Stand: 04.09.2026, 14:23 Uhr
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Weil ein Baukran auf die Autobahn 45 zu stürzen droht, ist die Sauerlandlinie zwischen Lüdenscheid-Nord und Hagen-Süd komplett gesperrt – und dies auf zunächst unbestimmte Zeit.
Lüdenscheid/Hagen – Horrornachricht am Freitagmittag, 4. September, für alle Verkehrsteilnehmer: Die Autobahn 45 ist zwischen den Anschlussstellen Lüdenscheid-Nord und Hagen-Süd in beiden Fahrtrichtungen komplett für den Verkehr gesperrt. Und dies auf unbestimmte Zeit.
Der Grund: Ein Baukran an der Talbrücke Kattenohl auf Hagener Stadtgebiet droht, auf die Brücke und damit auch auf die Fahrbahnen der Autobahn zu stürzen.
Sperrung aus Sicherheitsgründen
„An der Talbrücke Kattennohl ist ein Schaden an einem Baukran festgestellt worden, der die Stabilität beeinträchtigt“, heißt es in einer Mitteilung der Autobahn Westfalen. Aus Sicherheitsgründen müsse der Autobahnabschnitt darum gesperrt werden.
Eigentlich sollte der Kran an diesem Freitag, 4. September, abgebaut werden. „Das ist derzeit wegen der heftigen Windböen nicht möglich“, so die Autobahn Westfalen. Mit den Abbauarbeiten kann es also erst weitergehen, wenn der Wind nachlässt. Wann dies sein wird, lässt sich zum derzeitigen Zeitpunkt allerdings nicht vorhersagen.
Ausweichstrecken führen durch das Lenne- und Volmetal
Die Komplettsperrung der Autobahn kann erst wieder aufgehoben werden, wenn von dem Kran keine Gefahr mehr ausgeht. Damit dürfte in den nächsten Stunden extrem viel Verkehr auf den Ausweichstrecken durch das Volme- und Lennetal herrschen. Verkehrsteilnehmer sollten den betroffenen Bereich am besten weiträumig umfahren oder deutlich mehr Zeit einplanen.
Auch die Talbrücke Kattenohl ist bekanntlich in die Jahre gekommen und wird deshalb durch einen Neubau ersetzt. Über das westliche Teilbauwerk rollt derzeit der gesamte Verkehr, während das östliche erneuert wird. Und hier hatte es zuletzt eigentlich gute Nachrichten gegeben. Denn der erste sogenannte Verschub der neuen Brücke konnte Mitte Juni erfolgreich abgeschlossen werden.
Zuletzt gab es nur gute Nachrichten von der Baustelle
120 Meter lang und 460 Tonnen schwer war laut einer Mitteilung der Autobahn Westfalen der erste sogenannte Takt – also das verschobene Stahlelement, das auf der stillgelegten Fahrbahn neben der A45 zuvor aus den großen angelieferten Einzelteilen zusammengeschweißt worden war. Auch weitere Takte konnten mittlerweile über das Tal geschoben werden. Weil aber auch nach der Vollendung des Brückenschlags noch viele Arbeitsschritte zu gehen sind, wollte die Autobahn Westfalen im Juni noch keinen Fertigstellungstermin für das neue Teilbauwerk nennen.
Aktuell ruhen wegen des instabilen Krans nun also die kompletten Arbeiten auf der Baustelle. Und weitergehen kann es erst, wenn die Gefahr beseitigt ist.