Baudin: “Ich glaube, UAE hat Angst vor mir“ | radsport-news.com

Stimmen zur 9. Etappe der Tour de France

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Alex Baudin (EF Education - EasyPost, li.) auf der 9. Tour-Etappe | Foto: Cor Vos

12.07.2026  |  (rsn) – Die 9. Etappe der Tour de France 2026 sollte ein Tag für die Ausreißer werden – und das wurde er. Allerdings lief es anders als gedacht, denn anstelle eines für das Feld gemütlichen Tages wurden die gesamten 154 Kilometer zwischen Malemort und Ussel bei großer Hitze im unerbittlichen Tempo absolviert.

Vier Angreifer behaupteten sich letztendlich sechs Sekunden vor einem stark dezimierten und meist von UAE – Emirates – XRG angeführten Feld. Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) gewann den Vierersprint von der Spitze weg vor Tobias Johannessen (Uno-X Mobility), Tom Pidcock (Pinarello – Q36.5) und Alex Baudin (EF Education – EasyPost). Dahinter war Filippo Ganna (Netcompany – Ineos) schneller als Mads Pedersen (Lidl – Trek).

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 9. Etappe der Tour de France:

Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech / Sieger / Ziel-Interview): “Es war ein superharter Tag. Der Start der Tour verlief für unser Team nicht großartig. Wir sind aber wie immer ruhig geblieben. Wir sind mit einer tollen Truppe hier und haben immer daran geglaubt, dass wir das Blatt wenden können, egal ob in der zweiten oder in der dritten Woche. Aber es ist schön, jetzt mit diesem Sieg in den Ruhetag gehen zu können.“

Tobias Johannessen (Uno-X Mobility / Zweiter / Eurosport): “Ich hatte natürlich gehofft, dass UAE wie letztes Mal die Gruppe fahren lässt. Wir hätten gern ein paar Minuten im Klassement gewonnen. Letztendlich ist es trotzdem besser, vorn um den Etappensieg zu kämpfen als hinten im Feld zu sitzen. Vielleicht war es etwas doof, mit van der Poel zu sprinten. Aber man weiß nie. Wenn ich gewonnen hätte, wäre es ganz sicher der coolste Sieg meiner Karriere gewesen. Ich habe es versucht, aber er war stärker.“

Tom Pidcock (Pinarello – Q36.5 / Dritter / Eurosport): “Im Anstieg hat meine Schaltung nicht mehr funktioniert. Ich konnte nicht mehr schalten. Erst oben ging es wieder. Auch im Sprint ging es dann wieder nicht. Ich weiß nicht, was da los ist. Mein Rad hat die gesamte Rundfahrt perfekt funktioniert. Und heute, als es um den Sieg ging, habe ich dann solche Probleme. Der untere Shifter funktioniert nicht, nur der oben geht.“

Alex Baudin (EF Education – EasyPost / Vierter / Mixed): “Ich glaube, UAE hat Angst vor mir. Ich liege 43 Minuten zurück in der Gesamtwertung…also müssen sie vorsichtig sein. Ich habe absolut keine Ahnung. Alle in der Ausreißergruppe dachten sich: Was zum Teufel? Warum? Ich weiß, da waren Tobias und ein paar andere, Pidcock. Ja, ein paar Fahrer in der Gesamtwertung, aber die liegen etwa zehn Minuten zurück.“

Adrie van der Poel (Vater des Siegers / Eurosport): “Das ist ein sehr schönes Geschenk für die Arbeit, die das Team zwei Tage lang geleistet hat. Leider konnte Jasper es da nicht vollenden. Das haben wir jetzt gebraucht, um in den letzten zwei Wochen wirklich gut zu sein. Wir wusstes, dass wir mit Jasper die größte Chance auf einen Sieg auf den Flachetappen hatten. Etappen wie diese passen dann wieder sehr gut zu Ramses Debruyne und Mathieu.“

Steven de Jong (Sportlicher Leiter Lidl - Trek / Eurosport): “Irgendwann wollten wir die Verfolgung aufgeben, aber Mads zweifelte. Er war sich nicht hundert prozentig sicher. Also haben wir noch etwas weitergeführt. Letztendlich haben wir gemerkt, dass die Lücke nicht kleiner wurde, da haben wir es aufgegeben. Die Zusammenarbeit war da schon ziemlich verschwunden. Wir wussten dann, dass der letzte Anstieg entscheidend sein würde. Aber unsere Jungs konnten nicht mitgehen.“

Mads Pedersen (Lidl - Trek / Sechster / Lidl - Trek): “Wir haben alles gegeben, um die Gruppe einzuholen, aber die war zu stark und es hat einfach nicht geklappt. Ich habe heute trotzdem wertvolle Punkte geholt, deswegen habe ich gemischte Gefühle. Mit dem Sieg hat es nicht geklappt, aber wir können zufrieden sein über die Punkteausbeute. Es war ein Kampf gegen Mads, ich und mich. Ich musste oben am Hügel ein paar Mal neu ansetzen, aber letztendlich konnte ich zum Feld zurückkehren. Ich gehe mit einem guten Gefühl in den Ruhetag.“

Tadej Pogacar (UAE – Emirates - XRG / Elfter / Eurosport): “Die Gruppe hatte ungefähr eine Minute und wir sind einfach unser Tempo gefahren. Als die Hügel hinter uns lagen, wollten wir mit Tim einfach zum Ziel fahren. Dann haben andere Teams uns die Arbeit abgenommen und sind Vollgas gefahren. Für uns war es ein guter Tag. Morgen gönne ich mir Ruhe und gute Nahrung von unserem Ernährungsfachmann und unseren Köchen. Der Ruhetag wird sehr schnell vorbei sein.“

Florian Lipowitz (Red Bull – Bora – hansgrohe / 20. / ARD):“ “Es war von Anfang an ein richtig hartes Rennen. Natürlich wollten wieder viele versuchen in die Gruppe zu gehen. Am Ende kommt die auch durch aber viele waren nicht mehr übrig und es war definitiv ein superharter Tag und ich freue mich morgen auf den Ruhetag.“