Simoni stellt Luzern mit Albtraumstart vor Goalie-Problem (B+)

Darum gehts

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Alain KunzReporter Fussball

Die Nachfolge von Pascal Loretz (23), der zu Hannover 96 weitergezogen ist, gestaltet sich schwierig. Am Ende entschied die sportliche Leitung des FC Luzern, Simon Simoni (22) das Vertrauen auszusprechen. Doch der erlebt einen Albtraumstart. Gegen Thun kann er den Ball nicht festhalten, wodurch er den Gästen das zweite Tor ermöglicht. Und nun der Super-GAU im Tourbillon. Ein harmloses Schüsschen geht ihm durch die Hosenträger, wie man im Jargon sagt. Vorne Flutschhände, die nicht stabil sind, dahinter fehlt die Beinabdeckung. Und schon ist die Goalie-Polemik lanciert.

Portmann wird Simoni weiter stärken

Trainer Udo Portmann will seinem Keeper aber keinen Strick drehen. «Das ist halt typisch Fussball. Ein Goaliefehler, wie er nicht passieren sollte, aber immer wieder passiert, was natürlich für Simon sehr unglücklich ist. Er ärgert sich am meisten darüber.» Über eine Ersetzung im Spiel in St. Gallen am Sonntag mag der Luzerner nicht reden. «So kurz nach dem Spiel spricht man nicht über einen Goaliewechsel. Es gilt auch noch zu analysieren, wie es zu diesem Schuss gekommen ist. Grundsätzlich werde ich Simon weiter stärken.»

1:56

FCL unterliegt Sion:Knezevic über Simoni: «Wir probieren, ihn aufzurappeln»

Als Nummer zwei wurde Raphael Radtke (24) von Schaffhausen geholt. Der Zuger ist schweizweit bekannt geworden als Goalie, der Promotion-Ligist Biel 2024 in den Cupfinal gehext hat. Er zog weiter zu Schaffhausen, wo er sich aber nicht als klare Nummer eins etablieren konnte und in einer «Dümpelsaison» des damaligen Absteigers in der Promotion League nur zu elf Einsätzen kam. In den Testspielen dann bot Simoni ungleich stärkere Leistungen als Radtke, weshalb man sich in der Goalie-Hierarchie bestärkt sah.

Knezevic erklärt, welches Zusatzproblem Simoni kennt

Mangels echter Alternative wird der Albaner, der mit 19 Jahren nach Deutschland ging, also die Nummer eins bleiben. Weshalb für Abwehrchef Stefan Knezevic klar ist, was zu tun ist: «Ich habe ihm gesagt, dass es weitergeht. Diese Phase ist für Simon, der ja neu zu uns gestossen ist, nicht einfach. Zumal er kein Deutsch spricht. Wir versuchen ihn aufzurichten und sind für ihn da. Fussball ist ein Fehlersport. Am Wochenende hat es ihn getroffen.»

1:35

Portmann zu seinem Goalie:«Ich werde Simoni weiter unterstützen»

Oder holt der FCL noch einen Goalie?

So also steht Simoni auch in der Ostschweiz zwischen den Pfosten. Und daran ändert sich wohl nur dann etwas, wenn Sportchef Remo Meyer und sein Staff zum Schluss kommen, doch noch auf dem Transfermarkt aktiv werden zu müssen. Doch: Ein fehlerfreies Spiel von Simoni in St. Gallen – und schon sind diese Gedanken weit weg. Denn dass er Anlagen hat, hat Simoni bei allen anderen heiklen Szenen vor seinem Tor unter Beweis gestellt. Gegen Thun und in Sion.

Mannschaft

SP

TD

PT

1

BSC Young Boys

BSC Young Boys

2

8

6

2

FC Lugano

FC Lugano

2

4

6

3

FC St. Gallen

FC St. Gallen

2

2

6

4

FC Lausanne-Sport

FC Lausanne-Sport

2

1

4

5

FC Sion

FC Sion

2

1

3

6

FC Zürich

FC Zürich

2

0

3

7

FC Basel

FC Basel

2

0

3

8

FC Thun

FC Thun

2

-4

3

9

Grasshopper Club Zürich

Grasshopper Club Zürich

2

-3

1

10

FC Vaduz

FC Vaduz

2

-2

0

11

Servette FC

Servette FC

2

-2

0

12

FC Luzern

FC Luzern

2

-5

0

Meisterschaftsrunde

Abstiegsrunde