„Geburtstagsparty bei Kriegsverbrecher“: Altkanzler Schröder laut Kreml bei Putin-Feier

Altkanzler Schröder laut Kreml bei Putin-Party – auf Spontan-Einladung des russischen Machthabers

Stand: 08.10.2026, 23:04 Uhr

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Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat nach Kreml-Angaben an der Geburtstagsfeier von Russlands Machthaber Wladimir Putin in Moskau teilgenommen.

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat nach Kreml-Angaben an der Geburtstagsfeier von Russlands Machthaber Wladimir Putin in Moskau teilgenommen. (Archivbild) © Alexei Druzhinin/dpa

Aus den Medien soll Putin von Schröders Moskau-Besuch erfahren haben, so schildert es der Kreml. Darauf soll der russische Präsident den Altkanzler prompt zu seinem Geburtstag eingeladen haben.

Moskau – Erst zu Globus, dann zu Putin: Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat nach Kreml-Angaben an der Geburtstagsfeier von Russlands Machthaber Wladimir Putin in Moskau teilgenommen. Putin habe am Mittwochmorgen aus den Medien von der Anwesenheit Schröders in der russischen Hauptstadt erfahren, teilte der Kreml bei Telegram mit. Schröder hatte dort – kurz nach seiner Berufung in den Aufsichtsrat beim russischen Ableger der deutschen Supermarktkette Globus – eine Filiale besucht.

Über Schröders Besuch bei Russlands Präsidenten schreibt der Kreml bei Telegram: „Der Präsident lud seinen alten Freund zu sich nach Hause ein.“ Schröder sei bei Putin gewesen, als der Kremlchef am Mittwoch seinen 74. Geburtstag feierte.

Scharfe Kritik an dem Besuch äußerte bereits die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann: „Gerhard Schröder, Deutschlands frechster Rentner“, schreibt sie auf der Online-Plattform X. „Zu krank für Untersuchungsausschüsse (ganz schlimmer Burnout), aber für gut dotierte Mandate in Russland und Geburtstagsparty zu Hause bei Kriegsverbrecher Putin reichts dann doch noch. Eine Schande sondergleichen.“ Mit der Kritik bezieht sich die Europa-Politikerin Strack-Zimmermann auf einen Untersuchungsausschuss zu den Vorgängen rund um Nord Stream 2, bei dem Schröders Aussage als Zeuge krankheitsbedingt im Jahr 2025 abgesagt werden musste.

Auch die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt schreibt zu einem ursprünglich vom Kreml veröffentlichten Bild, auf dem Schröder und Putin mit Handschlag zu sehen sind: „Eine Schande für Deutschland. Ein Verrat an Europa. Ein Bärendienst für Frieden. Aber leider habe ich schon nichts anderes mehr von ihm erwartet.“

Schröder war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler. Der 82-Jährige ist mit Kremlchef Wladimir Putin eng befreundet und steht unter anderem wegen dieser engen Verbindung und seines Engagements für russische Energieunternehmen seit Jahren in der Kritik. Auch seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich Schröder wiederholt mit Putin getroffen. (Quellen: dpa, @MAStrackZi) (pav)