Anleihen: Für schwache Schuldner wird es eng
Die steigenden Renditen zeigen auch bei Firmenbonds ihre Wirkung. Für Unternehmen mit guter Bonität bleibt die Finanzierung tragbar – schwachen Schuldnern drohen deutlich höhere Zinslasten.
Prozentzeichen: Investoren verlangen höhere Renditen. Foto: mauritius images / Ikon Images
Frankfurt. Verkehrte Zinswelt. Eigentlich gilt am Anleihemarkt die Regel, dass sich Unternehmen bis auf wenige Ausnahmen nur zu schlechteren Konditionen verschulden können als ihre Heimatländer. Doch das Misstrauen gegenüber den ausufernden Staatsschulden ist mittlerweile so groß, dass die Investoren immer mehr Firmen mit guter Bonität mittlerweile bessere Konditionen einräumen.
Das gilt vor allem für Frankreich. Dort werfen Anleihen von Unternehmen im Wert von 215 Milliarden Euro im Handel inzwischen geringere Renditen ab als französische Staatsanleihen. Das sind laut Daten des Informationsdienstes Bloomberg 18-mal mehr als noch zu Beginn des Jahres.
Diese ungewöhnliche Umkehrung zeigt, dass der steile Anstieg der Renditen für Staatsanleihen auch die Welt der Unternehmensfinanzierung durcheinanderwirbelt. „Das ist eines der größten Themen momentan“, sagt Denis Ertungealp, der bei der US-Bank Bank of America (BofA) deutsche Industriekonzerne betreut, die Anleihen begeben.
Die steigenden Renditen der Staatsanleihen machen grundsätzlich auch die Refinanzierung für Unternehmen teurer. Dabei blieben die Firmen lange Zeit von den extremen Ausschlägen bei den Staatsschulden verschont. Doch das hat sich in den vergangenen Wochen geändert.

remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Immobilienbewertung Wohnungssuche oder Eigentum? Diese Services helfen.
Anzeige
IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt