Publiziert11. September 2026, 06:46
Zernez GR«Grosse Tragödie»: Königspaar äussert sich zu tödlichem Car-Unfall
Am Donnerstagabend ist ein Reisecar mit einer Leitplanke kollidiert und anschliessend von der Strasse gekippt. Laut der Kapo gibt es fünf Todesopfer. Die leicht verletzen Gäste sollen bald in ihre Heimat zurückkehren.

Darum gehts
- Im Engadin verunfallte am Donnerstagabend zwischen Zernez und Susch ein Reisecar aus den Niederlanden.
- Der Bus kollidierte mit einer Leitplanke und kippte von der Strasse – es gibt mehrere Todesopfer und Verletzte.
- An Bord waren 45 erwachsene Personen.
Nach dem tödlichen Car-Unfall zwischen Zernez und Susch ist weiterhin vieles unklar. Bilder zeigen das auf die Seite gekippte Fahrzeug direkt neben der Strasse. Es transportierte nach ersten Erkenntnissen Reisegäste des niederländischen Unternehmens Oad, das vollumfänglich betreute Gruppenreisen anbietet. Mittlerweile ist klar, dass beim Unfall fünf Personen gestorben und alle weiteren 40 Insassen verletzt wurden.
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Wie Polizei-Mediensprecher Roman Rüegg sagt, war der Bus nach ersten Erkenntnissen bei der Fahrt auf der grösstenteils geraden Strecke rechtsseitig mit der Leitplanke kollidiert und anschliessend gekippt. Das Fahrzeug blieb leicht unterhalb der Strasse auf der Seite liegen.
Überlebende «extrem geschockt und verwirrt»
Wie das «Algemeen Dagblad» schreibt, hat der Reiseverband ANVR einen Bus bereitgestellt, um die unverletzten Passagiere zurück nach Österreich zu bringen. Von dort war die Reisegruppe nach ersten Erkenntnissen am Donnerstag zu einem Tagesausflug in die Schweiz aufgebrochen.
Laut ANVR-Direktor Radstake bot demnach ein befreundeter Reiseanbieter in der Nähe sofortige Hilfe an. Die unverletzten Passagiere stehen laut dem Verband unter Schock und sind extrem verwirrt. Nach ihrer Rückkehr nach Österreich sollen sie demnach schnellstmöglich in die Niederlande zurückgebracht werden.
Niederländisches Königspaar: «Grosse Tragödie»
Angesichts des Car-Unfalls bei Zernez mit fünf Todesopfern und über drei Dutzend Verletzten hat das niederländische Königspaar geschockt reagiert. «Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen, allen, die in Angst um ihre Lieben leben, und den Verletzten. Wir fühlen in dieser grossen Tragödie mit ihnen», liessen König Willem-Alexander und Königin Máxima am Freitagmorgen in den sozialen Medien verlauten.

Gemeindepräsident: «Unsere Gedanken sind bei Opfern und Angehörigen»
Auch der Gemeindepräsident von Zernez, Domenic Toutsch, kann am Freitagmorgen noch keine näheren Angaben zum Unglück machen. «Wir warten ebenfalls auf die Zahlen und den Bericht der Kantonspolizei.» Die Gemeinde fühle mit den Betroffenen, sagt Toutsch: «Unsere Gedanken sind bei allen Menschen, die Angehörige verloren haben, und wir wünschen den Verletzten rasche Genesung.» Zugleich danke er sämtlichen Einsatzkräften für ihre Arbeit.
Toutsch habe wenige Minuten nach dem Unglück davon erfahren, weil Feuerwehr und Ambulanzen fast im Minutentakt durch Zernez gefahren seien. Wenig später sei die Gemeinde als möglicher Betreuungsstützpunkt einbezogen worden. «Etwa eine halbe Stunde nach dem Unfall erhielten wir die Anfrage, ob wir bereit wären, Menschen zu betreuen und beispielsweise dafür zu sorgen, dass Läden länger geöffnet bleiben.» Das habe man alles gemacht, die vorbereitete Betreuung durch die Gemeinde sei letztlich aber nicht benötigt worden, da die Betroffenen auf Spitäler und andere Einrichtungen verteilt worden seien.

Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.
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