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Jahrelange Planung, hohe Baukosten Letzte Lücke im Rhein-Radweg bei Rüdesheim geschlossen
20 Jahre Bauzeit, mehrere Verzögerungen und zuletzt sogar eine gekündigte Baufirma: Nun ist der umstrittene Lückenschluss am Rhein-Radweg bei Rüdesheim geschafft - also fast.
Die letzte Lücke des Rhein-Radwegs ist nun auch geschlossen. Bild © Hessen Mobil
Rund 140 Millionen Euro hat der Bau des Rhein-Radwegs gekostet. Damit gilt er als teuerster Radweg Deutschlands – trotzdem fehlten bis zuletzt 300 Meter.
20 Jahre nach Baubeginn und drei Jahre nach der Eröffnung des rund elf Kilometer langen Rhein-Radwegs ist die letzte Lücke am Ortsausgang von Rüdesheim (Rheingau-Taunus) nun geschlossen.
Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger können den Rad- und Gehweg jetzt durchgängig bis zur hessisch-rheinland-pfälzischen Landesgrenze nutzen, teilte Hessen Mobil am Freitag mit.
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01:03 Min.|hessenschau.de (Gaby Beck)
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Nur begrenzt Platz
Dazu werde ein stillgelegtes Bahngleis genutzt, um die Radfahrerinnen und Fußgänger über die B42 zu leiten. Zwei Ampeln ermöglichten ein sicheres Überqueren. Der Lückenschluss sei eine "anspruchsvolle Lösung auf engem Raum".
Die letzte Lücke des Rhein-Radwegs ist nun auch geschlossen. Bild © Hessen Mobil
Zwischen Rhein, Bahnstrecke, Bundesstraße, Bahnhof, Bahnübergang und Fähranleger habe nur begrenzt Platz zur Verfügung gestanden. Dadurch seien die Anforderungen an die Planung besonders hoch gewesen, hieß es weiter.
Bahn-Sanierung sorgt für Verzögerungen
Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten am Rhein-Radweg damit aber immer noch nicht: Die Ampelanlagen und die B42 sollen an dieser Stelle noch einmal erneuert werden.
Das könne allerdings erst passieren, wenn die Generalsanierung der rechtsrheinischen Bahnstrecke durch die Deutsche Bahn 2027 abgeschlossen ist, kündigte Hessen Mobil an.
Um den Lückenschluss nicht noch weiter zu verschieben und schnellstmöglich eine sichere Verbindung herzustellen, habe man sich deshalb für eine Umsetzung in zwei Schritten entschieden.
"Gute Infrastruktur zeigt ihren Wert dort, wo sie den Alltag erleichtert
Ines Fröhlich, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, lobte das Vorgehen. "Gute Infrastruktur zeigt ihren Wert dort, wo sie den Alltag erleichtert und die Verkehrssicherheit verbessert", sagte sie. Genau das werde mit dieser Maßnahme erreicht.
Zuletzt hatte Hessen Mobil die Anbindung der letzten 300 Meter bereits für 2025 angekündigt - dann aber die Zusammenarbeit mit der damals beauftragten Baufirma gekündigt. Die Verzögerungen im Bauablauf seien nicht mehr hinnehmbar gewesen, hieß es damals.