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In der Koalition brodelt es. Kaum ist der Job von Kanzler Friedrich Merz (CDU) fürs Erste gesichert, wird wieder über Reformen und Steuern gestritten. Ganz neu auf der Liste: der Zoff um die Zuckersteuer aus dem Haus von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). Kommende Woche findet der nächste Koalitionsausschuss statt. Mögliche Streitthemen für das Treffen gibt es genug.
Genau in dieser Situation zeigt eine aktuelle Umfrage: Die Union ist schwach wie nie, während die AfD einen neuen Rekordwert erklimmt. Ermittelt wurden die Zahlen vom Institut Insa für die „Bild“-Zeitung. Die Werte im Überblick:
Quelle: Insa, befragt wurden 1202 Personen in der Zeit vom 28. September bis zum 2. Oktober, die Fehlertoleranz beträgt 2,9 Prozent
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge.
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Neue Umfrage: CDU fällt auf 18 Prozent, AfD bei 30 Prozent
Die Sonntagsfrage zeigt: Die Union verliert gegenüber der letzten Umfrage des Instituts erneut einen Prozentpunkt, die AfD hingegen gewinnt einen Prozentpunkt hinzu. Der Abstand zwischen Union und AfD liegt damit mittlerweile bei zwölf Prozentpunkten. Die Lage auf den hinteren Plätzen des Parteientableaus zeigt sich so gut wie unverändert.
Bemerkenswert ist außerdem: Die beiden Regierungsparteien Union und SPD kommen gemeinsam nur noch auf 32 Prozent. Ein Drei-Parteien-Bündnis aus SPD, Grünen und Linken hätte mit 38 Prozent keine parlamentarische Mehrheit.
Die rein rechnerischen Machtoptionen im Bundestag: Eine Kenia-Koalition aus CDU/CSU, Grünen und SPD würde 46 Prozent erreichen; ein von der Union ausgeschlossenes Bündnis zwischen CDU/CSU und AfD käme auf 48 Prozent.
Auch die Zufriedenheit mit Merz sinkt weiter: Nur noch 15 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden. 79 Prozent zeigen sich demgegenüber mit seiner Arbeit unzufrieden. Hermann Binkert, Chef des Instituts Insa, kommentiert das Ergebnis der Umfrage gegenüber der Zeitung: „Union und SPD werden diesen Negativtrend nicht mehr substanziell drehen können.“
bee