Moldau meldet Einschläge von russischen Drohnen
Russische Drohnen sind nach offiziellen Angaben auf moldauischem Staatsgebiet eingeschlagen. „Fünf russische Luftangriffswaffen, darunter Banderol-Raketen und Drohnen, haben unseren Luftraum verletzt und sind auf unserem Boden explodiert“, schrieb die moldauische Präsidentin Maia Sandu auf der Plattform X.
Nach Armeeangaben waren Explosionen in Ortschaften im südöstlichen Teil Moldaus zu hören. Zu möglichen Opfern oder Schäden gab es keine Angaben. Im angrenzenden südukrainischen Odessa gab es zu den genannten Zeiten allerdings keinen Luftalarm.
Moldau hat mittlerweile den russischen Botschafter einbestellt. Das Außenministerium habe Moskau aufgefordert, derartige Vorfälle zu verhindern, hieß es in einer Mitteilung. Präsidentin Sandu erklärte, die Vorfälle zeigten, dass der Krieg Russlands in der Ukraine „Moldau erreicht“. „Moskau bringt in ganz Europa Menschenleben in Gefahr und muss gestoppt werden“, erklärte sie.
Fabian Drahmoune
US-Denkfabrik widerspricht Putin: Russland macht Geländeverluste im September
Russland hat laut einer Analyse des US-Instituts für Kriegsstudien (ISW) im September mehr Gelände in der Ukraine verloren als gewonnen. Der Verlust betrage rund 81 Quadratkilometer, teilte das Institut auf der Plattform X mit. Die Behauptungen von Kremlchef Wladimir Putin über russische Geländegewinne an der Front im September seien so weit von der Realität entfernt, „dass sie wie Halluzinationen anmuten“.
Das ISW könne nicht beurteilen, ob Putin wisse, dass die von ihm präsentierten Zahlen falsch seien, hieß es weiter. Es könne auch sein, dass er „fiktive Angaben zur Lage an der Front“ übernehme. Die „Kultur des Lügens“ sei in der russischen Militärführung tief verwurzelt. Putin behauptete demnach, die russischen Streitkräfte hätten im September mehr als 1.300 Quadratkilometer erobert.
Vor wenigen Tagen hatte Putin die komplette Eroberung des ukrainischen Donbass-Gebiets in weniger als anderthalb Jahren angekündigt. Er gehe davon aus, dass dies angesichts des Vormarsches der russischen Truppen viel früher geschehen werde. Die Frontlinie ist allerdings an vielen Abschnitten seit mehreren Monaten weitgehend unverändert.
Prognose: Bündnis von Lettlands Ministerpräsident bei Wahl in Führung
Bei der Parlamentswahl in Lettland ist das Bündnis des pro-ukrainischen Ministerpräsidenten Andris Kulbergs Prognosen zufolge in Führung. In ersten Nachwahlbefragungen des öffentlich-rechtlichen Senders LSM vom Samstag kam die zentristische „Vereinte Liste“ von Kulbergs auf 35,6 Prozent der Stimmen. Auf dem zweiten Platz folgt mit 11,3 Prozent die Partei „Lettland Zuerst“. Diese hatte im Vorfeld der Abstimmung um die Unterstützung der russischen Minderheit im Land geworben.
Für die Prognose waren knapp 6500 Wähler nach ihrer Stimmabgabe befragt worden. Die Ergebnisse sind aber mit Vorsicht zu genießen: Die Nachwahlbefragung hatte sich bei vergangenen Wahlen nicht immer als zuverlässig erwiesen. Erste offizielle Wahlresultate wurden für Sonntag erwartet.
Die Wahl war von der Sorge vor einer möglichen russischen Aggression geprägt. Die baltischen Staaten warnen seit Monaten davor, dass Russland hybride Angriffe sowie Sabotageakte in Europa verübe, um den Rückhalt für die Ukraine zu schwächen und Angst zu schüren. Die Regierung in Moskau weist die Vorwürfe aus dem Baltikum als unbegründet zurück.
Ministerpräsident Kulbergs hatte bei seiner Stimmabgabe in der Hauptstadt Riga die sicherheitspolitische Bedeutung der Wahl betont. „Wir dürfen nicht das schwächste Glied sein. Wir müssen stark sein“, sagte der Regierungschef. Die gesamte Ostflanke müsse Einigkeit zeigen. „Das ist es, was wir anstreben. Wir sind die Außengrenze Europas, die stark sein muss.“
Ein Toter nach russischem Angriff auf Frachter im Hafen von Odessa
Nach einem russischen Angriff auf einen Frachter im Hafen der ukrainischen Küstenstadt Odessa ist ein Besatzungsmitglied getötet worden. Drei weitere Matrosen wurden bei dem Angriff verletzt, wie die Hafenbehörden auf Telegram mitteilten. 13 weitere Mitglieder der Besatzung des unter liberianischer Flagge fahrenden Frachters wurden demnach an einen sicheren Ort evakuiert.
Der Angriff wurde als weiterer gezielter Angriff Russlands auf die zivile Schifffahrt verurteilt. Zur Nationalität der Opfer wurden keine Angaben gemacht. Das russische Militär behauptete unterdessen, einen mit militärischen Gütern beladenen Frachter in Odessa angegriffen und beschädigt zu haben.
Russland warnt Diplomaten vor weiteren Angriffen auf Kiew
Russland hat Ausländer und Mitarbeiter diplomatischer Vertretungen in Kiew abermals aufgefordert, die ukrainische Hauptstadt angesichts bevorstehender neuer Angriffe zu verlassen. Eine vorherige Warnung sei nicht von allen befolgt worden, teilte das Außenministerium in Moskau am Samstag mit. Damit sei jeder, der bleibe, einer „tödlichen Gefahr“ durch „massive russische Vergeltungsschläge“ ausgesetzt.
Russland greift auch zweite Dnipro-Brücke in Kiew an
Russland hat in der ukrainischen Hauptstadt Kiew auch die Nordbrücke über den Dnipro mit Jetdrohnen attackiert. Nach offiziellen Angaben wurde die Brücke am frühen Samstagmorgen getroffen. Beschädigt wurden demnach die Fahrbahn und die Oberleitung der Trolleybusse. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, die Brücke sei nun für den Verkehr gesperrt. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.
Am Donnerstag und Freitag traf Russland bei seinen Angriffen mit Jetdrohnen die Kiewer Südbrücke über den Dnipro. Dabei wurden neben der Fahrbahn für Autos auch der U-Bahn-Bereich und ein Brückenpfeiler beschädigt. Nach ukrainischen Berichten ist die Südbrücke weiterhin gesperrt. Viele Einwohner der ukrainischen Hauptstadt leben östlich des Flusses und pendeln zur Arbeit auf die Westseite. Auch am Samstag kam es nach dem Angriff auf die Nordbrücke zu Staus.
Russland setzt in seinen Angriffen auf die Ukraine immer stärker auf Jetdrohnen. Modelle des Typus „Geran 4“ und „Geran 5“ erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 500 Stundenkilometern. Sie sind damit deutlich schneller als propellerbetriebene Drohnen. Der ukrainischen Flugabwehr gelingt ein Abschuss in vielen Fällen nicht. Früher konnte die Ukraine 90 Prozent der russischen Drohnen abfangen, im September waren es nur noch 55 Prozent.
Warum Russland in seinem Krieg nun besonders die ukrainischen Großstädte ins Visier nimmt, lesen Sie hier:
Kallas spricht mit Leo XIV. über den Ukrainekrieg
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ist am Freitag zu einem Gespräch mit Papst Leo XIV. in Rom zusammengekommen. Themen waren laut Kallas der Krieg Russlands gegen die Ukraine, die Lage im Nahen Osten und dringende humanitäre Bedürfnisse sowie die Gefahren einer gesellschaftlichen Polarisierung und der Künstlichen Intelligenz.
Wie Kallas weiter über den Online-Dienst Bluesky mitteilte, dankte sie dem Papst für dessen Eintreten für internationales Recht, Multilateralismus und seine „klare Stimme zur Verteidigung der Menschenwürde“.
Leo XIV. hatte am Montag bei einem Besuch im französischen Metz für ein geeintes und friedliches Europa geworben und zugleich vor einem Verfall der regelbasierten internationalen Ordnung gewarnt. Europa könne dieser Abwärtsspirale ein Ende setzen, sagte der Papst. Dabei hob er den Pluralismus innerhalb der EU hervor und nannte Völkerrecht und Multilateralismus als geeignete Mittel, um Konflikte aus Vormachtstreben zu unterbinden.
Für Ende der Getreideblockade: Wadephul fordert mehr Druck auf Russland
Außenminister Johann Wadephul (CDU) fordert mehr Druck auf Russland für ein Ende der Blockade der ukrainischen Getreideexporte über das Schwarze Meer. Man müsse dafür sorgen, „dass Europa hier lauter wird bei diesem Thema, und zweitens, dass die Staaten des Globalen Südens hier auch noch klarer ihre Interessen formulieren“, sagte Wadephul am Freitag nach Gesprächen im Vatikan. „Ich glaube, dann gibt es eine ernsthafte Chance, noch zu einer Lösung zu kommen“.
„Die Zeit drängt, der Hunger naht bedauerlicherweise“, sagte der Außenminister. Das Getreide drohe zu verderben, „und das dürfen wir nicht geschehen lassen“, so Wadephul weiter. „Es wäre eine weitere völlig unnötige Katastrophe. Und deswegen werde ich nicht müde werden, dieses Thema weiter zu bearbeiten.“
Wadephul hatte sich mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, der Nummer zwei im Vatikan, und dem Außenbeauftragten, Erzbischof Paul Gallagher, zu Gesprächen getroffen. Auch in seinem Gespräch mit seinem russischen Außenminister Sergej Lawrow am vergangenen Samstag am Rande der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York hatte Wadephul über das Thema drohender Hungersnöte gesprochen. Greifbare Ergebnisse brachte das damalige Treffen nicht.
Schon am Donnerstag hatte Wadephul eine „partielle Waffenruhe“ für den Getreideexport gefordert. Die Beziehungen zum globalen Süden könne Russland eigentlich nicht aufs Spiel setzen wollen. „Ich glaube daher, das Problem der Getreideexporte kann gelöst werden", sagte der Außenminister dem Portal Web.de.
Putin: Ukrainische Angriffe kosten Russland ein Prozent des BIP
Russlands Herrscher Wladimir Putin hat zugegeben, dass die Ukraine mit ihren gezielten Angriffen auf die Ölindustrie in Russland der russischen Wirtschaft schadet. In seiner Rede auf dem jährlichen „Waldai“-Forum bezeichnete er das als Ziel der ukrainischen Kriegsführung.
„Wurde das Ziel erreicht? Teilweise “, sagte Putin in seiner Ansprache am Donnerstag in Moskau. Der Moskauer Kriegsherr sagte, die ukrainischen Angriffe auf russische Ölanlagen hätten zum Verlust von rund einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts Russlands geführt.
Im September mussten aufgrund ukrainischer Drohnenangriffe mehrere Raffinerien in Russland ihre Produktion einstellen oder stark drosseln. Die Internationale Energieagentur verzeichnete schon in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 durchschnittlich alle drei Tage einen erfolgreichen Angriff auf eine russische Raffinerie.
Als Reaktion auf die ukrainischen Gegenangriffe kündigte Putin an, Ziele in der Ukraine anzugreifen, die seiner Einschätzung nach für die ukrainische Wirtschaft von Bedeutung sind. Putin lehnte in seiner Rede auch den Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ab, die gegenseitigen Angriffe auf Energieanlagen einzustellen.
Sabrina Frangos

Bürgermeister: Russische Luftangriffe treffen erneut Brücke in Kiew
Russische Luftangriffe haben nach ukrainischen Angaben erneut die Südbrücke in Kiew getroffen. Dies teilt der Bürgermeister Witali Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bereits am Vortag hatten russische Drohnenangriffe auf eine Schule und die Brücke über den Fluss Dnipro Brände in der Hauptstadt ausgelöst.
Sabrina Frangos

Ukraine bemüht sich um Beilegung des Streits mit Südkorea
Die Ukraine arbeitet ukrainischen Medienberichten zufolge an der Beilegung eines diplomatischen Streits mit Südkorea. Der Auslöser für die Unstimmigkeiten zwischen den Ländern war die öffentliche Bekanntgabe der Übergabe von zwei kriegsgefangenen nordkoreanischen Soldaten an Südkorea durch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Das südkoreanische Präsidialamt fordert eine Entschuldigung und pocht auf eine vereinbarte Geheimhaltung der Aktion. „Ich möchte dies nicht als Zwischenfall bezeichnen. Sagen wir, es ist ein diplomatisches Missverständnis“, sagt Außenminister Andrij Sybiha einem Bericht des Nachrichtenportals nv.ua zufolge. Er hoffe, dass die Situation in naher Zukunft gelöst werde. Nordkorea unterstützt Russland im Krieg gegen die Ukraine mit Tausenden Soldaten.
Ian Liesch

Putin will Donbass in weniger als anderthalb Jahren erobern
Kremlchef Wladimir Putin hat die komplette Eroberung des ukrainischen Donbass-Gebiets in weniger als anderthalb Jahren angekündigt. Zugleich gehe er davon aus, „dass dies angesichts des Vormarsches unserer Truppen viel früher geschehen wird“, sagte Putin beim internationalen Waldai-Diskussionsforum in Moskau. Demnach verbleiben aktuell etwa elf Prozent der Region unter ukrainischer Kontrolle.
Er warf zudem Kiew vor, sinnlos Menschen für den Kampf um das ukrainische Staatsgebiet zu opfern. „Wenn der Verlust dieser Gebiete unvermeidlich ist, macht es dann Sinn, daran festzuhalten und dafür Menschen, ihre Sicherheit und ihr Leben zu opfern?“, fragte der Präsident.
Putin hatte in der Vergangenheit immer wieder ukrainische Orte wie Swjatohirsk oder Kupjansk für erobert erklärt, die weiterhin zum Teil recht deutlich unter ukrainischer Kontrolle stehen. Zuletzt hatten ukrainische Einheiten im Donezker Gebiet bei Lyman sogar Geländegewinne erzielt und Dutzende Quadratkilometer zurückgeholt. Von festungsartig ausgebauten Städten wie Slowjansk und Kramatorsk sind russische Truppen noch mehr als ein Dutzend Kilometer entfernt. Die Frontlinie ist an vielen Abschnitten seit mehreren Monaten weitgehend unverändert.
Ian Liesch

Kiew verkündet ersten Einsatz eigener ballistischer Rakete
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben erstmals eine selbst entwickelte taktische ballistische Rakete des Typs FP-7 im Krieg mit Russland eingesetzt. „Der erste Kampfeinsatz. Ich danke für das Ergebnis“, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken mit. Die nächste Aufgabe sei die Ausweitung der Raketenproduktion. Zum Ziel machte der Staatschef keine Angaben, veröffentlichte aber ein Video eines nächtlichen Raketenstarts.
Die ukrainische Rüstungsfirma Fire Point hatte zuvor die ersten Kampfeinsätze für ihre ballistische Rakete mehrfach verschoben. Anfänglich wurden von der Unternehmensführung erste Raketenschläge auf die russische Hauptstadt Moskau für den Sommer angekündigt. Vor wenigen Tagen ruderte die dem Selenskyj-Umfeld zugeschriebene Firma zurück und kündigte einen ersten Einsatz für das Herbstende an. Moskaus Zentrum ist gut 450 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
Mit der Entwicklung einer eigenen ballistischen Raketenwaffe möchte Kiew mit Moskau Waffengleichheit herstellen. Im Krieg verwendete Kiew ballistische Raketen mit geringer Reichweite aus alten sowjetischen Beständen.
Ian Liesch

Putin droht NATO mit „Einsatz aller Waffen“
Der russische Präsident Wladimir Putin hat für den Fall einer „Bedrohung“ der russischen Exklave Kaliningrad mit dem Einsatz des gesamten militärischen Arsenals Russlands gedroht. Militärmanöver und die Festsetzung russischer Schiffe stellten eine Eskalation dar, sagte Putin am Donnerstag auf dem jährlichen „Waldai“-Forum in Moskau.
Sollte eine „Bedrohung“ für Kaliningrad entstehen, werde Russland den Einsatz aller Waffen in seinem Arsenal in Erwägung ziehen. In diesem Fall sei es unvermeidlich, dass die Nutzung aller verfügbaren Mittel auf die Tagesordnung rücke. Russland wolle niemanden einschüchtern oder angreifen, werde aber auf „Aggressionen“ reagieren. Putin sagte zudem, Russland plane nicht, irgendein Land in Europa anzugreifen, weder im Jahr 2030 noch im Jahr 2050.
Putin nahm das Wort Atomwaffen nicht in den Mund. Da Russland aber Atomwaffen besitzt, würden auch sie gemäß seiner Definition im Fall der Fälle zum Einsatz kommen können. Am Montag hatte Russlands Botschaft in Brüssel der NATO mit dem Einsatz des gesamten Waffenarsenals gedroht, sollte das Militärbündnis versuchen, Kaliningrad zu isolieren. Am Dienstag hatte die Vertretung des Landes in Irland auch vom möglichen Einsatz von Nuklearwaffen gesprochen. Die stark militarisierte russische Exklave liegt an der Ostsee und ist ansonsten von den NATO-Staaten Polen und Litauen umgeben.
Zu westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine äußerte sich Putin ebenfalls. Angriffe auf westliche Waffenlieferanten, die Rüstungsgüter für die Ukraine produzieren, seien nicht geplant, behauptete Putin. Die Lage sei zwar eine „Bedrohung“, aber bisher behalte Russland das lediglich im Blick, sagte Putin. Eine größere „Bedrohung“ sei, dass westliche Staaten der Ukraine Satellitendaten für Angriffe auf Russland zur Verfügung stellten, sagte er.
Ukraine verliert weiteres MiG-29-Kampfflugzeug
Die ukrainische Luftwaffe hat ein weiteres Kampfflugzeug im Krieg gegen Russland verloren. Die MiG-29 sei während eines Kampfeinsatzes durch eine russische Rakete abgeschossen worden, teilte das ukrainische Militär auf Telegram mit. Der Pilot habe noch den Schleudersitz ausgelöst, den Absturz jedoch nicht überlebt. Zuvor habe der Pilot einen Angriff an einem ungenannten Frontabschnitt geflogen.
Nach offiziellen Angaben verlor die ukrainische Luftwaffe zwei weitere MiG-29-Kampfflugzeuge im Juni und August bei Kampfeinsätzen. Unbestätigten Berichten zufolge gingen Maschinen dieses Typs auch durch russische Luftschläge auf ukrainische Luftwaffenstützpunkte verloren. Nach Einschätzung von Fachleuten des in London ansässigen International Institute for Strategic Studies verfügte die Ukraine noch Ende 2025 über 14 MiG-29 sowjetischer Bauart.
Zuletzt hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj bis Jahresende die Lieferung von drei weiteren F-16-Kampfflugzeugen aus Belgien in Aussicht gestellt. Laut einem kürzlich erschienenen Bericht des „Wall Street Journal“ hat Kiew jedoch ein Problem bei der Wartung der Jets aus US-amerikanischer Produktion, wodurch nur wenige einsatzbereit sind.
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