Alpenwelle-Cup: Tölzer Löwen siegen 8:2 – Finale gegen Geretsried

Stand: 04.09.2026, 23:45 Uhr

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Eishockey Bayernliga Vorbereitung TEV Miesbach - EC Bad Tölz

Sieger in Miesbach: Alexander Fichtner (re.) und die Tölzer Löwen. © Ralf Poeplau

Die Tölzer Löwen setzen sich im Halbfinale gegen Miesbach deutlich durch. Geretsried schlägt Klostersee 3:1 und trifft am Sonntag um 19 Uhr auf Tölz.

Geretsried/Miesbach/Bad Tölz – Anfangs noch etwas wackelig, am Ende aber mehr als souverän. Die Tölzer Löwen setzten sich im Halbfinale des Alpenwelle-Cups beim TEV Miesbach mehr als deutlich mit 8:2 durch, und heimsten so ein Lob ihres Trainers ein. „Hat schon gepasst, souverän runtergespielt“, kommentierte Axel Kammerer. Somit kommt es am Sonntag (19 Uhr) in der Hacker-Pschorr-Arena zum Endspiel gegen die Geretsrieder River Rats, die sich im Parallelspiel mit 3:1 gegen den EHC Klostersee durchsetzten. Die Analyse des Geretsrieder Trainers Thomas Gams: „Es war ein hart umkämpftes Spiel. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.“

In Geretsried behielten die River Rats um Thomas Gania (vo.) und Torhüter Korbinian Sertl die Oberhand.

Die Oberhand behielten auch die River Rats um Thomas Gania (vo.) und Torhüter Korbinian Sertl © Thomas Wenzel

Kammerer sendete im Vorfeld der Partie an der Schlierach eine deutliche Warnung an seine Mannschaft. „Du kannst dich in solchen Spielen nur blamieren.“ Das beste Beispiel lieferte unlängst der Erzrivale SC Riessersee, der dem TEV mit 4:6 unterlag. Eine neuerliche Überraschung stand indes nur sehr bedingt im Raum. Nämlich als Miesbach mit 1:0 in Führung ging. Ein Doppelschlag brachte zunächst die Löwen in die Spur. Johannes Haßmann setzte zum Solo an und netzte zum Ausgleich ein. „Sehr schöne Einzelaktion“, goutierte Kammerer.

Piipponen schießt Löwen in Führung

Nachgelegt hat Sandro Schönberger durch einen seiner berüchtigten Abfälscher am Torraum. Ohne Not kassierten die Buam letztmalig den Ausgleich. Schütze Maxi Vollmayer zeigte, warum ihn auch die Löwen gerne im Team gehabt hätten. Diesen Aufwand aber lässt der Job des langjährigen Rosenheimer Verteidigers zum Bedauern von Kammerer nicht zu. Verlassen kann sich der Coach nach wie vor auf Topi Piipponen. Schaut mit angedeutetem Vollbart nicht wirklich gefährlicher aus, traf aber im Powerplay zum 3:2.

Löwen ab dem zweiten Drittel dominant

Ein Vorsprung, dem der Bayernligist nichts mehr entgegenzusetzen hatte. „Ab dem zweiten Drittel haben wir das Spiel dominiert“, urteilt Kammerer. Spielerisch auf alle Fälle. Nur in Effizienz-Angelegenheiten passte der Kontrast noch nicht ganz. Immerhin reichte es zum 4:2, das Schönberger via Bauerntrick finalisierte. In der Folgezeit erlahmte die Gegenwehr seitens der Gastgeber sichtlich. Die 660 Zuschauer durften torhungrige Löwen beäugen. „Da haben wir die Chancen endlich genutzt“, stellt Kammerer fest. Justin Braun traf, fein freigespielt von Julian Lautenbacher, aus dem Handgelenk unter die Latte.

Im Schlussdrittel wird das Ergebnis hoch

Das halbe Dutzend schnürte Lukas Wagner im Zuge einer 2:1-Situation. Zudem durften sich „Isi“ Sahanoglu und Dominik Daxelberger in die Torschützenliste eintragen. Fazit Kammerer: „Wir haben uns über die gesamte Spielzeit immer mehr durchgesetzt.“

Neuzugang Skvorcovs: Erstes Tor im ersten Spiel

Die Geretsrieder gingen vier Minuten vor Schluss des ersten Drittels mit 1:0 in Führung. Stephan Englbrecht zog von der blauen Linie ab, Neuzugang Gunars Skvorcovs fälschte den Puck ins Klosterseer Tor ab. Die Partie blieb vor den 345 Zuschauern in der Folgezeit hart umkämpft. Im zweiten Drittel erzielte Jan Tiacil den 1:1-Ausgleich. Dieses Ergebnis hatte bis kurz vor Ende der Partie Bestand. Dann hatte wiederum Stephan Endlbrecht seine Hände im Spiel: Kurz nach dem Ende eines Überzahlspiels setzte er mit einem klugen Querpass Mäx Hüsken in Szene. Dessen Direktschuss parierte EHC-Schlussmann Lukas Steinhauer. Beim Abpraller reagierte Xaver Hochstrasser blitzschnell und schob aus spitzem Winkel zum 2:1 ein (56.).

Treffer zum 3:1 ins leere Tor

Die Gäste nahmen danach ihren Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Luis Huber bewies Zielsicherheit und traf aus dem eigenen Verteidigungsdrittel zum 3:1 ins leere gegnerische Tor. „Ich bin zufrieden mit dem Start, wir haben gut dagegengehalten“, kommentierte Gams. „Wir waren bereit zu kämpfen und zu laufen.“

Während Tölz und Geretsried am Sonntag um 19 Uhr im Finale um den Alpenwelle-Cup kämpfen, treffen Klostersee und der TEV Miesbach bereits um 15.30 Uhr im Spiel um Platz drei im Tölzer Eisstadion aufeinander.