schönen Frauen (Monica Bellucci) bewegen muss. Die Folge: Der unaufmerksame Zuschauer verliert rasch den Faden. Der Irokese, im Mode-Crossover mit Kutschermantel, bringt mit unnachahmlicher Action den Zuschauer aber wieder zurück. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)