Stand: 26.09.2026, 07:29 Uhr
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Das Oktoberfest steckt voller überraschender Geschichten – von einem berühmten Glühbirnen-Schrauber bis zum lebenslangen Hausverbot für einen Promi.
München – Rund um das Oktoberfest ranken sich zahlreiche Geschichten, die selbst eingefleischte Wiesn-Fans überraschen dürften. Von einem berühmten Physiker als Aushilfe beim Zeltaufbau über ein prominentes Hausverbot bis hin zu Pferden in einem Festzelt – eine Auswahl bemerkenswerter Fakten.

Albert Einstein schraubte Glühbirnen im Schottenhamel-Zelt – Paris Hilton hat Oktoberfest-Verbot
Prominente Gäste gehören seit jeher zum Oktoberfest. Dass einer der berühmtesten Wissenschaftler der Geschichte jedoch hinter den Kulissen mitarbeitete, wissen nur wenige. Die elektrotechnische Firma „J. Einstein & Cie.“ übernahm 1896 die Installation der Beleuchtung in den Festzelten. Der damals 17-jährige Albert Einstein, Sohn des Firmeninhabers, packte als Aushilfe mit an und montierte Glühbirnen im Schottenhamel-Zelt. Laut der Stadt München handelt es sich zwar um einen Mythos, doch der Autor Christian Rupprecht-Essig bestätigt die Episode in seinem Buch „Inside Wiesn“ (2025) – ebenso wie das Schottenhamel-Zelt selbst in einem Instagram-Beitrag. Die Relativitätstheorie formulierte Einstein erst knapp zwei Jahrzehnte später.
Weniger erfreulich verlief der Wiesn-Besuch von Paris Hilton. Die Erbin der gleichnamigen Hotelkette warb 2006 unerlaubt und in einem goldenen Designer-Dirndl für Dosen-Prosecco ihrer eigenen Marke. Daraufhin verhängte die Festleitung 2007 ein verschärftes PR-Verbot und erklärte Hilton zur „Persona non grata“. Seitdem ist sie dauerhaft vom Oktoberfest ausgeschlossen. Die Stadt München reagierte im selben Jahr mit einem neuen Paragrafen in den Wiesn-Betriebsvorschriften: „Modeschauen, Promotionaktionen, Benefizveranstaltungen, Pressetermine“ wurden untersagt.
Erlaubt ist Wiesn-Besuchern dagegen, ihre eigene Brotzeit mitzubringen. „Nach bayrischer Tradition ist es erlaubt, in Biergärten seine Brotzeit, jedoch nicht die Getränke mitzubringen“, erklärt die Stadt auf der Website oktoberfest.de. Die mitgeführten Taschen dürfen allerdings maximal 20 × 15 × 10 Zentimeter messen.
Rekorde, Traditionen und „Prosit“ aus Chemnitz – sowie eine Vielzahl an internationalen Oktoberfesten
Auch bei den Zahlen liefert das Oktoberfest Staunenswertes: 2025 wurden 6,5 Millionen Liter Bier ausgeschenkt – genug, um mehr als zweieinhalb olympische Schwimmbecken zu füllen. Als dauerhafter Negativrekord beim Anzapfen gelten die 17 Schläge, die Oberbürgermeister Thomas Wimmer (SPD) im Jahr 1950 benötigte, bevor er „O'zapft is!“ rufen konnte.
Die Tradition, dass der Ministerpräsident die erste Mass erhält, geht auf Franz Josef Strauß zurück. Er sagte 1980 ins BR-Mikrofon: „Alle Dienstboten haben einen Vertrag, da ist genau geregelt, was sie kriegen. In meinem Dienstvertrag habe ich vor Amtsantritt darauf bestanden, dass ich die erste Mass krieg’, die der OB anzapft.“
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Als gebürtiger Münchner freue ich mich, Sie regelmäßig mit aktuellen Nachrichten aus unserer Weltstadt mit Herz zu versorgen. Das Zentrum der Isarmetropole ist zweifelsohne der am stärksten frequentierte – und für viele auch bekannteste – Teil. Zwischen Siegestor, Glockenbachviertel, Fußgängerzone, Theresienwiese und Westend ist eigentlich immer etwas los. Im Newsletter „München-City“ informiere ich Sie jede Woche, was in den Stadtbezirken Altstadt-Lehel, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Maxvorstadt und Schwanthalerhöhe aktuell geschieht. Ich freue mich auf Sie!
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Auch Pferde waren bis 1988 in einem Festzelt unterwegs, wo Gäste in einer Manege reiten konnten – danach wurde dies aus Tierschutzgründen beendet. Das „Prosit der Gemütlichkeit“ wiederum stammt vom Chemnitzer Komponisten Bernhard Traugott Dietrich (1840–1902) und wurde vom Nürnberger Wirt Georg Lang (1866–1904) auf der Wiesn etabliert. Oktoberfeste finden zudem weltweit statt, etwa in China, Kanada, Japan, Brasilien oder den USA. (Quellen: Stadt München, oktoberfest.de, eigene Recherche)