Beschwerde gegen Gianni Infantino: Ethikkommission des IOC weist Beschwerde gegen Gianni Infantino zurück

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Die Organisation FairSquare hatte Gianni Infantino vorgeworfen, gegen die Regeln der politischen Neutralität verstoßen zu haben. Das IOC wies die Beschwerde zurück.

Quelle: DIE ZEIT, SID,

jaca

  1. Juli 2026, 17:20 Uhr

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IOC-Ethikkommission Gianni Infantino FairSquare FIFA Beschwerde
Die Menschenrechtsorganisation FairSquare hatte Beschwerde gegen Fifa-Chef Gianni Infantino eingereicht. Vor allem die Nähe zu US-Präsident Donald Trump spielte dabei eine Rolle. © Dan Mullan/​Getty Images

Die Ethikkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat eine Beschwerde gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino wegen mehrerer angeblicher Verstöße gegen die Regeln zur politischen Neutralität zurückgewiesen. Die Menschenrechtsorganisation FairSquare hatte die zehnseitige Beschwerde Anfang Juli eingebracht. Ein Sprecher des IOC sagte: »Die IOC-Ethikkommission stellte fest, dass jeder internationale Verband gemäß der Olympischen Charta seine Unabhängigkeit und Autonomie in der Verbandsführung wahrt.« Die Beschwerde falle daher »nicht in den Zuständigkeitsbereich« der Kommission.

Als Grund für die Beschwerde hatte FairSquare mehrere angebliche Verstöße des Chefs des Fußball-Weltverbandes gegen die Regeln zur politischen Neutralität genannt. Dabei geht es vor allem um die Nähe von Infantino zu US-Präsident Donald Trump. »Gianni Infantino hat wiederholt gegen die Regeln des IOC zur politischen Neutralität verstoßen, indem er dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, seine politische Unterstützung ausgesprochen hat«, schrieb FairSquare. Die Organisation bezog sich dabei auf Beweise, die »fünf eindeutige Verstöße gegen die IOC-Regeln zur politischen Neutralität« nahelegen würden. Zudem habe die Organisation Anscheinsbeweise für zwei weitere Verstöße vorgelegt.

Weitere Beschwerde schon im vergangenen Jahr

Das IOC hatte erst Ende Juni die Unabhängigkeit des olympischen Sports von staatlichem, gesellschaftlichem oder wirtschaftlichem Druck in seiner Charta betont. FairSquare hatte bereits im vergangenen Jahr, kurz nach der Verleihung des Fifa-Friedenspreises an Trump, eine offizielle Beschwerde bei der Ethikkommission der Fifa eingereicht. Dieser hatten sich Norwegens Fußballverband sowie 50 Abgeordnete des Europäischen Parlaments angeschlossen.