Tragödie bei Waldbrand in Griechenland: Löschhubschrauber kollidieren – zwei Tote bestätigt
Stand: 03.08.2026, 08:05 Uhr
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Zwei Piloten sind bei den schweren Waldbränden in Griechenland ums Leben gekommen. Es gibt ein Video von der Tragödie.
Athen – Die verheerenden Feuer in Griechenland werden von einem schweren Zwischenfall überschattet. Ein Pilot und der Copilot eines Helikopters sind beim Löschen ums Leben gekommen. Ihr Bell-Hubschrauber kollidierte mit einem anderen Löschhubschrauber in der Luft. Der staatliche Rundfunk ERT veröffentlichte ein Video, das den Moment des Unglücks zeigen soll.

Beim Einsatz westlich von Athen ereignete sich am Sonntag (2. August) eine Tragödie. Zwei Hubschrauber fliegen zusammen, um die Flammen zu bekämpfen, wie Aufnahmen zeigen. Plötzlich nähert sich ein Helikopter dem anderen von hinten, scheint dessen Rotor zu berühren. Dann explodiert die Maschine und stürzt ab.
Feuer in Griechenland: Hubschrauber kollidieren beim Löschen in der Luft – Video zeigt Katastrophe
„Wir erleben gerade vielleicht die schwierigsten Tage des Sommers“, sagte der Chef der griechischen Feuerwehr, Vasilios Vathrakoyannis, laut einer Mitteilung am späten Sonntagabend. Der Feuerwehrchef bestätigte den Tod der Insassen des abgestürzten Hubschraubers: „Die beiden Insassen des einen Hubschraubers wurden lebend aufgefunden, während die beiden Insassen des zweiten Hubschraubers bewusstlos geborgen, von Rettungswagen des EKAB abgeholt und ins Krankenhaus gebracht wurden, wo sie für tot erklärt wurden.“
Bei den Opfern handelt es sich um einen dänischen Piloten und einen griechischen Copiloten, wie der griechische Premierminister auf der Plattform X schreibt. Die Besatzung des zweiten Hubschraubers, ein britischer Pilot und ein weiterer griechischer Verbindungsoffizier, überlebte mit leichten Verletzungen.
Die beiden Bell-Hubschrauber waren seit den Morgenstunden an den Löscharbeiten im Gebiet Psatha in Attika beteiligt. Sehr starke Winde fachen den Großbrand immer wieder an und erschweren die Löscharbeiten aus der Luft. Wie es zu der schrecklichen Kollision kommen konnte, ist zunächst noch unklar. Staatsanwaltschaft und Polizei haben Ermittlungen eingeleitet.
Seit den frühen Morgenstunden sind am Montag wieder Hubschrauber und Canadair-Löschflugzeuge in der Luft, um die Flammen einzudämmen. Es bleibt eine schwierige Aufgabe. In den vergangenen Stunden rückte die Feuerfront weiter Richtung der Stadt Megara (36.000 Einwohner) vor. Bislang sind mehr als 12.000 Hektar Land zerstört, zahlreiche Häuser und Ställe vernichtet. Die Ursache für das schwere Feuer westlich von Athen scheint inzwischen ermittelt: Funken eines privaten Stromnetzes 500 Meter von einer Windkraftanlage sollen, nach Angaben der Feuerwehr, den schweren Brand verursacht haben. An derselben Stelle war Ende Juni bereits ein Feuer ausgebrochen, heißt es.
Der verheerende Brand auf der Insel Kreta hat sich aktuellen Berichten zufolge immerhin etwas beruhigt. (Quellen: civilprotection.gov.gr, ertnews.gr, ekathimerini.com) (ml)