Professur in New York
Baerbock äußert sich zu Kritik an neuem Job
03.09.2026 - 02:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Annalena Baerbock doziert bald an einer US-Universität. Kritikern macht sie eine Ansage.
Die ehemalige deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hat sich zu ihrem neuen Job bei der amerikanischen Columbia-Universität in New York geäußert. Sie war zuletzt Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen.
Sie beginnt im Anschluss an den US-Job mit einer Professur zum Thema "Globale Führung" und wird dabei erfahrene Führungskräfte unterrichten. Die Zusammenarbeit mit der Universität ist Medienberichten zufolge zunächst auf drei Jahre angelegt. An New York schätze sie, dass sie auf der Straße kaum erkannt werde und sie "außerhalb des Scheinwerferlichts" leben könne.
Wegen ihres neuen Jobs wurde sie in sozialen Medien, aber auch von einigen Berichterstattern kritisiert. Einige warfen ihr vor, keine klassisch akademische Laufbahn zu haben. Gegen die Grünen-Politikerin gab es auch früher Plagiatsvorwürfe. "Die Kombi prominent, meinungsstark und feminin triggert offensichtlich manche ganz besonders – egal in welchem Bereich", sagte Baerbock im Hinblick auf Reaktionen in den sozialen Medien der Zeitung "Die Zeit".
Im Video | Diese Aufnahmen wurden für Baerbock zur Stolperfalle
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Druck von USA und Russland bekommen
Sie wolle Führungskräfte an ihren Erfahrungen als Parteivorsitzende, Außenministerin und UN-Spitzenkraft teilhaben lassen. "Bei heftigem Gegenwind standhaft zu bleiben und vor allem auch unter maximalem Druck Entscheidungen zu treffen", will sie den Studierenden vermitteln. Ziel der Angriffe seien nie nur die Menschen, sondern auch die gesellschaftliche Veränderung.
So habe sie als Präsidentin der UN-Generalversammlung gleich von zwei Supermächten Druck bekommen. Sie hatte mehr Transparenz beim Auswahlverfahren für das Amt des UN-Generalsekretärs verlangt. "Die einen haben es schon ein paar Jahre versucht, die anderen eher punktuell in den letzten Monaten", bilanzierte sie. Dass sie den Job bei den UN und nicht die zunächst ausgewählte Diplomatin Helga Schmid bekommen habe, erklärte sie mit dem Regierungswechsel in Deutschland. Es sei üblich, dass sich Positionen verändern.