Vor Bild von Kreml in Flammen: Selenskyj kündigt Vergeltungsschlag an

Reaktion auf russische Attacke

Brennender Kreml im Hintergrund: Selenskyj gibt Angriffsbefehl

Von t-online

04.09.2026 - 23:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Nach einem russischen Angriff auf ein ukrainisches Geheimdienstgebäude kündigt Selenskyj Vergeltung an. Ziele sind offenbar schon festgelegt.

Eine russische Drohne hat das Hauptgebäude des ukrainischen Geheimdienstes SBU im Zentrum der Hauptstadt Kiew getroffen. "Die Drohne zielte direkt auf das Arbeitszimmer des SBU-Leiters in diesem Gebäude", teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram mit. Der Staatschef gab demnach SBU-Chef Olexander Poklad die Anweisung, Russland "spiegelbildlich" auf diesen Angriff zu antworten.

In einem späteren Post schrieb Selenskyj nach einem Gespräch mit Poklad, dass der geografische Rahmen für die Reaktion auf die russischen Angriffe festgelegt worden sei. Der Zeitpunkt werde so gewählt, dass Ergebnisse sichergestellt seien, kündigte Selenskyj an.

Dazu teilte Selenskyj ein Foto des Treffens. Dessen Hintergrund erregte die Aufmerksamkeit von Beobachtern: Hinter den beiden Männern ist auf dem Foto ein Gemälde zu sehen, dass den Moskauer Kreml in Flammen zeigt. Selenskyj hatte bereits bei früheren Gelegenheiten vor dem Gemälde posiert.

Angaben der Stadtverwaltung zufolge gab es bei der Attacke auf die Geheimdienstzentrale mindestens zwölf Verletzte. Das Dach des Gebäudes und die Außenwand wurden demnach beschädigt. In den sozialen Netzwerken kursierende Fotos zeigten ein Einschlagloch an einer Fensteröffnung im zweiten Stock des Seitenflügels.

Schäden nicht nur am SBU-Gebäude

Der SBU bestätigte in einer Mitteilung die Schäden. Diese würden nun repariert. "Und die Russen erhalten eine schmerzhafte Antwort auf ihre Angriffe - noch mehr Geheimoperationen, offengelegte Agentennetze und vernichtete Feinde", hieß es auf Telegram.

Der Drohneneinschlag hatte nach Angaben der Museumsverwaltung auch Auswirkungen auf die zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Sophienkathedrale. Demnach zersplitterten in einem aus dem 18. Jahrhundert stammenden Verwaltungsgebäude die Fensterscheiben. Andere Gebäude des Museumskomplexes seien nicht in Mitleidenschaft gezogen worden.