Stand: 07.08.2026, 19:00 Uhr
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Florian Hölzl erzielte beim 6:0 gegen Türk Sport Garching zwei Tore für den SE Freising. Auch am Samstag gegen Denkendorf will er treffen.
Freising – Manchmal ist Reaktionsschnelligkeit beim Fußball schon die halbe Miete. Wie bei Florian Hölzl: Der hatte am vergangenen Samstag maßgeblichen Anteil daran, dass der SE Freising mit einem 6:0-Sieg gegen den FC Türk Sport Garching einen Einstand nach Maß in der Übergangsheimat in der Luitpoldanlage feierte.
Es lief die 19. Spielminute: Kapitän Felix Fischer hatte gerade einen Foulelfmeter an den Pfosten gesetzt – aber Hölzl roch den Braten, sprintete frühzeitig in den Strafraum und bugsierte die Kugel über die Linie. „Das Einlaufen war schon entscheidend, ich habe mir das Video auch noch einmal angeschaut“, sagt der 29-Jährige. Natürlich sei das Ganze an der Kante zum zu frühen Einlaufen gewesen. Doch auch nach der Partie sah Schiedsrichter Vincenzo Amoro im persönlichen Gespräch kein Fehlverhalten bei Hölzl. „Am Ende war sicherlich auch Glück dabei“, musste Freisings neuer Offensivmann zugeben. Noch dazu rutschte dem Keeper das Leder zwischen den Hosenträgern durch. Doch weil Hölzl darüber hinaus das 2:0 gelang (37.), war er auf der Plattform FuPa natürlich der offizielle Mann des Spiels.
Die Startelfpremiere glückte dem 29-Jährigen also nach seiner Einwechslung in der Woche davor. Und auch so scheint Florian Hölzl in der Savoyer Au angekommen zu sein. Nach zuvor fast zehn Jahren beim FC Finsing, in der Kreisliga und Bezirksliga, war die Zeit für etwas Neues gekommen. Er sei aber sehr gerne und „mit vollem Herzen“ bei seinem Heimatverein gewesen, betont Hölzl.
Wie kam es dann zu dem Wechsel? Schon vor zwei, drei Jahren waren Club und Spieler in Kontakt. Weil Hölzl aber mit Verletzungen zu kämpfen hatte, zerschlug sich die Sache zunächst. „Mittlerweile habe ich manche Sachen verändert“, erläutert der Offensivmann. Fußball besteht eben nicht nur aus zwei Trainingseinheiten und dem Spiel am Wochenende. Hölzl hört mehr auf seinen Körper – und hatte nun die Option, an die Isar zu wechseln. „Freising ist eine Top-Adresse“, sagt der Finsinger. Mit Mannschaft und Trainer sei er sehr zufrieden, „da ist ein super Zug drin“. Und: Coach Mijo Stijepic hat in der Vorbereitung den Fokus auch auf die nötige Fitness gerichtet. „Das könnte uns heuer noch helfen“, schwärmt Hölzl.
Ansonsten legt der 29-Jährige keinen so großen Wert auf seine eigenen Meriten. Klar, nach dem Doppelpack beim ersten Startelfeinsatz könnte man Forderungen stellen – und an sich gebe es wenige Gründe, ihn aus der Anfangsformation zu nehmen, meint Hölzl grinsend. „Entscheidender ist aber, dass wir als Team Erfolg haben.“ Das nächste Spiel steigt am Samstag (13 Uhr) im Luitpoldstadion gegen den SV Denkendorf.
Er selbst habe kein Ziel, was etwaige Scorerpunkte für die Saison angeht. Er sei kein Spieler, der sich „über so etwas definiert“. Hölzl ist jemand, der sich in den Dienst der Mannschaft stellt: Nach seinen zwei Toren spürte der 29-Jährige in der Halbzeit ein kleines Ziehen im Oberschenkel. Er blieb vorsichtshalber in der Kabine und machte Platz für Jakob Schmid.
Und was ist diese Saison für sein neues Team drin? Da doziert auch Hölzl das SEF-Motto: Die Mannschaft habe sich ein Ziel gesetzt, „aber das bleibt intern“. Was ihm in seiner sportlichen Vita noch fehlt, sind Einsätze in der Landesliga. „Wenn, dann natürlich mit dem SE Freising“, sagt er. Wenn Hölzl mit seiner Reaktionsschnelligkeit zum Aufstieg beitragen würde, dürfte es dem Verein nur recht sein.