Stand: 10.08.2026, 05:38 Uhr
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Um dem Genre gerecht zu werden, hat sich das Metal-Festival vorab für einen anderen Veranstaltungsort entschieden.
Einbeck/Bad Gandersheim – Warum geht das erste „Headbanger-Festival“ nicht wie ursprünglich geplant auf dem Festplatz in Einbeck, sondern auf dem Flugplatz in Bad Gandersheim über die Bühne? Dazu hat sich die Veranstalterin des Heavy-Metal-Konzerts am 22. August, die Einbecker Brauhaus AG, jetzt erstmals ausführlich geäußert.
Im Laufe des Genehmigungsverfahrens für den Standort in Einbeck seien mit Bauantrag und Schallschutzgutachten nicht absehbare Hürden entstanden, die letztlich den Umzug notwendig gemacht hätten, um die Premiere überhaupt stattfinden zu lassen, erläuterte Brauhaus-Vorstand Marc Kerger. Vergleichbare Festivals seien sogenannte „fliegende Bauten“ ohne Bauantrag, und auch für frühere Veranstaltungen auf dem Festplatz seien bislang keine Gutachten für Lärmschutz bekannt.
„Headbanger-Festival“ muss vor der ersten Auflage umziehen
„Das angeforderte Schallschutzgutachten hat schließlich zu der gemeinsamen Entscheidung mit der Stadt Einbeck geführt, dass wir unseren Gästen ein Hör-Erlebnis ermöglichen möchten, was dem Genre Metal gerecht wird, und daher haben wir uns um einen anderen Standort bemüht“, sagt Marc Kerger. Der in Einbeck geforderte Dezibel-Wert, den der Brauhauschef nicht beziffern möchte, hätte für ein Metal-Festival keinen Sinn ergeben. Die Stadt und die Brauerei als Veranstalter seien „nicht böse aufeinander“, betont Kerger. Mit der Stadt Bad Gandersheim um Bürgermeister Niklas Kielhorn an der Spitze und den Verantwortlichen des Flugplatzes Bad Gandersheim konnte die Brauerei als „Headbanger“-Veranstalter laut Kerger kurzfristig eine Ausweichlocation und hoch motivierte Partner finden.

Man habe alles versucht, das Festival in Einbeck zu organisieren. „Der Umzug ist nicht aus kommerziellem Interesse vollzogen worden, sondern war alternativlos“, sagt der Brauhaus-Chef. Im Gegenteil entstünden dem Unternehmen in Bad Gandersheim zum Beispiel durch Strom- und Wasserleitungen und durch einen Bus-Shuttle Zusatzkosten. Rund 2000 Tickets seien bislang verkauft, ab 15 Uhr werden auf dem Flugplatz fünf internationale Metal-Bands auftreten, ab 0 Uhr folgt in einem Hangar die VIP-Show mit den Bands „Green Machine“ und „Soulfly“. Für ausreichend Schatten- und Trinkwasser-Plätze werde auf dem Flugplatz-Areal gesorgt sein, kündigen die Veranstalter an. Ein kostenloser Bus-Shuttle mit zwei großen pendelnden Bussen werde eingerichtet. Er verbinde zwischen 13 Uhr und 3 Uhr den Festplatz Einbeck, den ZOB Einbeck und das Festivalgelände am Kriegerweg in Bad Gandersheim.
Das Einbecker Brauhaus bedauert laut Kerger, dass die Festival-Premiere nicht in Einbeck stattfinden kann. „Wir verstehen die Enttäuschung. Auch für uns wäre eine Veranstaltung unmittelbar in Einbeck etwas Besonderes gewesen.“ Nicht zuletzt deshalb habe man ja auch für den Festplatz geplant. „Gleichzeitig sind die Wege nach Bad Gandersheim überschaubar und mit dem Shuttle-Service möchten wir die Anreise so einfach wie möglich gestalten“, sagt Kerger.
Rechtzeitig zum Festival bringt die Brauerei neben dem „Headbanger“-Lager auch eine alkoholfreie Variante „Zero.Zero“ auf den bundesweiten Markt: „Volle Ladung Metal, kein Kater“, lautet die Ansage auf der 0,5-Liter-Dose. Das Unternehmen überlegt nach den Worten Kergers, in eine kleine eigene Dosenabfüllung zu investieren – aktuell werden die Dosen von einem Dienstleister abgefüllt.