Auf Beckers Spuren :
Zverev siegt im Eiltempo und kommt Platz eins immer näher
03.10.2026, 15:13Lesezeit: 2 Min.

Volle Aufschlagpower: Alexander Zverev während der Partie gegen Shang Juncheng in PekingEPA
Nur 55 Minuten benötigt Alexander Zverev, um in Peking Shang Juncheng zu besiegen. Weil Jannik Sinner weiter ausfällt, rückt Rang eins der Weltrangliste immer näher. Doch nun wartet eine Tennislegende.
Mit Vollgas ins Viertelfinale: Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier in Peking im Eiltempo das Kracherduell mit Novak Đoković perfekt gemacht. Der US-Open-Sieger aus Hamburg ließ dem überforderten Chinesen Shang Juncheng beim 6:0, 6:3 in nur 55 Minuten keinerlei Chance und machte den nächsten Schritt auf dem Weg zur neuen Nummer eins der Weltrangliste.
In der Runde der besten Acht wartet mit Grand-Slam-Rekordchampion Đoković aber ein harter Brocken auf Zverev – zumal der Serbe in Peking eine außergewöhnliche Bilanz von 31:0 vorweisen kann. Đoković hat in der chinesischen Hauptstadt bei all seinen vorherigen Teilnahmen (2009, 2010, 2012 bis 2015) triumphiert. Körperlich wirkte Đoković bei seinen jüngsten Auftritten allerdings nicht ganz stabil.

„Ich glaube, das ist wahrscheinlich einer seiner Lieblingsplätze. In seiner Karriere hat er hier noch nie verloren. Aber natürlich werde ich alles tun, was ich kann, um es zu einer Herausforderung zu machen, mithalten zu können und hoffentlich erfolgreich zu sein“, sagte Zverev: „Ich schätze meine Chancen gut ein.“
Zverevs atemberaubende Bilanz gegen Linkshänder
Gegen Shang baute Zverev zudem seine Traumbilanz als „Lefty-Experte“ aus: Der 29-Jährige hat seit den French Open 2023 eine Bilanz von 48:1 gegen Linkshänder.
Schon in der ersten Runde hatte er den britischen Linkshänder Cameron Norrie besiegt. Er freue sich, dass Shang „ein paar Spiele gewonnen hat, denn ich finde, er hat es verdient“, sagte Zverev über seinen Gegner: „Ich hatte mich darauf eingestellt, dass es eine schwierige Herausforderung werden würde. Aber ich bin froh, dass es am Ende doch nicht so war.“
Mit dem Erfolg gegen den Chinesen kam Zverev seinem großen Traum näher, bald an die Spitze der Weltrangliste zu springen. Am Samstag war bekannt geworden, dass Branchenführer und Peking-Titelverteidiger Jannik Sinner (Italien) aufgrund anhaltender Knieprobleme auch das Masters in Shanghai verpasst.
Sollte French-Open-Sieger Zverev in Peking und in Shanghai triumphieren, würde er die erste deutsche Nummer eins im ATP-Ranking seit Boris Becker 1991 werden.