Stand: 16.08.2026, 17:55 Uhr
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Von Freitag bis Sonntag konnten Besucher im Rebstockpark Musik, Essen und Kunsthandwerk aus verschiedenen afrikanischen Ländern kennenlernen. Beim Afrika Forum diskutierten Experten über die Zukunft der Allianz der Sahelstaaten.
Schon beim Betreten des Festgeländes ist die Musik nicht zu überhören. Sommerhits wie „Calm Down“ und „Jerusalema“ erklingen, dazwischen mischen sich Stimmen, Kinderlachen und Trommelklänge. Beim Afrikanischen Kulturfest lernten Besucherinnen und Besucher von Freitag bis Sonntag Musik, Essen, Kunsthandwerk und unterschiedliche Kulturen kennen.

Besonders auffällig ist der afrikanische Basar. Zwischen bunten Kleidern liegen Gewürze, Schmuck und handgeschnitzte Figuren, auch verschiedene Instrumente werden angeboten. Einige Kinder probieren selbst aus, welche Töne aus den Trommeln kommen. An den Ständen gibt es außerdem Hüte, Haarschmuck und Taschen zum Anprobieren.
Unterschiedliche Traditionen
Auch kulinarisch geht es auf dem Festgelände quer durch Afrika. An den Essensständen werden Gerichte aus unterschiedlichen Ländern angeboten, darunter Kenia und Nigeria. Auch jamaikanische Spezialitäten sind zu finden. Der Duft von Gewürzen und frisch zubereiteten Speisen zieht über das Gelände und gehört ebenso zur Atmosphäre des Fests wie die Musik von der Bühne.
Für Kinder gibt es neben den Verkaufs- und Essensständen weitere Angebote. Ein Spielmobil sorgt dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Viele Familien machen es sich unter den Bäumen im Schatten gemütlich und probieren sich durch das Essensangebot. Eine Besucherin freut sich besonders darüber, wie familienfreundlich die Veranstaltung ist: „Ich war letztes Jahr auch schon da, die Kinder hatten total Spaß.“ Kinder könnten hier gemeinsam mit ihren Eltern einen schönen Tag verbringen und verschiedene Kulturen kennenlernen.
Doch das Fest soll nicht nur unterhalten. Beim „Afrika Forum“ geht es auch um politische Fragen. Expertinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft diskutieren bei einem Panel über die Zukunft der Allianz der Sahelstaaten, zu der Mali, Burkina Faso und Niger gehören. Dabei geht es unter anderem um bisherige Erfahrungen sowie politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Perspektiven.
Der 53-jährige Sabo, der aus Nigeria stammt, hört besonders begeistert zu: „In Deutschland hört man nicht viel über afrikanische Themen.“ Das Forum biete deshalb eine Möglichkeit, sich damit auseinanderzusetzen und neue Perspektiven kennenzulernen.
Auch der Gedanke des Zusammenhalts spielt für einige Besucherinnen und Besucher eine wichtige Rolle. Sie finden es schön, dass unterschiedliche afrikanische Kulturen gemeinsam präsentiert werden und Menschen mit verschiedenen Hintergründen zusammenkommen. „Afrika ist nicht gleich Afrika, unsere Kulturen sind alle so vielfältig“, sagt die 38-jährige Fatou. Gerade diese Vielfalt mache die Veranstaltung besonders.
Afrika wird auf dem Fest nicht als eine einheitliche Kultur dargestellt. An den Ständen, beim Essen, in der Musik und bei den Gesprächen werden unterschiedliche Länder und Traditionen sichtbar. Besucherinnen und Besucher können so Bekanntes wiederfinden und neue Seiten des Kontinents entdecken.
Am späten Nachmittag wird es unter den Bäumen voller. Familien sitzen auf Decken, Kinder spielen, während an den Ständen weiter gestöbert wird. Von der Bühne klingt Musik über das Gelände, daneben werden Gespräche über Politik und Gesellschaft geführt.
So wird aus dem Afrikanischen Kulturfest ein Ort, an dem Begegnung ganz selbstverständlich entsteht: beim Essen, beim Tanzen oder im Gespräch mit dem Menschen am nächsten Stand.