Iran-Krieg: Aktuelle News und Entwicklungen im Live-Ticker

Heute, 05:16

Natalie Mayroth

Iran wirft USA Vertragsbruch vor und droht

Iran hat den USA nach der bereits dritten Angriffswelle diese Woche Vertragsbruch vorgeworfen. «Die Zeit der einseitigen Abmachungen ist VORBEI. Wir haben es euch gesagt: Haltet euer Wort oder zahlt den Preis», schrieb der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf auf X. 

Die USA hatten vergangene Nacht bereits zum dritten Mal innerhalb einer Woche Iran angegriffen. Auslöser war erneut iranischer Beschuss eines Schiffs in der Strasse von Hormuz. 

Vertreter aus Washington und Teheran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Es beinhaltet auch die Forderung nach einer Öffnung der für den Handel wichtigen Strasse von Hormuz.

Heute, 04:57

Natalie Mayroth

US-Militär: Angriffswelle in Iran beendet

Das US-Militär hat laut eigenen Angaben seine jüngste Angriffswelle gegen Iran beendet. Die Attacke sei ein Vergeltungsschlag für den Angriff auf ein weiteres Handelsschiff in der Strasse von Hormuz gewesen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Nach einer früheren Centcom-Mitteilung handelte es sich dabei um das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff «GFS Galaxy». 

Irans Revolutionswächter hatten laut eigenen Angaben Warnschüsse gegen das Schiff abgegeben und es gestoppt, da es sich auf einer nicht genehmigten Route befunden habe. An Bord des Schiffes brach laut Centcom ein Feuer aus. Wegen erheblicher Schäden konnte es seine Fahrt demnach nicht fortsetzen.

Die US-Streitkräfte griffen in der vergangenen Nacht laut eigenen Angaben rund 140 iranische Militärziele mit Präzisionsmunition an, die von land- und seegestützten Kampfflugzeugen, Drohnen und Marineschiffen abgefeuert wurde. Zu den Zielen gehörten demnach iranische Raketen- und Drohnenstellungen, Marineeinrichtungen, Munitionslager, Kommunikationsnetze und Küstenüberwachungsstandorte.

Heute, 04:35

Natalie Mayroth

Irans Revolutionswächter melden Angriff auf US-Militärbasen

Irans Revolutionswächter (IRGC) haben sich zu Angriffen auf US-Militärbasen in mit den USA verbündeten Golfstaaten und Jordanien bekannt. Die Luftstreitkräfte hätten in einer ersten Phase «wichtige militärische Infrastruktur und Anlagen» auf dem Luftwaffenstützpunkt Prince Hassan Air Base in Jordanien angegriffen, teilten die über ihren Kanal Sepah News auf Telegram mit. Die Revolutionswächter behaupteten, mit mehreren ballistischen Raketen ein Kommando- und Kontrollzentrum sowie Hangars für MQ-9-Drohnen zerstört zu haben. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig prüfen. 

Als Grund für die Vergeltungsschläge nannten die Revolutionswächter angebliche Versuche der USA, dem Oman «seinen Willen aufzuzwingen». Unter anderem hätten die USA mehrere Schiffe zur «illegalen Durchfahrt durch die südliche Strasse von Hormuz» angestiftet. Die sei durch die Reaktion der iranischen Marine verhindert worden. Zudem hätten die USA Ziele entlang der Südküste des Irans angegriffen. Die «fortgesetzte Aggression» der USA werde zu «noch schärferen Reaktionen» führen, hiess es in der Mitteilung weiter. 

Das US-Militär hatte laut eigenen Angaben in der Nacht Ziele im Iran angegriffen. 

Heute, 04:32

Natalie Mayroth

Nach Brand an Bord verlässt Crew Containerschiff in der Strasse von Hormuz

Bei einem erneuten Vorfall in der Strasse von Hormuz ist die Crew eines Containerschiffs nach einem Brand von Bord gegangen. Die Besatzungsmitglieder hätten sich auf ein Rettungsschiff begeben, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO am frühen Morgen mit. Dies hätten ein Sicherheitsoffizier des Schiffs und Militärbehörden gemeldet. Die UKMTO berichtete zuvor, dass das Schiff östlich des Omans beschädigt wurde.
 

Das US-Militär hatte zuvor mitgeteilt, Irans Revolutionswächter (IRGC) hätten das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff «GFS Galaxy» in der Strasse von Hormuz angegriffen. Ein ziviles Besatzungsmitglied wird demnach vermisst. Das 300 Meter lange Schiff sei wegen eines Feuers an Bord sowie erheblicher Schäden im Maschinenraum nicht in der Lage, seine Reise fortzusetzen. 

Irans Revolutionswächter hatten zuvor erklärt, Warnschüsse auf ein Schiff in der Meerenge abgegeben zu haben. Das Schiff habe die maritime Sicherheit in der Meerenge gefährdet, teilten die Revolutionswächter über ihren Kanal Sepah News auf Telegram mit. Demnach hätten zuvor mehrere Schiffe versucht, eine nicht genehmigte Route zu befahren und Aufforderungen der Revolutionswächter ignoriert, ihre Route zu korrigieren. Infolge dieses Vorfalls werde die Strasse von Hormuz bis auf weiteres und bis zum Ende der US-amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen bleiben.

Heute, 03:29

Natalie Mayroth

Iranische Angriffe verursachen Alarm in Golfstaaten

Nach nächtlichen Angriffen des US-Militärs gegen Iran herrschte in den frühen Morgenstunden in mehreren mit den USA verbündeten Golfstaaten Alarm. 

In Bahrain ertönten in den frühen Morgenstunden wieder die Warnsirenen, wie das Innenministerium mitteilte. Die Bewohner wurden aufgerufen, ruhig zu bleiben und einen sicheren Ort aufzusuchen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten warnte der Katastrophenschutz die Bewohner vor einer Bedrohung durch Raketen. Die Luftabwehr des Landes sei im Einsatz, teilte die Behörde auf der Plattform X mit. Das Innenministerium von Katar teilte bei X mit, die Sicherheitslage sei ernst. Die Einwohner sollten zu Hause bleiben, nicht nach draussen gehen und sich von Fenstern und offenen Flächen fern halten.

Heute, 01:18

Thomas Milz

USA greifen erneut Iran an

Das amerikanische Militär hat laut eigenen Angaben in der Nacht erneut Ziele in Iran angegriffen. Die Attacke sei eine Reaktion auf einen Angriff der Iranischen Revolutionswächter (IRGC) auf das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff «GFS Galaxy» in der Strasse von Hormuz, teilte das zuständige amerikanische Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. 

Ein ziviles Besatzungsmitglied wird demnach vermisst. Das Schiff sei wegen eines Feuers an Bord sowie erheblicher Schäden im Maschinenraum nicht in der Lage, seine Reise fortzusetzen.

Iran habe mit dem Angriff auf das Schiff eine weitere Gelegenheit verpasst, sich an das Mitte Juni mit den USA ausgehandelte Rahmenabkommen zu halten, hiess es in der Mitteilung von Centcom weiter. Teheran habe versagt. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth teilte auf X mit, der Iran habe eine schlechte Entscheidung getroffen. «Jetzt muss er dafür bezahlen.»

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Heute, 00:41

Thomas Milz

Irans Revolutionswächter: Strasse von Hormuz geschlossen

Die Marine der Iranischen Revolutionswächter (IRGC) hat nach eigenen Angaben Warnschüsse auf ein Schiff in der Strasse von Hormuz abgegeben und dieses gestoppt. Das Schiff habe die maritime Sicherheit in der Meerenge gefährdet, teilten die Revolutionswächter über ihren Kanal Sepah News auf Telegram mit. Demnach hätten zuvor mehrere Schiffe versucht, eine nicht genehmigte Route zu befahren und Aufforderungen der Revolutionswächter ignoriert, ihre Route zu korrigieren.

Infolge dieses Vorfalls werde die Strasse von Hormuz bis auf weiteres und bis zum Ende der amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen bleiben, hiess es in der Mitteilung weiter. Die Durchfahrt sei verboten. Sollte der «Aggressor» neue Angriffe gegen Iran starten, hiess es an die USA gewandt, werde man mit weiteren Angriffen auf «feindlich Stützpunkte» in der Region reagieren.

Derzeit werden Explosionen aus mehreren Regionen Irans gemeldet. Iranische Medien berichten von Explosionen auf der Insel Qeschm in der Strasse von Hormuz. Weitere Angriffe werden auf die Ortschaften Sirik und Bandar Abbas gemeldet.

Gestern, 11:40

Elena Panagiotidis

Irans Führung schwört Rache nach Khamenei-Bestattung

Nach der Bestattung von Irans oberstem Führer Ayatollah Ali Khamenei hat die Staatsführung Rache für seinen Tod geschworen. «Rache ist die Forderung unseres Volkes und muss ganz gewiss erfolgen», hiess es in einer im Staatsfernsehen verlesenen Mitteilung, die Khameneis Sohn und Nachfolger Mojtaba zugeschrieben wurde.

Khamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinem Amtssitz in Teheran getötet worden.

Gestern, 07:03

Elena Panagiotidis

Trump erklärt Waffenruhe mit Iran für beendet – Gespräche sollen dennoch weitergehen

US-Präsident Donald Trump hat erklärt, die Vereinigten Staaten und Iran hätten sich auf eine Fortsetzung der Gespräche verständigt. Zugleich bezeichnete er die im vergangenen Monat vereinbarte Waffenruhe als beendet. Teheran widersprach dieser Darstellung. Iran habe nicht um direkte Gespräche mit Washington gebeten, sondern lediglich dem Besuch eines katarischen Vermittlers zugestimmt. Katarische Unterhändler bemühen sich laut der Nachrichtenagentur Reuters darum, die Spannungen zu entschärfen und eine Lösung für die Schifffahrt in der Strasse von Hormuz zu finden.

Trump drohte Iran zudem mit massiven Angriffen, sollte Teheran versuchen, ihn zu töten. Das US-Militär sei auf entsprechende Schläge vorbereitet, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social: «Die Befehle sind bereits erteilt worden. Das US-Militär ist bereit, willens und in der Lage, ein Jahr lang – mit der Möglichkeit einer Verlängerung – sämtliche Gebiete Irans vollständig zu verwüsten und zu zerstören.»

Washington fordert ausserdem, dass Iran Angriffe auf Schiffe in der Strasse von Hormuz einstellt und die Wasserstrasse ohne Gebühren offenhält. Die jüngste Eskalation hat die Ölpreise wieder steigen lassen.

Gestern, 00:47

Natalie Mayroth

USA: Iran muss Öffnung der Strasse von Hormuz zusichern

Die USA fordern laut Medienberichten ein Bekenntnis Irans zu einer freien und sicheren Schifffahrt in der Strasse von Hormuz. Bis Samstag solle die iranische Führung öffentlich versichern, dass die Meerenge offen sei und Iran von Angriffen auf Handelsschiffe absehe, schrieben unter anderem das Portal «Axios» und das «Wall Street Journal» unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Die Botschaft sei Iran über Vermittler überbracht worden.

Welche Konsequenzen der iranischen Führung drohen, sollte sie der Forderung nicht nachkommen, blieb zunächst unklar.