Achterbahnfahrt im Giesendahl: TuS Uentrop gleicht aus – ein Elfmeterpfiff „bricht das Genick“

Stand: 11.10.2026, 21:01 Uhr

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TuS_Uentrop_RW Westönnen, Marvin Gockel

Sorgte für frischen Wind im Uentroper Angriff gegen RW Westönnen – und den 1:2-Anschlusstreffer: TuS-Akteur Marvin Gockel. © Günter Thomas

Der TuS Uentrop verliert gegen RW Westönnen mit 2:4 und kassiert die dritte Niederlage in Folge. Ein Elfmeter zum 2:3 in der 70. Minute brach dem Aufsteiger das Genick.

Hamm – Achterbahngefühle auf dem Sportplatz „Im Giesendahl“: Nach der ersten Halbzeit sah das Team des TuS Uentrop bereits wie der sichere Verlierer aus im Spiel der Fußball-Bezirksliga (7) gegen RW Westönnen. Mit 0:2 lag der Aufsteiger gegen den Tabellensiebten zur Pause hinten, kämpfte sich zum 2:2 zurück, um am Ende doch mit leeren Händen, gesenkten Köpfen und einer 2:4 (0:2)-Niederlage vom Platz zu gehen. „Ich finde, dass wir es gar nicht so schlecht gemacht haben“, sagte TuS-Trainer Salvatore Gambino. „Aber wenn du Fehler machst, bestraft eine Mannschaft wie Westönnen die eben sofort.“

Das 2:3 hat uns das Genick gebrochen.

Bei Pietro Peters herrschte dagegen Erleichterung, nachdem seine Mannschaft zwischenzeitlich ins Wanken geraten war. „Wir führen verdient, verlieren in der zweiten Halbzeit aber den Faden“, sagte der Trainer der Westönner. „Uentrop spielt da gut nach vorne, der Ausgleich war völlig verdient – und sie haben dann sogar die bessere Möglichkeit, um in Führung zu gehen. Daher hätte das hier auch anders ausgehen können.“

Dass er zu diesem Fazit kommen könnte, war im ersten Durchgang nicht abzusehen. Nach zehn guten Uentroper Minuten mit ersten Gelegenheiten spielte da nur eine Mannschaft – die der Gäste. Und die nutzte ihre erste Möglichkeit zur Führung. RW spielte sich bis zur Grundlinie durch, der Pass in Richtung Elfmeterpunkt fand Mika Laenen, der flach an Fynn-Louis Fischer, der dieses Mal im Uentroper Tor stand, vorbei zum 0:1 traf (11.). Fortan hatte der Gast das Geschehen im Griff – und legte durch Kapitän Christopher Clarysse zum 0:2 nach (26.).

Marvin Gockel belebt das Spiel des TuS Uentrop

„Das war einfach ärgerlich, wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt“, sagte Uentrops Marvin Gockel, der kurz vor der Pause eingewechselt wurde, nachdem Jan Drewer auf die Schulter gefallen war und aus dem Spiel musste. Gockel war fortan ein belebender Faktor im Uentroper Spiel – und nicht von ungefähr Schütze des Anschlusstreffers kurz nach der Pause, der den guten Start der Gastgeber in Halbzeit zwei belohnte: Der agile Bright Azuh hatte nach einem Fehlpass im Strafraum nachgesetzt, der Pressschlag landete vor den Füßen von Gockel, und der musste nur noch einschieben (56.). Als dann auch noch Lennard de Graaf nach präziser Flanke von Leon Wenglorz per Kopf der Ausgleich gelang (63.), schien der Weg frei für den TuS.

Doch auf der anderen Seite grätschte Hendrik Nölle unfreiwillig dazwischen. Sein elfmeterwürdiges Foul an Kevin Nicolai, der „nur auf das Foul gewartet“ hatte, aber „getroffen wurde“ (Peters), bescherte den Gästen einen Elfmeter, den Clarysse sicher zum 2:3 einnetzte (70.).

Unnötiger Elfmeter kostet Uentrop Punkte

„Wir waren gut im Spiel, kriegen dann einen unglücklichen Elfmeter, der unnötig ist“, ärgerte sich Gockel, dessen Team kurz zuvor noch selbst drauf und dran gewesen war, in Führung zu gehen. „Dann geben wir das Spiel aus der Hand.“ Zwei Minuten später legte Jonah Osterhoff nach defensivem Abstimmungsfehler noch Treffer Nummer vier nach, und das Spiel war durch. „Das 2:3 hat uns das Genick gebrochen“, so Gambino. „Danach sind wir nicht mehr ins Spiel gekommen.“ Es war die dritte Niederlage der Uentroper in Folge.